In beide Richtungen agieren
Für das Auswärtsspiel beim ZFC Meuselwitz kann Cheftrainer Sebastian Abt nicht auf Robert Müller setzen, der Abwehrspieler fällt weiterhin aus. Auch Damir Bektic steht bis auf weiteres nicht zur Verfügung. Ansonsten ist die personelle Lage entspannte, Kapitän Dimitar Rangelov wird wieder dabei sein. Neben dem Coach stand auch Torjäger Felix Brügmann den Journalisten Rede und Antwort.
„Kurz zu den Verletzten. Bei Robert Müller können wir die Verletzung jetzt konkretisieren. Es ist ein Muskelfaserriss in der hinteren Oberschenkelmuskulatur. Er ist weiter in Behandlung, aber wir können derzeit nicht sagen, wann er zurückkommt. Das ist momentan nicht definierbar und da müssen wir abwarten, es ist in jedem Fall so, dass er weiter ausfallen und uns noch länger fehlen wird. Damir Bektic laboriert immer noch an einer Schambeinverletzung, ist noch nicht auf dem Platz, kann nicht richtig trainieren und ist in physiotherapeutischer Behandlung. Ansonsten sind alle Spieler im Training, haben das gut gemacht in dieser Woche. Es war sehr intensiv und engagiert, von daher denken wir, dass wir sehr gut vorbereitet sind auf Meuselwitz“, leitete Sebastian Abt ein.
Nachfragen zu Dimitar Rangelov waren schnell vom Tisch: „Das Thema ist gefühlt sein Montag längst vom Tisch. Wir haben nochmal miteinander gesprochen und Mitko hat mit den Spielern gesprochen. Von daher ist das ganz weit weg. Er ist ganz normal im Training, hat auch sehr gut trainiert und ist für das Spiel am Wochenende vorbereitet.“
Felix „der Glückliche“ ist die lateinische Namensherleitung und da schloss die Frage an, wie glücklich Felix Brügmann aktuell beim FC Energie ist: „Die Namensherleitung ist erstmal richtig. Ich habe bisher hier eine wunderbare Zeit und wurde von Tag Eins an super aufgenommen. Ich freue mich, dass ich dem Verein und der Mannschaft das so ein bisschen zurückgeben kann. Ich bin höchst motiviert, so wie jeder von uns, damit wir unser ausgesprochenes Ziel weiter verfolgen können und möglichst am Ende oben stehen.“
„Erstmal ist es ein großer Punkt, dass man sich im Umfeld wohlfühlt. Das ist hier gegeben. Es ist für mich persönlich ganz wichtig, dass ich so sein kann, wie ich bin und das man gut aufgenommen wird. Dann ist das Vertrauen, was man sowohl intern von der Mannschaft als auch vom Trainerteam bekommt auch ganz wichtig.Das wird mir gegeben und ich freue mich, wenn ich das am Spieltag dann durch gute Leistungen oder vielleicht auch mal ein Tor zurückzahlen kann“, ergänzte der Top-Torjäger des FC Energie.
Zum kommenden Gegner sagte Abt: „Tja, Meuselwitz. Wer schon mal dagewesen ist, der kennt es. Es ist immer ein heißer Tanz. Enges Stadion, die Spieler sind hochmotiviert und es sind auch gute Jungs dabei, die auch schon jahrelange Regionalligaerfahrung haben und wissen, wie man gewinnen kann. Man hat auch in den vergangenen Jahren gesehen, dass es immer schwer war dort zu spielen und Punkte zu holen. In der Aufstiegssaison gab es dort die einzige Niederlage. Von daher ist das kein einfaches Spiel für uns. Aber, und das sage ich auch und so selbstbewusst müssen und dürfen wir dann auch sein. Wir haben ganz viel Qualität in der Mannschaft und wenn wir diese Qualität aufs Feld bekommen, als Team in beide Richtungen agieren, dann sind wir Favorit und haben auch eine gute Chance unser Ziel zu erreichen. Nämlich dort drei Punkte zu holen.“
Die Situation um den Vertrag von Moritz Broschinski wurde Thema: „Da muss ich vielleicht ein bisschen ausholen. Bei Moritz ist es ja ähnlich wie zum Beispiel bei Niklas Geisler oder damals auch Leon Schneider, die schon frühzeitig seitens des Vereins das Vertrauen ausgesprochen bekamen. Er wurde als junger A-Juniorenspieler mit einem Vertrag inklusive dem ersten Männerjahr ausgestattet. Wir sind dann in die Saison gegangen mit dem Thema auch schon frühzeitig den Vertrag zu verlängern, das ist nicht jetzt erst auf der Tagesordnung. Wir möchten unseren Talenten das Vertrauen aussprechen und mit ihnen den Weg weitergehen. Das hat bei Niklas Geisler geklappt, wir konnten den Vertrag verlängern, auch mit Tobias Eisenhuth haben wir das getan und wir konnten Leon Schneider nach Köln verkaufen und haben dadurch eine Ablöse generiert. Wir haben mit Tim Stawecki verlängert. Moritz ist jetzt der Einzige, der sich jetzt noch nicht darauf eingelassen hat. Für uns als Verein ist es aber wichtig, dass wir da auch so schnell wie möglich Klarheit haben, um auch weiter planen zu können. Auch für Moritz ist das wichtig und daher kann ich sagen, dass in den nächsten 14 Tagen da eine Entscheidung fallen wird.“
Diese Aussage warf die Frage auf, ob der Vertrag von Felix Brügmann über den Sommer hinaus verlängert werden wird. Darauf gab der Stürmer eine überraschende Antwort: „Das ist nicht ganz gut recherchiert, denn mein Vertrag läuft noch bis 2021. Deshalb erübrigt sich diese Frage.“

