Positiver Jahresabschluss
Der FC Energie Cottbus führte am Freitagabend, 9. Oktober auf der Westtribüne im Stadion der Freundschaft seine coronabedingt verspätete ordentliche Mitgliederversammlung im Jahr 2020 durch und begrüßte dazu 355 anwesende Mitglieder. Auf diese fielen inklusive Vollmachten insgesamt 391 Stimmberechtigungen.
Die anwesenden Vereinsmitglieder nahmen die Rechenschaftsberichte des Präsidiums, des Verwaltungsrates, des Ehrenrates, der Kassenprüfer sowie der sportlichen Leitung entgegen und lauschten abschließend gespannt dem kurzen aber präzisen Ausblick von Cheftrainer Dirk Lottner. Zudem standen Wahlen zur personellen Besetzung zweier vakanter Positionen im Verwaltungsrat des Vereins auf der Agenda.
Nach den Begrüßungsworten des Präsidenten Matthias Auth und den üblichen Abstimmungen zur satzungsgemäßen Einladung, den Tagesordnungspunkten sowie der Bevollmächtigung von Präsidiumsmitglied Georg Kapplinghaus zum Versammlungsleiter ging es los. So waren die jeweiligen Rechenschaftsberichte an der Reihe. Den Anfang machte das Präsidium, vertreten durch Matthias Auth, dessen Redebeitrag die zufriedenstellende Botschaft eines positiven Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2019 verlautbarte. Der Verein konnte durch verschiedene Faktoren wie das DFB-Pokalspiel gegen Bayern München, das Freundschaftsspiel gegen Borussia Dortmund, das „fiktive Heimspiel gegen die fußballerische Bedeutungslosigkeit“ unter dem Motto #Einmalvollmachenbitte, einem „Liebe kennt keine Liga – Open Air“ von Alex Knappe und Transfererlöse, beispielsweise durch den Wechsel von Maximilian Philipp nach Moskau sowie diverser Ausbildungsentschädigungen, ein beachtliches Gesamt-Plus erwirtschaften.
Das Geschäftsjahr 2019 endete dabei mit einem positiven Ergebnis von insgesamt 442.000 Euro, so dass damit ein erheblicher Teil des im Kalenderjahr 2018 ausgewiesenen Jahresfehlbetrages von 721.000 Euro kompensiert werden konnte. Das Vereinsvermögen betrug somit zum Stichtag 31. Dezember 2019 insgesamt 847.000 Euro. Die Bilanz weist in Summe 6.3 Millionen Euro an langfristigen Verbindlichkeiten auf, wobei 5.8 Millionen Euro davon auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten fallen. Dabei handelt es sich um Darlehen zur Finanzierung des Stadionkaufs und den Errichtungen der Stahlrohrtribünen Nord- und Südwand. Die Bilanzsumme beträgt in Gänze wie im Vorjahr 9.2 Millionen Euro.
Neben den wirtschaftlichen Vorgängen des zurückliegenden Jahres ging es erwartungsgemäß um die Aufarbeitung der gesamtsportlichen Situation, auch der aktuellen Geschehnisse im Kalenderjahr 2020, das Vereinszielbild „Vision 2022“ sowie um weitere Ausblicke auf die sportliche Zukunft unseres FC Energie. Dem Präsidium wurde durch die Mitgliederversammlung die Entlastung für das Geschäftsjahr 2019 erteilt.
Die anstehenden Wahlen wurden ordnungsgemäß durchgeführt und die Ergebnisse anschließend mitgeteilt. So wurden die durch die Berufung von Matthias Auth zum Präsidenten, dem Ausscheiden von Harald Altekrüger und dem überraschenden Rücktritt von André Roßeck vakanten Positionen im Verwaltungsrat mit Ralf Lempke und René Markgraf und Hagen Ridzkowski besetzt. Die weitere Besetzung des Verwaltungsrates mit den Mitgliedern Mathias Jäckel und Matthias Rudolf bleibt bestehen. Somit ist das Kontrollgremium des Vereins ab sofort wieder mit satzungskonformen fünf Personen besetzt.
Wie gewohnt avancierten die Ehrungen gegen Ende der Mitgliederversammlung zum emotionalen Höhepunkt des Abends. So erhielten Doris Kubo und Olaf Gohr die Ehrennadel des Vereins in Silber, Mannschaftsleiter André Rohbock sowie Martin Alex und René Proksch vom FC Energie Museum die Ehrenadeln in Bronze. Alexander Knappe wurde für seinen Einsatz und Engagement mit einer Ehrenurkunde des FC Energie Cottbus e.V. ausgezeichnet.

