Keine Erwartungen haben
Vor dem Heimspiel im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart blickt der Trainer auf die Partie. Er beginnt sarkastisch, wird danach ernst und möchte hohe Ewartungen dämpfen. Personell hat sich die Lage entspannt.
"Bis jetzt sind alle Spieler einsatzfähig bis auf Knechtel und Baude. Kevin Weidlich hat das komplette Pogramm in dieser Woche absolviert, so dass wir dann die große Auswahl am Sonntag haben, mit vier Stürmern beginnen und den schwachen Gegner besiegen werden. Spaß beiseite. Es wurde viel diskutiert, wie man gegen Stuttgart zu spielen hat. Bisher wusste ich nicht, dass der Gegner dafür verantwortlich ist wie Energie Cottbus spielt. Wir müssen eine Mischung finden. Wir wollen das Spiel lange offen halten. Nicht nur kompakt sein, sondern auch nach vorne spielen. Du brauchst aber auch in diesem Spiel eine bessere Mischung als gegen Bautzen oder so. Denn in diesem Spiel, gegen so einen Gegner werden die Fehler sofort bestraft. Wir wissen, dass wir krasser Außenseiter sind, haben aber das Publikum als 12. Mann hinter uns", führt der Coach aus.
Angesprochen auf die personelle Aufstellung des VfB Stuttgart entgegnet Wollitz: "Ich glaube nicht, dass sich ein Viertligist mit sowas vergleichen sollte. Neid habe ich ohnehin nicht. MIt Terodde haben sie einen kopfballstarken und spielerisch guten Top-Torjäger. Insgesamt ein guter Kader. Ich hoffe, dass bei ihnen am Sonntag nichts passt. Ich habe aber keine Erwartungen an unsere Mannschaft. Wenn Du am Sonntag erwartest zu gewinnen, dann machst Du was falsch, dann stimmen die Verhältnisse nicht mehr. Davor warne ich. Ich hoffe, dass wir daran schnuppern und wir werden zeigen, dass wir ein mehr als ambitionierter Viertligist sind. Da bin ich sicher."
Die Personalie Förster lässt der Trainer weiterhin offen: "Spielberechtigt ist er im DFB-Pokal. Ich glaube aber nicht, dass wir 70% oder 80% Ballbesitz haben werden. Benni ist ein Strafraumspieler und in der Endgeschwindigkeit nicht der Schnellste. Da muss man überlegen was man macht. Vielleicht zieht man auch Mamba nach außen. Am Sonntag geht es darum eine Mannschaft aufzustellen, die was erreichen will und alles raushauen wird. Unser Ziel ist es dem Gegner auch fußballerische Aufgaben zu stellen."
"Schon beim Warmmachen werden unsere Spieler Gänsehaut bekommen, denn eine gefüllte Nordwand ist schon ein tolles Gefühl. Peter Neururer, den ich übrigens sehr schätze, hat heute in einer großen Sportzeitung gesagt, dass eine Sensation möglich ist - ich hätte nichts dagegen. Ich weiß nicht, ob Zieler oder Langerak spielen, Alexander Meyer ist jedenfalls immer motiviert. Er wird zu tun bekommen und ich hoffe, dass er die Gelegenheit bekommt sich auszuzeichnen. Mamba hatte sich schon bei der Auslosung gefreut, Benni hat mal mit Chemnitz getroffen und Marc Stein war bei den Kickers aktiv. Auch unsere anderen jungen Spieler werden hochmotiviert sein. Das soll auch nicht blöd klingen, aber gegen Neustrelitz kannst Du nur verlieren. Am Sonnstag ist das ohne Druck, da ist einiges möglich. Gerne darf der eine oder andere das Spiel seines Lebens machen", schließt Wollitz ab.

