Vorne zwei Prozent mehr und hinten zwei Prozent mehr
Der FC Energie empfängt am Samstag um 14:03 Uhr mit dem SC Fortuna Köln ein Team im Stadion der Freundschaft gegen das ein Heimsieg tatsächlich bereits 20 Jahre zurückliegt. Allerdings gab es die meiste Zeit davon gar keine sportlichen Vergleiche. Die Zielstellung für das immens wichtige Spiel kann ohnenhin nur drei Punkte lauten. So sieht es auch der Chefcoach.
"Großer Zettel, aber da steht nicht viel drauf. Es geht um drei Spieler. Zickert ist im Aufbautraining, musste das aber immer wieder unterbrechen. Das ist sehr, sehr schade für den jungen und uns. Ich habe da auch mit dem Fitnesstrainer gesprochen, das macht uns Sorgen. Stanese war dabei und hat aber jetzt einen grippalen Infekt und ansonsten gibt es keine weiteren Informationen, was den Fuß betrifft. Scheidhauer hat die Woche mittrainiert und jetzt Probleme mit dem Rücken und natürlich Maxi Zimmer. Der Rest trainiert, hat trainiert und ist dabei“, so die erfreulichen Nachrichten aus dem „Lazarett“.
Die Ausgangslage sei indes klar: „Über die Wichtigkeit dieses Spiels habe ich am Montag schon gesprochen und am Dienstag dann auch vor der Mannschaft thematisiert. Der Druck ist nicht geringer geworden. Wir haben in den letzten Spielen immer mehr Torchancen gehabt als der Gegner, sogar richtige Topchancen und auch dumme Gegentore bekommen. Am Ende zählt allerdings, was geht oder was geht nicht über die Linie. Wir können nun den Gegner richtig mitreinziehen, obwohl sie auch schon mittendrin sind.“
„Gegen wen wir gewinnen ist eigentlich völlig egal. Wichtig ist, dass die vier bis fünf Siege geholt werden. Interessant ist auch, dass wir vor dem Spiel in Rostock über dem Strich waren und in der Rückrundentabelle auch über dem Strich stehen. Doch in der Gesamttabelle stehen wir darunter. Das sagt auch einiges über diese Liga aus. Im Prinzip kann man sagen, dass wir unser Heimspiel am Samstag gewinnen müssen! Wir haben alle gesehen, dass wir zuletzt sehr, sehr gut gespielt haben. Aber es zählt nur das Ergebnis. Wenn man am 37. oder 38. Spieltag dem Druck standhalten muss, dann kann man das auch am 31. Spieltag. Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Mannschaft die zwei Prozent mehr noch rausholen kann und alles raushauen wird. Dann werden wir nach 90 Minuten sehen, was auf dem Zettel steht. Ich habe die tiefste Überzeugung und das Vertrauen, dass unsere Jungs das richten werden“, ist der Cheftrainer kämpferisch und zuversichtlich.
Unter der Woche gab es mehrere Gespräche mit Führungsspielern: „Wir haben über viele Dinge gesprochen mit Dimitar Rangelov, Gjasu, Kevin Weidlich und Robert Müller. Auch über Grundformationen und Ausrichtung, um gegebenenfalls etwas verändern zu können. Sie sehen das genauso wie ich, dass wir es gemeinsam schaffen werden. Vor allem auch Mitko. Die Qualität, die er auf dem Spielfeld zeigt, diese Qualität nehme ich auch außerhalb des Spielfeldes in Anspruch. Immer auf Augenhöhe.“
„Es zeigt die Heimtabelle in den Ergebnissen zwar nicht, aber wir können hier zu Hause jeden Gegner schlagen. Köln ist aus auswärts sehr stark und sie haben viele Punkte in der Fremde geholt. Wenn wir unsere Qualität auf den Platz bekommen, dann werden wir das Spiel gewinnen. Vorne zwei Prozent mehr und hinten zwei Prozent mehr und dabei das Publikum mitnehmen. Über die Schwere der Aufgabe brauchen wir nicht mehr sprechen. Die Zielstellung heißt Druck ausüben und hohes Tempo gehen, hohe Intensität und Ballzirkulation haben. Wenn wir unsere Chancen bekommen, dann müssen wir sie verwerten“, so der finale Ausblick auf das Heimspiel gerichtet.

