Geduldspiel gewonnen
Verhaltener Beginn im Stadion der Freundschaft. Der FC Energie war mit viel Ballbesitz gegen die tiefstehenden Gäste aus Meuselwitz unterwegs. Unlängst hatte Cheftrainer Pele Wollitz gemahnt, dass Ballbesitz keine Tore schießen würde. Dies konnte bei strahlendem Sonnenschein von 3.904 Zuschauern eindrucksvoll beobachtet werden.
Nach drei Minuten wackelte zwar das Netz im Tor des FC Energie, doch Rufat Dadashov stand in diesem Moment meilenweit im Abseits. Die ersten zaghaften Angriffsversuche der Rot-Weißen liefen über Björn Ziegenbein und Fabio Viteritti. Deren Schüsse landeten jedoch in den Armen des Torhüters bzw. gingen weit über das Tor. Der FCE brauchte gut eine Viertelstunde um in die Partie zu finden. Dann war es wieder Björn Ziegenbein, der mit einem schönen Seitenwechsel das Feld öffnete und Benjamin Förster bediente. Die schnelle Weiterleitung bekam der im linken Mittelfeld aufgebotene Lasse Schlüter. Dessen Hereingabe verpasste Fabio Viteritti in der Mitte knapp. Die bis dato einzige wirklich gefährliche Aktion des FCE. Eher zufällig kam Fabio Viteritti nur eine Minute später im Strafraum an die Kugel, er war dabei zu überrascht und traf den Ball nicht richtig. Das Leder rotierte gefühlt minutenlang durch den Strafraum und ging schlussendlich am langen Pfosten vorbei ( 22.). Dann war es wieder Björn Ziegenbein, der auf dem Weg in den Strafraum durch Pierre Le Beau rüde von den Beinen geholt wurde. Den folgerichtigen Freistoß zirkelte Fabio Viteritti gekonnt in den Winkel, doch Braunsdorf im Gästetor lenkte den Ball zur Ecke.
Aus dem Spiel heraus ging gegen den 11er-Riegel der Gäste wenig. Der FC Energie versuchte es weiter über gefährliche Standards. Lasse Schlüter mit dem linken Fuß aus halbrechter Position. Das Kopfballduell in der Mitte entschied Kapitän Marc Stein für sich, doch bekam etwas zu wenig Druck hinter den Ball. Kein Problem für den Gäste-Keeper. Acht Minuten vor der Pause dann die Riesenmöglichkeit für Fabio Viteritti. Er setzte sich gegen zwei Mann durch und schlenzte den Ball ins lange Eck. Doch dort stand leider der Pfosten im Weg. Die Nachschussmöglichkeiten von Ziegenbein und Baude konnte der ZFC-Keeper entschärfen. Anschließend wurde der Ball vom Verteidiger zur Ecke geklärt. Nach jener Ecke köpfte Tim Kruse den Ball wuchtig an die Latte. Erneut Eckball. Dieses Mal köpfte Marc Stein drüber. Nun lag das Tor für die Hausherren förmlich in der Luft, vom ZFC Meuselwitz war nichts zu sehen. Bis zur Halbzeit kam jedoch nichts Zählbares bei rum.
Der FC Energie machte nach dem Seitenwechsel Dampf. Streli Mamba kam für Malte Karbstein aus der Kabine, um noch mehr Offensivkraft aufs Feld zu bringen. Björn Ziegenbein zog von der Strafraumgrenze ab. Den Schuss konnte der ansonsten starke Steven Braunsdorf nicht festhalten und der Ball trudelte über die Linie. War er wirklich drüber? Ob der Ball hinter oder doch nicht ganz drüber war, könnte wohl nur das Hawk-Eye feststellen. Die einhellige Meinung im Stadion sagte: Toooor. Am Ende half alles nichts, denn Schiedsrichter Florian Lechner, der insgesamt eine sehr großzügige Linie fuhr, gab den vermeintlichen Treffer nicht. Danach ging es Schlag auf Schlag - Schüsse im Minutentakt. Marc Stein traf aus 40 Metern ebenfalls nur die Latte, dies war der dritte Aluminiumtreffer für den FCE.
Auf dem Feld gab es nur eine Richtung und die ging auf das Tor der Gäste. Als sich Streli Mamba schnell über linke Seite durchsetzte, war Sebastian Albert zur Stelle. Der bereits verwarnte ZFC-Akteur holte den „Pfeil“ von den Beinen und sah zu Recht den gelb-roten Karton. Dann kam die Erlösung, denn den anschließenden Freistoß schlenzte Björn Ziegenbein zur längst überfälligen Führung ins lange Eck. Endlich. Der in der Mitte stehende Benjamin Förster war nicht mehr mit dem Kopf dran, so dass der erste direkte Freistoßtreffer der Saison zu verbuchen war. Ein schönes Ding. Der FC Energie war über die gesamte Spielzeit klar überlegen, jedoch schlich sich kurzeitig ein kleiner „Schlendrian“ ein. So kam es, dass die Gäste zu einer großen Ausgleichsmöglichkeit nach einer Unaufmerksamkeit im Cottbuser Mittelfeld kamen. Alexander Meyer und Marcel Baude klärten in höchster Not. Das war unnötig. Rückkehrer Daniel Svab kam zwei Minuten vor dem Ende für Benjamin Förster aufs Feld und feierte beim ersten Heimsieg der laufenden Spielzeit ein Kurzdebüt.
Am Ende stehen in einem Spiel, bei welchem die rot-weißen Kicker in allen Belangen überlegen waren hochverdiente drei Punkte zu Buche. Dennoch ließ das Team von Pele Wollitz erneut zu viele gute Möglichkeiten aus. Nun gilt es beim VfB Auerbach und zu Hause gegen Budissa Bautzen nachzulegen.
| TW | 1 | Alexander Meyer |
| AW | 15 | Malte Karbstein |
| AW | 5 | José-Junior Matuwila |
| AW | 21 | Marc Stein |
| AW | 25 | Marcel Baude |
| AW | 22 | Lasse Schlüter |
| MI | 10 | Fabio Viteritti |
| MI | 5 | Paul Gehrmann |
| MI | 27 | Björn Ziegenbein |
| ST | 23 | Benjamin Förster |
| TW | 31 | Steven Braunsdorf |
| AW | 2 | Francesco Lubsch |
| AW | 4 | Felix Müller |
| AW | 21 | Pierre Le Beau |
| MI | 7 | Janik Mäder |
| MI | 8 | René Weinert |
| MI | 16 | Fabian Raithel |
| MI | 19 | Sebastian Albert |
| MI | 27 | Yves Brinkmann |
| ST | 9 | Andy Trübenbach |
| ST | 10 | Rufat Dadashov |
| TW | 41 | Matti Kamenz |
| AW | 3 | Erich Jeschke |
| AW | 19 | Daniel Svab |
| AW | 2 | Michael-J. Czyborra |
| MI | 28 | Joshua Putze |
| MI | 17 | Lukas Müller |
| ST | 11 | Streli Mamba |
| TW | 1 | Andreas Naumann |
| MI | 6 | Daniel Kaiser |
| ST | 14 | Mathis Böhler |
| MI | 20 | Dusan Crnomut |
| MI | 23 | Michael Rudolph |
| MI | 25 | Eric Lochmann |
| Ergebnisse - 6. Spieltag | ||
|---|---|---|
| FSV Luckenwalde | 1 | |
![]() |
BFC Dynamo | 1 |
| Wacker Nordhausen | 0 | |
| Viktoria Berlin | 5 | |
| Berliner AK | 4 | |
| Budissa Bautzen | 1 | |
| Hertha BSC II | 2 | |
| VfB Auerbach | 0 | |
| FC Oberlausitz | 3 | |
![]() |
FC Schönberg | 0 |
| TSG Neustrelitz | 1 | |
| Carl Zeiss Jena | 4 | |
| Union Fürstenwalde | 1 | |
| SV Babelsberg 03 | 1 | |
| 1. FC Lok Leipzig | 0 | |
| RB Leipzig II | 1 | |

