Konzeptstudie
Mit erhalt des Zuwendungsbescheides im Bundesförderprogramm Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz „STARK – Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten“ startet offiziell die Erstellung einer ergebnisoffenen Konzeptstudie zur nachhaltigen Weiterentwicklung des LEAG Energie Stadions in Cottbus/Chóśebuz.
LOGSOL GmbH erhält Zuschlag für STARK-Konzeptstudie
Der FC Energie hat im Rahmen des STARK-Förderprojektes zur nachhaltigen Weiterentwicklung des LEAG Energie Stadions die Vergabe der ergebnisoffenen Machbarkeits- und Konzeptstudie abgeschlossen. Den Zuschlag erhielt die LOGSOL GmbH aus Dresden. Die Entscheidung wurde im Rahmen eines umfangreichen öffentlichen Vergabeverfahren nach Unterschwellenvergabeordnung (UVgO), an welchem sich mehrere bundesweit tätige Unternehmen beteiligt hatten, getroffen. Die Auswahl erfolgte anhand einer detaillierten Bewertungsmatrix, bei der insbesondere fachliche Qualität, methodische Herangehensweise, Wirtschaftlichkeit, Beteiligungsansatz sowie Erfahrungen im Bereich komplexer Infrastruktur- und Transformationsprojekte bewertet wurden.
Besonders überzeugt hat LOGSOL mit strategischer Expertise in Infrastrukturprojekten und der stadionspezifischen Fachkompetenz des Nachunternehmers und Partners Phase 10 aus Freiberg. Damit verfügt das Projektteam über umfangreiche Erfahrungen aus Sportstätten- und Großprojekten, unter anderem aus der Realisierung des Heinz-Steyer-Stadions in Dresden, des Erzgebirgsstadions in Aue, der heutigen Avnet Arena in Magdeburg sowie des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks in Berlin und weiteren Stadion- und Machbarkeitsprojekten. Gleichzeitig bringt LOGSOL große Kompetenz in den Bereichen Wirtschaftlichkeit, Betreiberkonzeptionierung, Beteiligungsprozesse und nachhaltige Infrastrukturentwicklung mit.
Die Studie soll dabei ausdrücklich ergebnisoffen erfolgen und unterschiedliche Szenarien und Entwicklungsoptionen untersuchen. Ziel ist es, gemeinsam mit relevanten Partnern ein realistisches Zukunftsbild für das LEAG Energie Stadion als multifunktionalen und kulturell nutzbaren Sport-, Veranstaltungs- und Begegnungsort im Rahmen des Strukturwandels in der Lausitz zu entwickeln.
Das Projekt wird im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK („Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten“) gefördert.
Bieterinformation Nr. 2
Vergabeverfahren: Erstellung einer Machbarkeits- und Konzeptstudie
Projekt: LEAG Energie Stadion Cottbus
Förderkennzeichen: 46SK0327X
Datum: 21.04.2026
Im Rahmen des laufenden Vergabeverfahrens sind weitere Bieterfragen eingegangen. Zur Wahrung der Gleichbehandlung werden diese nachfolgend zusammengefasst und einheitlich beantwortet:
Frage 4: Einordnung der Studie und Zielsetzung
Antwort: Die Konzeptstudie ist als übergeordnete, strategische Entscheidungsgrundlage im Kontext des Strukturwandels der Lausitz einzuordnen. Ziel ist die Entwicklung eines tragfähigen Zukunftsbildes für das LEAG Energie Stadion als multifunktionalen Standort mit:
• nachhaltiger Standortentwicklung,
• belastbaren Betriebs- und Betreiberkonzepten,
• wirtschaftlich fundierten Entscheidungsgrundlagen.
Die Ergebnisse dienen insbesondere dem Auftraggeber, Fördermittelgebern sowie kommunalen und regionalen Entscheidungsträgern als Grundlage für weitere Schritte.
Frage 5: Methodisches Vorgehen bei Variantenentwicklung
Antwort: Es bestehen keine festen methodischen Vorgaben.
Erwartet wird jedoch ein:
• strukturiertes, nachvollziehbares Vorgehen,
• transparenter Variantenvergleich (mind. mehrere Szenarien),
• prüffähige Herleitung aller Annahmen und Bewertungen.
Ein iteratives bzw. stufenweises Vorgehen ist möglich und ausdrücklich erwünscht, sofern es im Angebot schlüssig dargestellt wird.
Frage 6: Bearbeitungstiefe der Studie
Antwort: Die Bearbeitung erfolgt auf Konzeptniveau, nicht auf Planungsebene.
Erwartet werden:
• belastbare, aber übergeordnete funktionale und räumliche Konzepte,
• wirtschaftliche und organisatorische Modelle auf strategischer Ebene,
• nachvollziehbare Annahmen und Bewertungslogiken.
Nicht Bestandteil sind insbesondere:
• HOAI-Leistungen,
• Genehmigungs- oder Ausführungsplanungen,
• bauliche Detailplanungen.
Frage 7: Anforderungen an wirtschaftliche Bewertungen
Antwort: Es wird eine plausible und nachvollziehbare Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erwartet.
Diese umfasst insbesondere:
• Abschätzung von Investitions- und Betriebskosten,
• Entwicklung von Erlös- und Finanzierungsmodellen,
• Bewertung von Risiken und Sensitivitäten.
Die Ausarbeitung erfolgt auf Konzeptniveau, jedoch mit klarer Darstellung der zugrunde liegenden Berechnungslogiken.
Frage 8: Variantenumfang und Vergleichbarkeit
Antwort: Es sind mehrere (mindestens drei) Varianten zu entwickeln und vergleichend zu bewerten.
Dabei sind:
• klare Bewertungsmaßstäbe,
• transparente Kriterien und Gewichtungen,
• nachvollziehbare Entscheidungsgrundlagen
darzustellen.
Frage 9: Anforderungen an Projektorganisation und Datenmanagement
Antwort: Die Projektorganisation ist so aufzubauen, dass jederzeit ein prüffähiger und transparenter Projektstand gewährleistet ist.
Dazu gehören insbesondere:
• fortlaufende Aktualisierung von Projektplänen,
• strukturiertes Daten- und Dokumentenmanagement,
• revisionssichere Ablage aller Unterlagen.
Frage 10: Beteiligungs- und Abstimmungsprozesse
Antwort: Die Studie umfasst ausdrücklich Beteiligungsformate mit relevanten Akteursgruppen.
Dazu zählen u. a.:
• Bürgerinnen und Bürger,
• Fans und Vereine,
• regionale Akteure aus Wirtschaft und Verwaltung.
Die Ergebnisse dieser Beteiligung sind systematisch in die Konzeptentwicklung zu integrieren.
Bieterinformation Nr. 1
Vergabeverfahren: Erstellung einer Machbarkeits- und Konzeptstudie
Projekt: LEAG Energie Stadion Cottbus
Förderkennzeichen: 46SK0327X
Datum: 14.04.2026
Im Rahmen des laufenden Vergabeverfahrens sind Bieterfragen eingegangen, die nachfolgend für alle Bieter gleichermaßen beantwortet werden:
Frage 1: Sind die in AP0 zu erarbeitenden Unterlagen (PSP, Termin- und Ressourcenplanung etc.) einmalig zu erstellen oder fortlaufend anzupassen?
Antwort: Die Unterlagen sind nicht einmalig, sondern über die gesamte Projektlaufzeit kontinuierlich zu erstellen, fortzuschreiben und zu aktualisieren. Dies betrifft insbesondere den Projektstrukturplan, Termin- und Ressourcenplanung, Risikoregister sowie Qualitäts- und Dokumentationskonzept. Ziel ist ein jederzeit aktueller und prüffähiger Projektstand.
Frage 2: Was ist mit dem Dokumenten- und Versionsmanagement gemeint? Wird ein Projektraum durch den Auftraggeber bereitgestellt?
Antwort: Ein zentraler digitaler Projektraum ist vorzusehen. Dieser ist durch den Auftragnehmer bereitzustellen und zu betreiben.
Folgende Anforderungen gelten: Zugriff für den Auftraggeber und relevante Projektbeteiligte ist sicherzustellen klare Ordnerstruktur, Versionierung und Änderungsnachverfolgung sind umzusetzen sämtliche Unterlagen sind revisionssicher und prüffähig abzulegen die Pflege und Strukturierung obliegen dem Auftragnehmer
Frage 3: Sind die Steuerungskreissitzungen als Vor-Ort-Termine oder digital zu kalkulieren?
Antwort: Die Steuerungskreissitzungen sind flexibel zu kalkulieren. Regelhaft können diese digital (Videokonferenz) durchgeführt werden. Bei Bedarf (z. B. Meilensteine, Workshops, zentrale Abstimmungen, Kick-off und Auswertung, Zwischenbericht, Abschlussbericht) sind Vor-Ort-Termine einzuplanen
Hinweis: Die vorstehenden Klarstellungen sind Bestandteil der Vergabeunterlagen und bei der Angebotserstellung zu berücksichtigen.
Konzeptstudie zur Machbarkeit
Ziel des Projektes ist es, eine belastbare Entscheidungs- und Handlungsgrundlage für die zukünftige Ausrichtung des Stadions im Kontext des Strukturwandels der Lausitz zu erarbeiten. Im Mittelpunkt stehen unter anderem eine nachhaltige Standort- und Flächenentwicklung, wirtschaftlich tragfähige Betriebs- und Betreiberkonzepte und die Integration von Klima-, Energie- und Mobilitätsaspekten. Zudem fließen multifunktionale Nutzungsperspektiven für Sport, Kultur, Bildung und Begegnung sowie weitere Beteiligungsformate für Bürgerinnen und Bürger, Fans, Wirtschaft und regionale Akteure mit in die Studie ein.
