
Last-Minute-Sieg im Spitzenspiel
Es war das deklarierte Top-Spiel dieser 3. Liga, als am 17. Spieltag der Aufsteiger und Tabellenführer MSV Duisburg zu uns nach Cottbus reiste. Über zehn Jahre war das letzte Aufeinandertreffen dieser beiden Teams her und so zog es am Nikolaustag 13.114 Zuschauer ins LEAG Energie Stadion, um dieser Partie live beizuwohnen. Personell musste der FC Energie einiges umbauen, da mit King Manu und Nyamekye Awortwie-Grant gleich zwei Stammkräfte aus der Innenverteidigung fehlten. Auch Henry Rorig musste noch passen und so schickte Cheftrainer Pele Wollitz zwangsläufig eine veränderte Mannschaft im bewährten 4-3-3-System auf das Feld.
Umrahmt von einer Choreografie auf der Nordwand ging es pünktlich los und der FC Energie kam gut in die Partie. Die rot-weißen Kicker hatten oft den Ball und spielten aktiv nach vorne. So dauerte es nur fünf Minuten, bis Tolcay Cigerci die erste Möglichkeit für sich verbuchen konnte. Mit seinem schwächeren rechten Fuß schloss er ab und MSV-Keeper Braune klärte gerade so noch zum Eckball. Das sah gut aus und als der FC Energie mal so richtig Tempo ins Spiel bekam, da fiel direkt das 1:0. Erik Engelhardt verwertete den von Merveille Biankadi gespielten Pass in den Lauf (11.). Knallhart und trocken ins kurze Eck zur frühen Führung. Der FC Energie war das deutlich bessere Team und hatte durch Axel Borgmann die große Chance, um auf 2:0 zu stellen. Als der Kapitän die Kopfballablage von Tolcay Cigerci direkt auf den Kasten zog, ging der Volleyschuss knapp über das Tor (23.).
Defensiv sah das richtig gut aus und vorne gab es immer wieder Räume, die der FC Energie bespielen konnte. Merveille Biankadi zog mal ab von der Strafraumgrenze, doch sein flach gezogener Ball war letztlich kein Problem für den Torhüter (32.). Nochmal der agile Merveille Biankadi, der kurz vor dem Pausenpfiff in aussichtsreicher Position auftauchte und verzog (43.). So ging es mit der verdienten Führung in die Kabine.
Die zweite Halbzeit begann direkt mit viel Bewegung und dem omnipräsenten Merveille Biankadi. Zuvor hatte er noch kein Abschlussglück, aber jetzt nahm er dem Gegner am Strafraum den Ball vom Fuß und schloss anschließend eiskalt ab. Das 2:0 nach nur wenigen Augenblicken (47.) in Durchgang zwei. Ein Schuss von Tolcay Cigerci landete ein den Armen des Duisburger Schlussmannes (52.). Und dann? Was war das für ein Spielzug des FC Energie: als Tolcay Cigerci den Ball am eigenen Strafraum mit dem Kopf auf Biankadi spielte, dieser zu Engelhardt ablegte und das Spielgerät wieder bei Cigerci landet, kam Biankadi nochmal zum Abschluss. Eine starke Reaktion von Braune verhinderte das 3:0 (57.).
Nach ziemlich genau einer Stunde waren erstmals auch die Duisburger im Cottbuser Strafraum. Und das mal so richtig gefährlich, so dass dies der Anschlusstreffer hätte sein können. Gleich mehrere Abwehrspieler des FC Energie warfen sich in die Bälle und kurz darauf gleich nochmal. Wieder wurde gemeinschaftlich in höchster Not geklärt. Timmy Thiele und Justin Butler kamen auf Seiten des FC Energie, Tim Heike beim MSV ins Spiel. Die Gäste wurden nun besser und hatten in der Folge einige Abschlüsse, die glücklicherweise stets das Ziel verfehlten. Als Timmy Thiele allein auf das gegnerische Tor zu rannte, jubelten schon einige Energiefans voreilig. Er erzielte sein so ersehntes erstes Saisontor nicht und auch dieser Ball strich knapp am Pfosten vorbei (78.).
Praktisch im Gegenzug war der Ball dann im Tor, doch es war es ein Cottbuser. Ein Eigentor von Simon Straudi zum 2:1 (80.). Nun war dieses Spiel wieder offen und die „Zebras“ witterten, vorzugsweise mit langen Bällen. Einer jener langen Bälle fand in Dittgen seinen Abnehmer, der per Volley den 2:2-Ausgleich markierte (89.). Eine gefühlte Schockstarre im Stadion kurz vor Ende der regulären Spielzeit und es waren noch fünf Minuten zu spielen. Beide Mannschaften wollten den Sieg und hauten nochmal alles raus. Timmy Thiele erlief einen Steilpass, flankte in die Mitte und am Ende dieser Szene legte Axel Borgmann auf Tolcay Cigerci ab. "Tolli" sah, dass der Torhüter etwas zu weit aus dem Kasten herausgeeilt war und lupfte die Kugel zum Siegtor in die Maschen.
Das 3:2 (95.) und der Abpfiff folgte kurz darauf. Ein Wahnsinnsspiel und große Freude und Emotionen im weiten Viereck. Allen einen schönen 2. Advent!
| TW | 33 | Marius Funk |
| AW | 44 | Simon Straudi |
| AW | 4 | Tim Campulka |
| MI | 5 | Dominik Pelivan |
| AW | 21 | Leon Guwara |
| MI | 20 | Axel Borgmann |
| MI | 8 | Lukas Michelbrink |
| MI | 10 | Tolcay Cigerci |
| ST | 11 | Moritz Hannemann |
| ST | 18 | Erik Engelhardt |
| ST | 37 | Merveille Biankadi |
| TW | 1 | Maximilian Braune |
| AW | 27 | Can Coskun |
| AW | 5 | Tobias Fleckstein |
| AW | 42 | Alexander Hahn |
| AW | 17 | Mert Göckan |
| MI | 6 | Rasim Bulic |
| MI | 19 | Leon Müller |
| MI | 37 | Patrick Sussek |
| MI | 10 | Christian Viet |
| MI | 14 | Connor Noß |
| ST | 18 | Steffen Meuer |
| TW | 1 | Alexandre Sebald |
| AW | 15 | Dennis Duah |
| AW | 24 | Anderson L;ucoqui |
| AW | 27 | Dennis Slamar |
| MI | 19 | Jannis Boziaris |
| MI | 32 | Finn Heidrich |
| ST | 7 | Timmy Thiele |
| ST | 25 | Ted Tattermusch |
| ST | 31 | Justin Butler |
| TW | 24 | Julius Paris |
| AW | 20 | Niklas Jessen |
| AW | 40 | Ben Schlicke |
| MI | 28 | Florian Egerer |
| MI | 33 | Jesse Edem Tugbenyo |
| MI | 40 | Gabriel Eric Sadlek |
| ST | 9 | Tim Heike |
| ST | 11 | Maximilian Dittgen |
| ST | 22 | Thilo Töpken |