Selbst geschlagen
Zum Abschluss der ersten „englischen Woche“ stand das Duell zweier Teams an, die zuvor beide Spiele für sich entscheiden konnten. Beim spielstarken SC Verl veränderte der FC Energie vor 2.851 Zuschauern das zuletzt erfolgreiche 4-4-2-System mit einer Raute nicht, doch das Personal änderte sich im Vergleich zu den anderen Partien. So standen Anderson Lucoqui und Lukas Michelbrink erstmals in der Anfangsformation, King Manu rückte nach der Pause gegen Aue wieder in die Innenverteidigung und Erik Engelhardt stürmte mit Ted Tattermusch an seiner Seite.
Die Hausherren kamen zunächst besser in die Partie und hatten über Mhamdi die erste Möglichkeit, wobei der ball neben dem Pfosten landete. Marius Funk war zudem noch dran (4.). Es war in dieser Anfangsphase enorm viel Tempo im Spiel und es ging rauf und runter. Als Henry Rorig über die Außenbahn marschierte, waren auch unsere Jungs das erste Mal im Strafraum des SC Verl unterwegs, doch Tolcay Cigerci konnte die Hereingabe nicht verwerten. Nur Augenblicke später war Axel Borgmann vollkommen frei in Schussposition, zog scharf ab, jedoch zu zentral. Verls Torhüter Schulze parierte das Leder zur Seite weg (11.).
Die Gastgeber zeigten ihre ligaweit bekannte spielerische Klasse, aber auch der FC Energie wusste, zumeist über den agilen Henry Rorig, wo der Weg nach vorne lang führte und kam zusehends besser ins Spiel. Ein Kopfball von Ted Tattermusch war harmlos (27.). Dann gab es eine Weile etwas Leerlauf mit leichten Vorteilen für die Hausherren. Zum Ende der ersten Halbzeit nahm die Partie dann nochmal richtig Fahrt auf. Erst kam der SC Verl sehr gefährlich vor das Energie-Tor, wobei Mhamdi den Ball über das Gehäuse von Marius Funk setzte und mit dem Pausenpfiff tat es ihm Tolcay Cigerci auf der anderen Seite gleich. Auch hier segelte die „Pille“ aus wenigen Metern über das Tor. Pause.
Es kamen Timmy Thiele und Moritz Hannemann für Ted Tattermusch und Andy Lucoqui rein. Im Angriff wurde somit Eins zu Eins ersetzt und Kapitän Axel Borgmann rückte nach links hinten, da sich Moritz Hannemann ins linke Mittelfeld orientierte. Es dauerte einige Minuten bis der FC Energie wieder den Weg in die Offensive fand, doch dann spielten sie einmal ganz klug und überlegt um den Strafraum herum. Am Ende einer fast Powerplay ähnlichen Situation legte Timmy Thiele auf Erik Engelhardt rüber, der eiskalt zur Führung traf (58.). Mit dieser Führung im Rücken spielten unsere Jungs nun energisch auf und rissen das Spiel an sich. Als Axel Borgmann flankte und Tolcay Cigerci köpfte, da fehlte nicht viel zum 0:2 (63:). Nach der folgenden Ecke hatte nochmal Axel Borgmann die Schussmöglichkeit, doch beim Keeper war Endstation.
Auf einen Schlenzer von Tolcay Cigerci folgte ein Fernschuss von Henry Rorig und als der Ball durch Moritz Hannemann im Tor wackelte, war dieser vor dem Pass durch Thiele leider schon im Aus (69.). Die Gastgeber hatten dreimal gewechselt und unter anderen auch Onouha gebracht. Obwohl der FC Energie eigentlich alle sim Griff hatte, schlich sich nach einem Eckball Unordnung ein und Onouha stand genau richtig und traf zum 1:1-Ausgleich. Jetzt kam der SC Verl immer stärker auf und nur zwei Minuten später war es erneut der Torschütze, der auch das 2:1 erzielen konnte. Ein sehr bitterer Doppelschlag (79./81.), der durch die gelb-rote Karte für Nyamekye Awortwie-Grant noch gesteigert wurde (83.).
Nun wurde es naturgemäß verdammt schwer. Der FC Energie brachte mit Justin Butler und Jannis Boziaris nochmal frische Kräfte rein und eine Unterzahl merkte man dem Spiel nicht an. Es reichte trotz großem Engagement nicht mehr zu einem Torerfolg und so ging es ohne Punkte zurück nach Hause. Festzuhalten bleibt, dass sich unser Team selbst geschlagen und um den Lohn gebracht hat, weil sie das zweite Tor nicht schossen und in zwei Minuten alles hergaben. Schon am Freitag geht es zu Hause gegen den VfB Stuttgart II weiter. Eintrittskarten gibt es hier.
| TW | 1 | Philipp Schulze |
| AW | 20 | Qualid Mhamdi |
| AW | 5 | Martin Ens |
| AW | 34 | Fynn Otto |
| AW | 19 | Niko Kijewski |
| MI | 30 | Timur Gayret |
| MI | 10 | Berkan Taz |
| MI | 8 | Dennis Waidner |
| MI | 28 | Yari Otto |
| ST | 11 | Dominik Steczyk |
| ST | 23 | Alessio Besio |
| TW | 33 | Marius Funk |
| AW | 3 | Henry Rorig |
| AW | 23 | Nyamekye Awortwie-Grant |
| AW | 2 | King Manu |
| AW | 24 | Anderson Lucoqui |
| MI | 5 | Dominik Pelivan |
| MI | 8 | Lukas Michelbrink |
| MI | 20 | Axel Borgmann |
| MI | 10 | Tolcay Cigerci |
| ST | 18 | Erik Engelhardt |
| ST | 25 | Ted Tattermusch |
| TW | 32 | Fabian Pekruhl |
| AW | 3 | Ethan Kohler |
| AW | 14 | Paul Lehmann |
| AW | 21 | Tobias Knost |
| AW | 24 | Michel Stöcker |
| MI | 9 | Jonas Arweiler |
| MI | 7 | Julian Stark |
| ST | 6 | Joshua Eze |
| ST | 27 | Chilohem Onuoha |
| TW | 1 | Alexander Sebald |
| AW | 4 | Tim Campulka |
| AW | 27 | Dennis Slamar |
| MI | 17 | Can Moustfa |
| MI | 19 | Jannis Boziaris |
| MI | 36 | Janis Juckel |
| ST | 7 | Timmy Thiele |
| ST | 11 | Moritz Hannemann |
| ST | 31 | Justin Butler |