02.02.2018 14:19 | Scheidhauer und Graudenz mit guten Chancen für den Kader

Schnellstmöglich über die 60 Punkte

Die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel bei der FSV Budissa Bautzen am kommenden Sonntag sind beim FC Energie in vollem Gange. Alle Neuzugänge sind im Training, die Verletzten machen Fortschritte und José-Junior Matuwila muss zu Unrecht pausieren.

„Fangen wir an. Ziegenbein ist klar und Maxi Zimmer ist auf dem Weg der Besserung, da ist der Verlauf sehr gut aber er steht natürlich nicht zur Verfügung. Jonas Zickert hat Probleme mit dem Knie, da müssen wir sehen, ob es reicht. Die „Geisler-Brüder“ machen gute Fortschritte und Matuwila hat meiner Meinung nach zu Unrecht die rote Karte bekommen, wird uns aber dennoch nicht zur Verfügung stehen“, riss Claus-Dieter Wollitz die personelle Situation kurz und bündig ab.

Daran schlossen sich natürlich Fragen zu den Chancen der Neuzugänge an: „Das kann ich nicht 100%ig sagen. Scheidhauer haben wir letzte Woche ja schon mitgenommen, ohne das er ein Vorbereitungsspiel gemacht hatte. Er hat sich am Dienstag gut bewegt und gespielt, auch Graudenz hat gut gespielt. Siebeck hat gestern das erste Mal mittrainiert und bei Rauhut weiß ich auch noch nicht. Also Scheidhauer und Graudenz haben große Chancen im Kader zu sein. Da müssen wir jetzt auch etwas den Spagat schaffen. Das darf und will ich auch nicht. Im Gegenteil, ich will die anderen auch nicht verlieren, nur weil wir neue Spieler geholt haben. Da geht es nicht nur um ein Spiel, sondern um die ganze Rückrunde. Wenn unsere Neuen ihr altes Leistungspotential abrufen, was sie mal hatten und wofür sie alle Voraussetzungen haben, wenn wir sie da hinbekommen gemeinschaftlich, dann werden wir alle davon profitieren.“

Wer den gesperrten José-Junior Matuwila ersetzen wird scheint indes klar: „Das wäre jetzt eine Sensation wenn es nicht Malte Karbstein wäre. Da muss man Malte auch ein Kompliment machen zum Spiel in Leipzig. In der 40 Minuten kalt in ein Spiel zu kommen, insgesamt in einer nicht so einfachen Situation. Im Spiel hatte ich gedacht: Oh Joe, hoffentlich hast Du dir da nicht ein großes Eigentor geschossen, wenn Du eine Tätlichkeit begangen hast, dann ist das die Chance für den anderen Spieler. Wenn man aber die Videoanalyse macht, dann ist Joe Matuwila zu Unrecht bestraft worden , absolut zu Unrecht. Auch die Begründung ist noch unverständlicher. Wenn man im Spiel eine andere Wahrnehmung hatte, die hatte ich auch, dann muss man sich danach korrigieren. Das ist im Sonderbericht nicht geschehen. Da schütze ich auch den Spieler. Jetzt hoffe ich trotzdem, dass Malte den nächsten Schritt geht und seinen Möglichkeit und seinem Talent entsprechend auftritt.“

Auf die Nachfragen zum Tabellenzehnten aus Bautzen entgegnetet Wollitz: „Wir haben den Gegner natürlich beobachtet, auch wenn sie noch kein Pflichtspiel absolviert haben. Es ist aber jetzt nicht so, dass wir die 15 Spiele nicht mehr spielen brauchen und wir rufen nur noch an: Habt ihr Bock oder nicht? So ist es nicht. Wir werden gewissenhaft und fokussiert sein und unser Ziel brauch ich Ihnen auch nicht erklären: Wir wollen schnellstmöglich über die 60 Punkte kommen.“

Wie die Transferaktivitäten begleitet wurden schien interessant zu sein, auch darauf antwortete der Coach ausgiebig: „Bei Graudenz war es so, dass er schon paar Tage mit dabei war und hier vorgespielt hat. Das war jetzt nicht so ein Probetraining, da der Spieler bekannt war. Wir und auch er wollten eben gucken, ob das passen kann. Da glaube ich schon, dass ihm dieses Werk und die Art wie wir hier miteinander umgehen angesprochen hat. Bei Alexander Siebeck war es so, dass er uns bereits in der letzten Saison aufgefallen war. Wie er die junge Mannschaft bei RB Leipzig geführt und in der Art wie er dann Fußball gespielt hat. Da mach ich keinen Hehl daraus, den hätte ich auch gerne im Sommer verpflichtet. Er hat auch in Karlsruhe die ersten Spiele alle gespielt, aber nach dem Trainerwechsel nicht mehr. Für den einen ist das manchmal gut, für den anderen weniger. Dann hat man sich dort dazu entschieden, dass er sich eine neue Herausforderung suchen soll und dann waren wir da. Da denke ich, dass sowohl er von uns als auch wir von ihm überzeugt sind“, erklärt der Trainer und betont zudem: „Es steht keiner Spalier für ihn, das ist aber auch klar. Wenn man gestern das Training gesehen hat, wie die Weidlichs, Viterittis und die anderen trainiert haben. Die haben nochmal richtig einen draufgesetzt. Aber genau das ist es, was wir auch wollen und brauchen. Eine hohe Trainingsqualität.“