04.04.2019 13:19 | Vor dem "Abstiegsduell" in Jena

Wir brauchen Coolness

Der FC Energie gastiert am Samstag beim direkten Tabellennachbarn FC Carl Zeiss Jena und möchte mit einem Sieg weitere Punkte im Abstiegskampf sammeln und sich zugleich von den Thüringern absetzen. Dass die Mannschaft dabei einen kühlen Kopf bewahren muss weiß auch der Trainer.

"Ich habe weiterhin einen Zettel dabei. Das liegt aber nicht daran, dass es mehr verletzte Spieler geworden sind, sondern daran, dass es so einfacher für mich ist. Stanese und Zickert sind weiterhin im Aufbautraining, auch Kevin Scheidhauer - er hat aber schon Teile des Mannschaftstrainings mitgemacht. Große Fragezeichen stehen aktuell hinter Felix Geisler, der gegen Köln einen "Pferdekuss" bekommen hat. Auch Gjasula hat die Woche ebenfalls nach einem „Pferdekuss“ noch nicht trainiert. Dimitar Rangelov war heute das erste Mal wieder im Training und bei Daniel Bohl ist klar, dass er mit der 5. gelben Karte gesperrt ist und nicht spielen wird. So gehen wir also am Samstag in das nächste Abstiegsduell“, beginnt Claus-Dieter Wollitz und blickt anschließend voraus.

„Wir werden auf einen Gegner treffen, der alles in die Waagschale werfen wird. Das haben sie gegen Uerdingen getan und auch in Aalen. Auch wenn Aalen in dem Spiel mehr Chancen hatte. Wir erwarten einen extrem aggressiven, intensiven und zweikampfstarken Gegner. Wir brauchen Coolness, höchsten Willen und Mentalität, um das Spiel zu gewinnen. Sie haben mit Tietz einen sehr, sehr guten Stürmer aus Paderborn ausgeliehen bekommen. Auch Julian Günther-Schmidt hat eine hohe Qualität, ist aber momentan verletzt. Nach dem Trainerwechsel hatten sie eine sehr gute Phase, haben das erste Spiel bei 1860 München gleich gewonnen. Danach gab es das eine oder andere Unentschieden und die Ergebnisse stimmten nicht mehr so und so stehen sie mit dem Rücken zur Wand.“

Angesprochen auf die Herangehensweise entgegnete Wollitz: „Wir brauchen drei Punkte – wir stehen unter dem Strich. Man weiß nie, was in den nächsten Wochen noch so passiert in dieser Liga. Wenn wir den Klassenerhalt schaffen wollen, dann müssen wir in den 50:50-Spielen die absolute Bereitschaft haben gewinnen zu wollen. Auch mit dem Druck müssen wir umgehen, mit hoher Überzeugung spielen und das auch auf den Rasen bekommen. Wir dürfen aber nicht solche Fehler machen, wie gegen Köln. Wir brauchen Mut und Ordnung. Bruno Labbadia hat es mal treffend gesagt: Abstiegskampf ist kein Vergnügen.“

Die Möglichkeit, dass Tim Kruse den gesperrten Daniel Bohl ersetzen könnte wurde Thema: „Er braucht jetzt Spiele, die nötige Erfahrung hat er. Dass das am letzten Spieltag noch nicht so funktionierte ist ganz normal. Er kam auch in einer Phase ins Spiel, als wir insgesamt nicht so präsent waren. Am Dienstag im Pokal war das sehr gut für ihn zu spielen. Wir sind uns da aber noch nicht sicher, ob er spielen wird oder vielleicht ein anderer. Wenn Gjasula spielen kann, dann gibt es für uns sicher mehr Möglichkeiten auf den Ausfall von Daniel Bohl zu reagieren. Die Entscheidung müssen wir natürlich wie immer vor dem Spiel treffen.“