Viel Aufwand, falsches Ergebnis!
Der FC Energie spielt vor fantastischer Kulisse sein erstes Heimspiel remis. Trotz zahlreicher Chancen mochte den Rot-Weißen der Siegtreffer nicht gelingen. So steht am Ende für Leipzig II ein schmeichelhaftes 0:0.
Furioser Start im Stadion der Freundschaft. Nachdem die Energiefans auf der Norwand eine tolle Choreografie in drei Akten zelebrierten, pfiff das Schiedsrichtergespann pünktlich an. Und es ging gleich gut los. Kevin Weidlich schickt den, für Benjamin Förster aufgebotenen Streli Mamba auf die Reise. Der satte Schuss kam jedoch genau auf den Torhüter der Gäste. Nur eine Minute später brannte es erneut lichterloh im gegnerischen 16er, am Ende des „Gewusels “ konnte der Leipziger Verteidiger den Ball jedoch in höchster Not klären.
Nach einem rüden Foulspiel an Paul Gehrmann am Mittelkreis, kam durchaus etwas mehr „Pfeffer“ in die Partie. Der anschließende Freistoß brachte nichts. Nach gut einer Viertelstunde setzte Marcel Baude im Mittelfeld energisch nach, spielte direkt in die Spitze. Wieder war es Mamba, der frei auf das Gästegehäuse marschieren konnte. Der Aktivposten im Cottbuser Angriffsspiel entschied sich in jener Situation leider für die weniger gute Variante des Torabschlusses. Der Ball landete weit neben dem Tor. Fabio Viteritti war auf der rechten Seite mitgelaufen - das hätte die Führung sein können, wenn nicht müssen. Nur zwei Minuten später war es schon wieder Mamba, der mit einer Direktannahme aus gut 25 Metern den Ball an den Pfosten hämmerte, das war Pech. Der erste gefährliche Standard der Gäste nach 20 Minuten, doch der Zielspieler im Leipziger Angriff stand hauchdünn im Abseits. Direkt im Anschluss kamen die Gäste erneut zu einer Möglichkeit. Nachdem zuvor Marc Stein klar den Ellenbogen ins Gesicht bekam, ließ der Schiedsrichter weiterlaufen, am Ende resultierte daraus glücklicherweise ein harmloser Schuss ins Toraus. Der FC Energie hatte das Geschehen gegen die technisch guten, aber teilweise hart zur Sache gehenden Leipziger stets im Griff und ließ wenig zu. Es gab über weite Strecken nur eine Richtung. Die nächste Direktabnahme, wie sollte es an diesem Tag auch anders sein, setzte Mamba in Mittelstürmerposition auf die Südwand, da war mehr drin.
Das Offensivspiel der Lausitzer war im Vergleich zur Vorwoche beweglicher und flexibel, in einigen entscheidenden Situationen fehlte leider das Auge für den Nebenmann. Nach einer halben Stunde konnte sich Alexander Meyer, das einzige Mal im Spiel auszeichnen. Mit einer sehenswerten Parade, lenkte er einen Fernschuss aus gut 30 Metern souverän über das Tor. Dann wurde es hektisch. Marcel Baude sah nach einem Foul an der Außenlinie die gelbe Karte. Die anschließende „Rudelbildung“ verstand niemand im Stadion der Freundschaft so recht. Frank Eulberg wurde auf die Tribüne verwiesen, auf Gästeseite niemand. Mit einsetzendem Regen war nun Hitze drin, die Stimmung im Rund kochte nahezu über. Kurz vor der Pause war Marc Stein mit einem Kopfball, nach Viteritti-Freistoß, noch einmal gefährlich.
Beim FC Energie gab es keine Wechsel zur Halbzeit, auch die Marschroute blieb gleich. Die Rot-Weißen suchten stets den Vorwärtsgang. Fabio Viteritti verzog knapp am langen Eck (52.). Zwei wunderschöne Angriffe direkt hintereinander. Beide Male über die rechte Seite auf Paul Gehrmann. Dessen Kopfball ging drüber, in der zweiten Situation stand er knapp im Abseits. Auch Philipp Knechtel setzte mit einer Kopfballmöglichkeit nach Ecke ein Zeichen, doch der Ball kam zu zentral direkt in die Arme des starken Benjamin Bellot. Der FC Energie wurde immer druckvoller, wollte das Spiel unbedingt gewinnen.
In der 73. Spielminute war es dann soweit, für Joshua Putze kam Neuzugang Björn Ziegenbein ins Spiel und brachte gleich Schwung aufs Feld. Auch Streli Mamba hatte die nächste Großchance auf dem Fuß, der Ball ging einen Meter neben das kurze Eck (75.). Während im Stadion unter tosendem Applaus die Zuschauerzahl von 5.655 verkündet wurde, scheiterte Ziegenbein mit einem versuchten „Lupfer“ am Gästekeeper. Es war unfassbar, dass auch in der 90 Minute der Ball einfach nicht über die Linie wollte. Bezeichnend war es, dass es erneut der auffälligste Akteur im Energie-Dress, Streli Mamba war, der aus Nahdistanz das Netz nicht zum Wackeln brachte. Am Ende blieb es in einem ansehnlichen und guten Heimspiel leider torlos. Bereits am nächsten Sonntag (14. August | 14:05 Uhr) empfängt der FC Energie Viktoria Berlin zur nächsten Chance auf den ersten Saisonsieg.
| TW | 1 | Alexander Meyer |
| AW | 15 | Malte Karbstein |
| AW | 4 | Philipp Knechtel |
| AW | 21 | Marc Stein |
| AW | 25 | Marcel Baude |
| MI | 20 | Tim Kruse |
| MI | 10 | Fabio Viteritti |
| MI | 5 | Paul Gehrmann |
| MI | 7 | Kevin Weidlich |
| ST | 23 | Benjamin Förster |
| TW | 33 | Benjamin Bellot |
| AW | 4 | Sören Reddemann |
| AW | 11 | Hannes Mietzelfeld |
| AW | 17 | Anthony Barylla |
| AW | 18 | Alexander Vogel |
| MI | 5 | Henrik Ernst |
| MI | 12 | Fridolin Wagner |
| MI | 14 | Alexander Siebeck |
| MI | 20 | Felix Beiersdorf |
| MI | 24 | John-Patrick Strauß |
| ST | 8 | Federico Palacios Martínez |
| TW | 43 | Avdo Spahic |
| AW | 2 | Michael-Junior Czyborra |
| AW | 3 | Erich Jeschke |
| AW | 5 | José-Junior Matuwila |
| MI | 17 | Lukas Müller |
| MI | 27 | Björn Ziegenbein |
| ST | 8 | Tom Nattermann |
| TW | 22 | Florian Sowade |
| MI | 10 | Marcel Becher |
| ST | 7 | Timo Mauer |
| ST | 9 | Joshua Endres |
| ST | 19 | Dominik Martinovic |
| Ergebnisse - 2. Spieltag | ||
|---|---|---|
| TSG Neustrelitz | 1 | |
![]() |
BFC Dynamo | 4 |
| Wacker Nordhausen | 1 | |
| FC Oberlausitz | 0 | |
| Berliner AK | 1 | |
| Viktoria Berlin | 1 | |
| Carl Zeiss Jena | 2 | |
| VfB Auerbach | 0 | |
| Budissa Bautzen | 1 | |
| SV Babelsberg 03 | 2 | |
| FSV Luckenwalde | 0 | |
| 1. FC Lok Leipzig | 3 | |
| Union Fürstenwalde | 0 | |
| ZFC Meuselwitz | 0 | |
| Hertha BSC II | 3 | |
![]() |
FC Schönberg | 1 |

