Wild, verrückt, Energie Cottbus
Der vierte Spieltag führte unsere Jungs in die „Autostadt“ zum Bundesligaabsteiger VfL Wolfsburg. Eine Partie, die von den Voraussetzungen her kaum gegensätzlicher sein könnte. Und genau dafür hatte sich das Trainerteam des FC Energie etwas überlegt und trat mit der einen oder anderen Überraschung in der Startelf an. Henry Rorig und Justin Butler bildeten die offensiven Außenbahnspieler und flankierten Lucas Copado in der Spitze. Die mit knapp 22.000 Zuschauern besetzte Volkswagen Arena war stimmungstechnisch zumindest fest in der Hand der rund 4.000 Energiefans.
Auf ins Spiel und das begann denkbar schlecht. Nach einer Flanke kam Glatzel zum Kopfball, doch erst danach rempelt Marcel Lotka ihn an und plötzlich pfiff der Schiedsrichter Elfmeter. Kein Grund für ein Veto des VAR. Glatzel trat selbst an und traf zum 1:0 (4.). Der Rückstand, obwohl unsere Mannschaft besser drin war und mit zwei Fernschüssen erste gefährliche Aktionen hatte. Allgemein sah das überaus gut aus, doch Bernhardsson hätte fast auf 2:0 gestellt, als er den Ball an den Pfosten drehte (20.).
Souza machte es nach Steckpass von Reese bei einem Konter dann besser, schoss den Ball so, dass er den Pfosten nur touchierte. Leider von innen zum 2:0 (25.). Erneut ein Konter des VfL über Reese: Marcel Lotka parierte glänzend (27.). Lukas Michelbrinks Versuch wurde geblockt (29.) und Henry Rorigs Kopfball hatte zu wenig Druck (30.). Das Tor fiel nach einem Fehler wieder auf der anderen Seite. Glatzel lupfte den Ball ins Tor (35.).
In der vorletzten Minute der offiziellen Spielzeit dann die riesengroße Möglichkeit zum Anschlusstreffer, doch Lukas Michelbrink, Lucas Copado und letzten Endes auch Axel Borgmann brachten den Ball nicht im Ziel unter. Es gab vier Minuten Zugabe. Als Tolcay Cigerci nach einem Pass von Lukas Michelbrink nur den Pfosten traf und der Ball quer wegsprang, gab es endlich etwas Ertrag. Luca Erlein beförderte das Leder im Nachschuss zum 3:1-Halbzeitstand ins Tor (45.+4).
Dreifachwechsel auf Energie-Seite und die Jungs kamen erneut mutig aus den Katakomben der Volkswagen Arena. Erst hatte der eingewechselte Christian Kinsombi die Chance zum 3:2, doch Zielinski parierte stark. Im Nachgang der folgenden Ecke, legte Lukas Michelbrink auf King Manu ab, der nicht flankte, sondern mit einem Haken nach innen zog und das kurze Eck anvisierte. Keeper überrumpelt und das 3:2 (48.) "gebucht". Und dann? Fast der Ausgleich, als Axel Borgmann die Hereingabe von Tolly am kurzen Pfosten verlängerte und den Wölfe-Keeper zu einer Glanztat zwang (55.).
Kontrollierte Offensive musste das Mittel sein, um der starken Angriffsabteilung der Hausherren keine Kontergelegenheiten zu bieten. Moritz Hannemann drang in den Strafraum ein und wurde dabei von Souza am Fuß getroffen. So bekam auch der FC Energie einen Strafstoß. Tolcay Cigerci trat an und glich gewohnt souverän zum 3:3 aus (67.). Anschließend ersetzte Dominik Pelivan Leonardo Bittencourt und Dmytro Bogdanov hatte den vierten Treffer auf dem Fuß (69.).
Allerdings hatten auch die "Wölfe" noch etwas im Köcher und so hielt Marcel Lotka gegen Damar überragend (73.) und danach war die Querlatte bei Reeses Schlenzer auf der Seite unserer Jungs (74.). Kurz darauf hatte der eingewechselt Svanberg in der Zentrale viel zu viel Platz, zog ab und die Hacke von King Manu fälschte den Ball so ab, dass Marcel Lotka keinerlei Chance hatte. Das so bittere 4:3 (79.). Es ging in der Schlussphase so ziemlich wild hin und her, und unsere Jungs machten einfach immer weiter. Das sollte belohnt werden, denn Mitia Bogdanov rutschte in den Querpass von Christian Kinsombi zum umjubelten 4:4 (91.)! Einen Eckball stand uns der Schiedsrichter nicht mehr zu, worüber sich alle inklusive Daniel Ziebig echauffierten. Unser Co-Trainer sah dafür nach Spielschluss die rote Karte.
Was für ein Spiel? Was für Emotionen? Und am Ende nehmen wir einen hochverdienten Punkt mit zurück in die Lausitz. Der Rausch geht weiter. Auf gehts in den "Wildpark" zum Karlsruher SC am kommenden Sonntag.
| TW | 30 | Jakub Zielinski |
| AW | 21 | Joakim Maehle |
| AW | 22 | Mathys Angély |
| AW | 6 | Hauke Wahl |
| AW | 2 | Kilian Fischer |
| MI | 5 | Vinicius Souza |
| MI | 27 | Maximilian Arnold |
| MI | 37 | Elvis Rexhbecaj |
| ST | 11 | Fabian Reese |
| ST | 17 | Alexander Olaf Bernhardsson |
| ST | 19 | Robert Glatzel |
| TW | 1 | Marcel Lotka |
| AW | 21 | Luca Erlein |
| AW | 2 | King Manu |
| AW | 23 | Fousseny Doumbia |
| MI | 20 | Axel Borgmann |
| MI | 32 | Leonardo Bittencourt |
| MI | 8 | Lukas Michelbrink |
| MI | 10 | Tolcay Cigerci |
| AW | 3 | Henry Rorig |
| ST | 9 | Lucas Copado |
| ST | 31 | Justin Butler |
| TW | 12 | Pavao Pervan |
| AW | 18 | Jonas Adjetey |
| AW | 33 | Cleiton |
| MI | 14 | Pharell Hensel |
| MI | 20 | Muhammed Damar |
| MI | 31 | Yannik Gerhardt |
| MI | 32 | Mattias Svanberg |
| ST | 7 | Kento Shiogai |
| ST | 23 | Alessio Besio |
| TW | 29 | Kevin Kratzsch |
| AW | 4 | Tim Campulka |
| AW | 16 | Ryan Malone |
| AW | 42 | Jannis Zaydan |
| MI | 5 | Dominik Pelivan |
| MI | 19 | Jannis Boziaris |
| ST | 7 | Christian Kinsombi |
| ST | 11 | Moritz Hannemann |
| ST | 13 | Dmytro Bogdanov |
| Hannover 96 | 2 | |
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Karlsruher SC | 2 |
| Arminia Bielefeld | 2 | |
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FC St. Pauli | 2 |
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1. FC Kaiserslautern | 3 |
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SV Darmstadt 98 | 0 |
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Holstein Kiel | 2 |
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1. FC Nürnberg | 2 |
| SG Dynamo Dresden | 1 | |
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VfL Bochum | 2 |
| Hertha BSC | 2 | |
| 1. FC Magdeburg | 1 | |
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Greuther Fürth | 0 |
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1. FC Heidenheim | 1 |
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VfL Osnabrück | 3 |
| Eintracht Braunschweig | 1 |









