Eine perfekte "englische Woche"
Am zehnten Spieltag, damit dem Abschluss der zweiten „englischen Woche“ dieser Spielzeit, gastierte die Alemannia aus Aachen bei uns im LEAG Energie Stadion. Die Jungs aus der "Kaiserstadt" rotierten in ihrem Team ebenso wie Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz beim FC Energie, denn diese Wochen kosten Kraft. Beim FC Energie begann Ted Tattermusch für Timmy Thiele, Anderson Lucoqui rutschte wieder nach links hinten und Jannis Boziaris übernahm die „Zehnerposition“. Der frischgebackene Papa Tolcay Cigerci hätte durch dieses freudigen Ereignisses, das Spiel auf Geheiß des Trainers durchaus aussetzen dürfen, doch das wollte er nicht. Er kam auf der rechten Achterposition zum Einsatz. Auch an dieser Stelle noch einmal die allerherzlichsten Glückwünsche an die Familie. Dann konnte es vor 11.469 Zuschauern im verregneten Cottbus losgehen.
Der Spielbeginn war ziemlich unruhig und durchwachsen. Hatte in den ersten zwei, drei Minuten der FC Energie durchaus ansehnliche Akzente zu bieten, so hatte Aachen drei Eckbälle, die harmlos waren, binnen kurzer Zeit und eine Großchance durch Gindorf. Diese ging knapp am Pfosten vorbei (7.). Es war zuweilen kein wirklich gutes Spiel mit wenig Spielfluss, allerdings ein umkämpftes mit vielen Zweikämpfen. Und dann entschied zur Verwunderung nahezu aller, die es besser gesehen hatten, der Schiedsrichter auf Strafstoß für Alemannia Aachen. Gindorf verwandelte zum 0:1 (14.). Dann flankte Jannis Boziaris einmal sehr gefährlich in den Strafraum und letztlich war es ein Aachener Verteidiger, der den Ball knapp neben das Tor köpfte (19.).
Dann wurde Erik Engelhardt beim Schussversuch von den Beinen geholt und aus gut 18 Metern trat Tolcay Cigerci an. Der erste Schuss landete noch in der Mauer und über King Manu kam „Tolli“ nochmals an die Kugel und schlenzte sie gefühlvoll ins lange Eck. Das 1:1 durch den „Papa“! Diese Freude währte leider nicht lange, denn Nyamekye Awortwie-Grant erwischte eine Hereingabe von der linken Seite nicht. Dadurch stand Schroers plötzlich frei vor Marius Funk und schob zum 1:2 ein (25.). Erneut der Rückstand. Nach Flanke von Axel Borgmann nahm Boziaris das Leder direkt aus der Luft. Der Aufsetzer zwang Aachen-Keeper Olschowsky zu einer Glanzparade (29.). Ein als Flanke gedachter Schuss von Andy Lucoqui senkte sich immer mehr und landete letzten Endes auf dem Tornetz (34.).
Der FC Energie war zwar bemüht, warf sich rein, doch die Gäste aus der „Kaiserstadt“ machten immer wieder die Räume eng und es unseren Rot-Weißen somit schwer. In die gefährlichen Räume kamen wir kaum. Und so ging es mit diesem Rückstand in die Pause. Doppelwechsel auf Seiten des FC Energie. Es kamen Justin Butler und Can Moustfa für Ted Tattermusch und Andy Lucoqui rein. Die erste Chance der zweiten Hälfte hatten erneut die Gäste. Als Schroers auf Elekwa passte, klärte King Manu in allerhöchster Not und verhinderte so das 1:3 (51.). Wenig später wurde King Manu klar von Elekwa gehalten, die Pfeife blieb wiederholt stumm und so stand dieser plötzlich frei vor Marius Funk. Dieses Mal bewahrte uns der Innenpfosten vor dem Gegentreffer, denn der Ball sprang von dort aus heraus dem Tor heraus (54.).
Nach einem Eckball von Boziaris wurde der Ball von Erik Engelhardt verlängert, doch ein Aachener klärte deutlich vor der Linie (60.). Timmy Thiele kam für Jannis Boziaris ins Spiel. Jetzt war der FC Energie wieder aktiver, hatte mehr vom Spiel und das zahlte sich schnell aus. Als Axel Borgmann flankte, konnte der Torhüter den Schuss von Tolcay Cigerci noch parieren, doch der abgewehrte Ball landete bei Henry Rorig. Der schloss nicht ab, sondern legte auf Erik Engelhardt ab und der traf zum 2:2-Ausgleich. Das Stadion war wieder nun wieder da und beflügelte das Team. Sie rannten unter Applaus an und dann kam Justin Butler im Strafraum zu Fall. Auch hier gab es Elfmeter und Tolcay Cigerci verwandelte wie gewohnt sicher zum 3:2 (72.).
Nun waren die Vorzeichen plötzlich wieder gänzlich andere und auch das Spiel hatte nun eine Wendung genommen. Aachen war zwar weiterhin gefährlich, doch der Doppelschlag zeigte Wirkung. Die Präsenz der Energie-Mannschaft war fortan eine ganz andere. Es gab zudem noch Räume zum Kontern. Der eine oder andere dieser Konter hätte auch zum 4:2 taugen können, doch sowohl Timmy Thiele als auch Can Moustfa gelang kein weiteres Tor. Am Ende stand ein ebenso glücklicher, wie schöner Dreier zu Buche und der FC Energie beendet damit die „englische Woche“ mit neun Punkten und klettert vor der Länderspielpause auf den zweiten Tabellenplatz.
| TW | 33 | Marius Funk |
| AW | 3 | Henry Rorig |
| AW | 23 | Nyamekye Awortwie-Grant |
| AW | 2 | King Manu |
| AW | 24 | Anderson Lucoqui |
| MI | 5 | Dominik Pelivan |
| MI | 10 | Tolcay Cigerci |
| MI | 20 | Axel Borgmann |
| MI | 19 | Jannis Boziaris |
| ST | 18 | Erik Engelhardt |
| ST | 25 | Ted Tattermusch |
| TW | 1 | Jan Olschowsky |
| AW | 4 | Felix Meyer |
| AW | 5 | Sasa Strujic |
| AW | 37 | Joel da Silva Kiala |
| MI | 33 | Marius Wegmann |
| MI | 36 | Faton Ademi |
| MI | 8 | Bentley Baxter Bahn |
| MI | 19 | Joel da Silva Kiala |
| ST | 27 | Mika Schroers |
| ST | 23 | Lars Gindorf |
| ST | 14 | Emmanuel Elekwa |
| TW | 1 | Alerxander Sebald |
| AW | 4 | Tim Campulka |
| AW | 44 | Simon Straudi |
| MI | 8 | Lukas Michelbrinbk |
| MI | 11 | Moritz Hannemann |
| MI | 17 | Can Moustfa |
| ST | 7 | Timmy Thiele |
| ST | 31 | Justin Butler |
| ST | 37 | Merveile Biankadi |
| TW | 22 | Tom Hendriks |
| AW | 25 | Lamar Yarbrough |
| AW | 29 | Pierre Nadjombe |
| MI | 7 | Lukas Scepanik |
| MI | 20 | Marc Richter |
| MI | 30 | Nils Winter |
| ST | 9 | Valmir Sulejmani |
| ST | 18 | Kwasi Wriedt |
| ST | 44 | Niklas Castelle |