Vorne deutlich zu viel liegen gelassen
Zur „Generalprobe“ vor dem Ligastart am kommenden Sonntag, 9. August, um 13:30 Uhr gegen Hannover 96 gastierte der SV Werder Bremen im LEAG Energie Stadion. Für die Bremer, die am Tag davor einen Teamabend im Spreewald zusammen mit Vertretern des FC Energie verbrachten, geht es erst im DFB-Pokal in das erste Testspiel. Die Aufstellung unserer Rot-Weißen ließ schon einiges für den Start erahnen und so konnte der letzte Test vor 7.443 Zuschauern über viermal 30 Minuten beginnen.
Die Mannschaft des FC Energie war von Beginn an motiviert und spielbestimmend, ließ dabei keinen Klassenunterschied erkennen und belohnet sich nach nicht einmal sechs gespielten Minuten. Tolcay Cigerci kam freistehend in die Position und lupfte das Leder mit dem rechten Fuß ins Tor. Ein ansehnliches Spiel mit trotz des anhaltenden Regens guter Laune auf den Rängen und ausgerechnet Leonardo Bittencourt hatte das 2:0 auf dem Fuß, doch im letzten Moment spitzelte ihm Werder-Keeper Hein das Leder vom Schlappen. Dann musste Mats Heitmann nach einem Zusammenprall verletzt ausgewechselt werden, gute Besserung an dieser Stelle, und Marco Friedl kam ins Spiel.
Justin Njinmah hatte dann die erste Möglichkeit für die Gäste, doch der Ball ging letztlich gut einem Meter am Gehäuse von Marcel Lotka vorbei (24). Wieder der FC Energie im Angriff und Jannis Zaydan versuchte es mal aus rund 15 Metern flach. Gehalten (31.). Im direkten Gegenzug dann der Ausgleichstreffer durch Musah. Der Angreifer hatte im Strafraum zu viel Platz und schlenzte ihn unhaltbar ins lange Eck (32.)
Dann war kurz Pause. Nach dieser dominierte der Erstligist dann die Partie und ging durch den Treffer von Samuel Mbangula in Führung (41.). Hier hatte der FC Energie mehrfach die Möglichkeit zum Klären, doch immer wieder blieben die Bremer im Ballbesitz, bis der Ball im Netz lag (41.). Dann schlenzte Tolcay Cigerci einen Ball perfekt in den Strafraum, wo Lucas Copado das Spielgerät runternahm und Jannis Zaydan bediente. Dessen Schuss parierte der Torhüter stark (45.). Schade. Tolcay Cigerci zielte deutlich über das Tor (50.). In der Folge hatten die Bremer dann die eine oder andere durchaus gefährliche Aktion in der Offensive, doch es fehlte glücklicherweise immer wieder ein kleines Stück zum Torerfolg. Dann war Pause.
Der FC Energie wechselte sechsfach und brachte Dominik Pelivan, Fousseny Doumbia, Moritz Hannemann, Justin Butler, Julian Guttau und Christian Kinsombi ins Spiel. Die rot-weißen Kicker waren nun wieder aktiver und hatten mehr Drang nach vorne, doch noch münzte es sich nicht in Chancen um. Es dauerte etwas, bis Christian Kinsombi gleich mehrere Spieler umkurvte und in die Mitte flankte. Dort nahm Erik Engelhardt den Ball per Kopf und der Werder-Keeper musste sich ganz lang machen, Eine tolle Szene, die durchaus ein Tor verdient gehabt hätte (75.). Justin Butler versuchet es von der Strafraumgrenze, abgefälscht und Eckball (82.) und nochmal Butler: drüber (87.).
Die Chancenverwertung hätte sich durchaus besser darstellen dürfen, dann hätte bis zu diesem Zeitpunkt kein Rückstand auf der Anzeigetafel stehen müssen. Dann war kurz Pause nach 90 Minuten und beim FC Energie wurde nochmals gewechselt und Julian Guttau hatte die große Möglichkeit zum Ausgleich, doch abermals riss der Torhüter die Arme hoch und hielt (98.). Das Tor fiel auf der anderen Seite und Erevbenagie traf zum 1:3 (100.).
Der Kapitän war Axel Borgmann gab übrigens auch wieder sein Comeback und er hielt aus über 20 Metern dann einfach mal drauf und traf sehenswert zum 2:3 (109.). Kurz darauf war es Julian Guttau, der darauf und dran war das 3:3 zu erzielen, doch der eigene Mitspieler verhinderte das Tor. Und auch Tim Campulka versuchte sich einmal ohne Erfolg (114.). Schade. In diese echte Drangphase hinein, der auf Energie-Seite vor allem Julian Guttau seinen Stempel aufdrückte, konterte der Bundesligist und „Chuki“ traf zum 2:4-Endstand. Ein guter Test mit leider vier Gegentoren und zu wenige eigene Treffer. Es wurde einfach zu viel liegen gelassen, doch noch sind es acht Tage bis zum Start.
| TW | 1 | Marcel Lotka |
| AW | 3 | Henry Rorig |
| AW | 2 | King Manu |
| AW | 21 | Luca Erlein |
| AW | 42 | Jannis Zaydan |
| MI | 32 | Leonardo Bittencourt |
| MI | 8 | Lukas Michelbrink |
| MI | 19 | Jannis Boziaris |
| MI | 10 | Tolcay Cigerci |
| ST | 18 | Erik Engelhardt |
| ST | 9 | Lucas Copado |
| TW | 1 | Karl Hein |
| AW | 3 | Oskar Wojcik |
| AW | 31 | Karim Coulibaly |
| AW | 36 | Mats Heitmann |
| MI | 7 | Samuel Mbangula |
| MI | 6 | Jens Stage |
| MI | 10 | Romano Schmid |
| MI | 23 | Dariusz Stalmach |
| ST | 29 | Salim Musah |
| ST | 11 | Justin Njinmah |
| ST | 17 | Marco Grüll |
| TW | 29 | Kevin Kratzsch |
| AW | 4 | Tim Campulka |
| AW | 23 | Fousseny Doumbia |
| MI | 20 | Axel Borgmann |
| MI | 5 | Dominik Pelivan |
| MI | 6 | Jonas Hofmann |
| MI | 7 | Christian Kinsombi |
| MI | 17 | Julian Guttau |
| ST | 22 | Yusuf Wardak |
| ST | 11 | Moritz Hannemann |
| ST | 31 | Justin Butler |
| TW | 25 | Markus Kolke |
| TW | 30 | Alexander Schlager |
| AW | 5 | Amos Pieper |
| AW | 32 | Marco Friedl |
| AW | 33 | Mick Schmetgens |
| AW | 35 | Luca Höcker |
| AW | 40 | Ramiz Hamouda |
| MI | 20 | Ivan San José Cantaleio "Chuki" |
| MI | 24 | Patrice Covic |
| MI | 28 | Skelly Alveiro |
| MI | 34 | Darwin Soylu |
| ST | 19 | Kenny Quetant |
| ST | 21 | Dawid Kownacki |
| ST | 38 | Paul Erevbenagle |