
Unfassbar effektiv
Nach dem furiosen 5:0-Heimerfolg gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart führte die Reise unsere rot-weißen Kicker zum „Ostduell“ an die Ostseeküste. Beim F.C. Hansa Rostock war Tolcay Cigerci, dessen Nachwuchs noch nicht das Licht der Welt erblickt hat, dabei und Nyamekye Awortwie-Grant kehrte nach seiner Sperre zurück. Systematisch änderte sich nichts und so ließ Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz erneut mit einem 4-4-2-System agieren, bei dem Erik Engelhardt und Timmy Thiele das Angriffsduo bildeten. Schließlich hatte diese Kombination auch am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison sehr gut funktioniert. So war möglicherweise der Gedankengang.
Unter den Lampen des neuen Flutlichts ging es dann also ins Spiel mit 25.733 besetzten Ostseestadion. Es dauerte nur wenige Augenblicke, als ein Rückpass von Moritz Hannemann zu kurz geriet und genau im Lauf von Harenbrock landete, der am Ende nicht platziert genug abschloss und der Ball lag in den Armen von Marius Funk. Nur unwesentlich später waren es erneut die Hausherren im Energie-Strafraum und dieses Mal ging das Leder neben das Tor (3.). Danach war erstmal Zwangspause, denn der Rauch aus der Hansakurve zog über das gesamte Spielfeld und nur langsam aus dem Stadion. Nach etwa acht Minuten Unterbrechung ging es weiter und nun waren unsere Jungs zwar etwas besser in der Partie drin, doch in der Offensive war nichts vom FC Energie zu sehen. Einen Freistoß der Hanseaten verpassten alle in der Box befindlichen Akteure sowohl in Blau als auch in Rot und Weiß (27.).
Dann gab es den ersten Eckball für den FC Energie und wenn aus dem Spiel heraus nicht viel geht, dann kann auch ein Standard etwas bewirken. Die Ball flog nach der ersten Abwehraktion direkt zu Lukas Michelbrink, der nicht lange zögerte und direkt abzog. Moritz Hannemann stand im Gewühl bestens postiert und lenkte den Ball per Hacke gekonnt ins Tor ab. Die 1:0-Führung für den FC Energie (36.). Es dauerte allerdings nicht sonderlich lange, dann glich der F.C. Hansa zum 1:1 aus. Naderi hatte aus spitzem Winkel abgezogen und der Ball rutschte Marius Funk durch die „Hosenträger“ (42.). Passiert. Jetzt galt es dagegenzuhalten. Vor allem da es noch zehn Minuten Nachspielzeit gab, doch wir ließen nichts mehr zu, hatten aber auch im Angriff keine nennenswerte Aktionen mehr. Halbzeitpause.
Aus der Pause kam der FC Energie zunächst ganz gut. An einen Knaller von Kapitän Axel Borgmann bekam Hansa-Keeper Uphoff gerade noch die Hände dran (48.). Beim Schlenzer von Krauß musste Marius Funk nicht eingreifen (50.). Als Fatkic aber querlegte, klärte Nyamekye Awortwie-Grant in höchster Not, nach der folgenden Ecke war Marius Funk auf der Linie präsent und auch kurz darauf lenkte er den Ball über die Latte. Das waren vier Chancen für Rostock innerhalb weniger Augenblicke. Der FC Energie wechselte Justin Butler und Can Moustfa für Timmy Thiele und Moritz Hannemann ein und stellte das System auf 4-3-3 um. Noch in dieser Phase musste Marius Funk erneut eingreifen und blieb auch hier der Sieger (64.).
Hansa war ziemlich am Drücker und wollte unbedingt das zweite Tor, doch der Treffer fiel für uns. Can Moustfa machte das herausragend, passte perfekt in die Mitte, wo Erik Engelhardt das Spielgerät mit links ins Netz beförderte (71.). Sicher schmeichelhaft, aber extrem effektiv. Dem FC Hansa ging diese Effektivität komplett ab, denn auch Schuster scheiterte komplett freistehend am starken Marius Funk (75.). Hansa rannte an, Energie konterte! Tolcay Cigerci hatte die Chance zum 1:3, doch Uphoff war beim abgefälschten Versuch sicher zur Stelle (88.). Aus einem dieser Konter, als Justin Butler das super machte und zu Axel Borgmann spielte, sah der den freistehenden Can Moustfa auf der linken Außenbahn. Der Youngster machte eiskalt den Deckel drauf. Das 1:3 (93.) und Ende!
Zuvor debütierte Merveille Biankadi und hatte mit seinem ersten Ballkontakt sogar die Chance auf ein Tor. Letztlich nahmen unsere Jungs die drei Punkte mit nach Cottbus und schon am Samstagnachmittag geht es im Heimspiel gegen Alemannia Aachen. Eintrittskarten für das Spiel gibt es hier.
| TW | 1 | Benjamin Uphoff |
| AW | 17 | Florian Carstens |
| AW | 23 | Franz Pfanne |
| AW | 8 | Cedric Harenbrock |
| MI | 7 | Nico Neidhardt |
| MI | 5 | Marco Schuster |
| MI | 4 | Kenan Fatkic |
| MI | 33 | Viktor Bergh |
| MI | 42 | Benno Dietze |
| MI | 35 | Maximilian Krauß |
| ST | 20 | Ryan Don Naderi |
| TW | 33 | Marius Funk |
| AW | 3 | Henry Rorig |
| AW | 23 | Nyamekye Awortwie-Grant |
| AW | 2 | King Manu |
| MI | 20 | Axel Borgmann |
| MI | 5 | Dominik Pelivan |
| ST | 11 | Moritz Hannemann |
| MI | 8 | Lukas Michelbrink |
| MI | 10 | Tolcay Cigerci |
| ST | 18 | Erik Engelhardt |
| ST | 7 | Timmy Thiele |
| TW | 30 | Max Hagemoser |
| AW | 19 | Jan Mejdr |
| MI | 10 | Paul Stock |
| AW | 22 | Leon Reichardt |
| MI | 6 | Jonas Dirkner |
| MI | 44 | Tim Krohn |
| ST | 9 | Andreas Voglsammer |
| ST | 11 | Emil Frost Holten |
| ST | 36 | Fiete Bock |
| TW | 1 | Alexander Sebald |
| AW | 4 | Tim Campulka |
| AW | 24 | Anderson Lucoqui |
| AW | 44 | Simon Straudi |
| MI | 17 | Can Moustfa |
| MI | 19 | Jannis Boziaris |
| MI | 37 | Merveille Biankadi |
| ST | 25 | Ted Tattermsuch |
| ST | 31 | Justin Butler |