Stolz und Bodenhaftung
Dass die Energiefans stolz auf ihre Mannschaft sein können, steht nach der knappen Niederlage im DFB-Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart außer Frage. Erst im Elfmeterschießen entschied sich der „Fußballgott“ gegen das engagiertere und bessere Team. Trainer und Mannschaft bleiben dennoch mit beiden Beinen auf der Erde. Das ist auch notwendig.
Drei Siege in Folge und das vierte Spiel mit einer grandiosen Vorstellung gegen den favorisierten Bundesligisten aus Stuttgart. Eine famose Leistung - es hätte mehrere Gründe gegeben am Sonntagabend in Euphorie zu verfallen, wenn nicht das Ergebnis gewesen wäre. Wer jetzt aber denkt, es geht einfach immer so weiter und im Alltag der Regionalliga Nordost wird nur noch über die höhe des Ergebnisses gesprochen, der irrt gewaltig. Wer meint es würde nur noch halbe Kraft benötigt, für den kann es schnell ein böses Erwachen geben. Soll heißen – alle die es mit dem FC Energie halten sind gut beraten, den Moment zu genießen und stolz zu sein auf das klasse Spiel gegen einen starken Kontrahenten, dabei jedoch nicht die Bodenhaftung zu verlieren.
Im Ligabetrieb darf das Team von Claus-Dieter Wollitz keinen Millimeter nachlassen. Dabei gilt es weiterhin in jedem Spiel ans Limit zu kommen und die eigene Leistung abzurufen. Eine ähnliche Pokalmentalität, wie die unseres Teams, können schließlich auch andere Mannschaften entwickeln. Vorzugsweise in den Spielen gegen den FC Energie. So haben auch die Kicker des VfB Auerbach am kommenden Sonntag wenig zu verlieren, der FCE jedoch die Tabellenführung. Am darauffolgenden Mittwoch ist der FC Energie im AOK-Landespokal Brandenburg beim BSC Preußen Blankenfelde/Mahlow Favorit und nicht Underdog. Die Vorzeichen sind demnach gänzlich andere als zuletzt.
