Über die Ziellinie bringen
Vor dem Finale im AOK-Landespokal Brandenburg gab es am Dienstagvormittag auf der Pressekonferenz reichlich Gesprächsbedarf. Personell gibt es vor der Partie gegen den FSV 63 Luckenwalde am Donnerstag um 12:45 Uhr keinen neuen Stand und so stieg Cheftrainer Pele Wollitz ein in die Frage-Antwort Runde: "Alle Mann sind an Bord und diesbezüglich wird es jetzt darauf ankommen für uns die richtige Mischung zu finden, die am Donnerstag das Spiel beginnt und unser Ziel erreichen wird. Ich lasse bewusst das Wort "muss" weg. Es heißt so oft "muss, muss, muss" - das kann auch beklemmen. Etwas erreichen zu wollen kann auch befreien. Das wird ein tolles Spiel, wir haben schon weit über 4.000 Karten verkauft und das Ganze zeigt auch wie dieses Spiel gesehen wird. Über finanzielle Mittel, die es durch den DFB-Pokal gibt möchte ich nicht sprechen. Mir geht es um Stolz, ich wäre stolz in dieser Lostrommel zu sein."
"Man kann davon ausgehen, dass eine Mannschaft, die im Finale steht auch dagegen hält. Wir müssen das Publikum mit Leidenschaft und ehrlichem Fußball auf unsere Seite holen und dann gilt es das Ding über die Ziellinie zu bringen. Ich wüsste nicht warum man hier irgendjemanden unterschätzen sollte, denn wir müssen uns alles hart erarbeiten. Wir sind nicht so gut, wie manche glauben. Aber wir sind dann gut, wenn wir als Mannschaft auftreten", führt der Trainer fort und befasst sich dabei mit dem Kontrahenten.
Nachfragen zu Gedankenspielen eines möglichen Szenarios über 120 Minuten oder gar Elfmeterschießen erteilte Wollitz eine klare Absage: "Ich beschäftige mich nur damit, die bestmögliche Mannschaft aufs Feld zu bringen. Wir haben alle Voraussetzungen dieses Spiel in 90 Minuten zu gewinnen. Wir haben Körper- und Schnelligkeitsvorteile. Schon jetzt kann die Mannschaft zeigen, dass sie richtig Bock hat auf die Saison 2017/2018 hat. Du spielst hier vor vielen tausend Zuschauern und spürst diese Sehnsucht unter den Fans. Diese Sehnsucht kannst Du den Fans mit dem Erreichen des DFB-Pokals geben. Wenn das nicht Ziel und Motivation genug ist, dann haben wir wohl die falschen Spieler. Da ist dann auch Eigenverantwortung gefragt."
"In der zweiten Halbzeit haben wir Prima Ballerina gespielt und das Spiel hergeschenkt mit 50%. Es ist erstaunlich, wie solche Siege auf der andereren Seite manchmal gesehen werden. Ich gönne Ihnen den Sieg, dem Vragel sowieso. Aber es bleibt dabei, wenn wir alles investieren, dann können wir solche Spiele nicht verlieren. Diese Niederlage ist doch genauso wie in Babelsberg, wo es dann heißt, es ginge ja um Nichts mehr. Das ist falsch! Es geht immer um was: um Stolz, um drei Punkte, um die eigene Verantwortung und Anspruch. Was soll ich denn eigentlich den Fans erzählen? Fahrt dort nicht hin, wir geben nicht mehr alles? Nein, das lebe ich nicht vor. Ich gehe jeden Tag verantwortungsvoll zur Arbeit", blickt Claus-Dieter Wollitz auf die zurückliegende Partie in Neugersdorf zurück und zeigt sich auch drei Tage danach wenig amüsiert ob der Leistung seiner Mannschaft und gibt ihr noch eine Botschaft auf den Weg: "Für uns steht im Vordergrund am Donnerstag unseren Fans mit diesem Spiel auch noch einmal Danke zu sagen!"

