Weiterkommen. Egal wie!
Am Sonnabend gibt es endlich wieder Fußball für Fans und Mannschaft des FC Energie, denn das Halbfinale im AOK-Landespokal Brandenburg beim FSV Union Fürstenwalde (Anstoß 15:00 Uhr) steht an. Eine Begegnung, die viel Emotion und Spannung verspricht. Claus-Dieter Wollitz setzt die Prioritäten vor dem Spiel ein wenig anders als gewohnt.
Die personelle Situation ist soweit planbar: „Bei Benjamin Förster gibt es keine Veränderungen und der Rest steht soweit zur Verfügung. Tim Kruse hatte zu Wochenbeginn etwas Magenprobleme, musste sich übergeben und hat sich aber zurückgemeldet. Joe Matuwila ging es gestern nicht so gut und Fabio Viteritti hatte leichte Rückenprobleme. Malte Karbstein ist auch wieder zurück im kompletten Mannschaftstraining und somit steht uns eine große Auswahl zur Verfügung.“
„Es ist ein Halbfinale. Es ist Landespokal und es geht für beide Mannschaften um viel. Den finanziellen Aspekt mal ausgeblendet, sehe ich das Emotionale und das wir wieder so etwas erleben wollen wie in dieser Saison gegen Stuttgart. Es ist ein „Lucky-Punch-Spiel“ - ein „KO-Spiel“. Wir wollen ins Finale einziehen und wir wollen den Titel verteidigen. Es gibt keinen Regionalligisten, der das Geld nicht gut gebrauchen kann. Ab Samstag haben wir dann innerhalb von fünf Wochen zehn Spiele und unsere Arbeit ist die tägliche Arbeit und da blicken wir nur auf dieses Spiel“, analysiert der Trainer die Situation vor dem Pokalfight.
Fortführend schlägt der Trainer für ihn eher ungewohnte Worte an: „Es ist der kleinste Platz der Liga, vielleicht der kleinste Platz im gesamten Fußball. In Fürstenwalde ist viel Emotion drin. Immer. Es wird Provokationen geben und deshalb müssen wir hochkonzentriert sein und Ruhe bewahren. Normalerweise ist es mir sehr wichtig, dass wir nicht nur erfolgreich sind, sondern auch die Art wie wir spielen. Das ist dieses Mal anders. Es zählt nur das Weiterkommen. Egal wie!“
„In ihren Heimspielen haben sie bereits acht Elfmeter bekommen. Was sagt uns das? Dass es viele Strafraumszenen gibt aufgrund des kleinen Platzes. Wir sprechen hier von 90, vielleicht 92 Metern in der Länge und 56 Meter Breite. Mit einem Ball aus 20 Metern hinter der Mittellinie bist du sofort im gegnerischen Strafraum. Wenn man dann keine gute Organisation hat, dann kann ein einzelner Ball sehr, sehr gefährlich werden. Deshalb brauchen wir hohe Disziplin und dürfen keine unnötigen Standards zulassen. Im Hinspiel der Liga haben zum Beispiel wir mit drei sehr guten Standards zurückgeschlagen. Zwei Ecken und ein toller Freistoß. Der Weg zum gegnerischen Tor, aber eben auch zum eigenen ist viel kürzer als gewohnt. Deshalb trainieren wir auch schon dank unserer Platzwarte, die uns die Maße so abgekreidet haben, auf ähnlichen Bedingungen. Und das nicht nur zwei Tage lang. Am Ende werden aber Qualität, Emotionalität, Mentalität und Willensstärke entscheidend sein“, ergänzt Wollitz.
„Wir haben ab Samstag in fünf Wochen zehn Spiele zu absolvieren und danach beginnt ja eigentlich erst der „Countdown“. In der Phase, in der man sich normalerweise erholen müsste, geht es dann hoffentlich in die entscheidenden Spiele. Da vertraue ich dann auch auf die Eigenverantwortung meiner Spieler, auf die Breite des Kaders und auch auf das Verständnis jedes Einzelnen, wenn er auch mal nicht spielt. Wir haben 16, 17 Spieler im Team, die wenn sie fit sind auf Top-Niveau spielen können und wir möchten auch weiterhin jedes Spiel gewinnen“, trifft Coach Wollitz klare Aussagen.
