01.07.2023 09:00 | Trikots der Saison 2023/2024 sind ab sofort erhältlich

50 Jahre ist es her

Der FC Energie hatte zur Mitgliederversammlung am 24. Juni die Trikots für die kommende Saison 2023/2024 in der Regionalliga Nordost präsentiert und die Reaktionen der Energiefans waren allumfassend großartig. Auch wenn der eine oder andere Fan zunächst mit der Farbe Blau des Auswärtstrikots nichts anfangen konnte, so gehört diese Farbe historisch gesehen schon immer zu unserem Verein. Mit dem Oberliga-Aufstieg 1973 ist zudem der erste große Erfolg unserer Vereinsgeschichte ganz eng mit jenem Blau verknüpft, denn dieses Aufstiegstrikot war die Grundlage für das heutige Design – ganze 50 Jahre später. Ein Jubiläum der besonderen Art, welches #WIR Euch gerne mit einer kleinen Geschichtsstunde ins Gedächtnis rufen möchten.

„Im Sommer 1973 war es vollbracht, erstmals stieg die Mannschaft der BSG Energie Cottbus in die DDR-Oberliga auf. Mühsam sammelten die Jungs um Peter Effenberger, der mit 17 Toren zum zweiten Mal Torschützenkönig der DDR-Liga wurde, Punkt um Punkt und schlichen sich auf der Zielgeraden auf den zweiten Tabellenplatz. Da die Zweitvertretung des BFC Dynamo, welche auf Platz 1 rangierte nicht aufstiegsberechtigt war, gelang nach erfolgreicher Bewältigung der Aufstiegsrunde erstmals der Sprung ins Fußballoberhaus.

Trainer Manfred Kupferschmied beendete seine aktive Spielerlaufbahn. Aus Eisenhüttenstadt kam Mittelfeldspieler Klaus Grebasch nach Cottbus, später kam auch noch Siegfried Wünsch nach seinem Armeedienst bei Vorwärts Frankfurt hinzu und mit Michael Noack spielte sich ein 17-jähriger Cottbuser in die Energie-Elf. Mit Siegfried Franz und Volker Ziegenhagen verfügte das Team über zwei sichere Torleute, Leo Stark musste seine Torwartlaufbahn aus gesundheitlichen Gründen beenden und übernahm eine Übungsleiterfunktion im Nachwuchs. Die neue Mittelfeldachse mit Grebasch, Becker und Wünsch war ein Garant für offensiven Fußball, doch verlief auch diese Saison typisch für Energie recht wechselhaft. Nach vier Spielen sieben Punkte mit einem 0:0 gegen Nachbar Vorwärts und drei Siegen gegen Eberswalde, Großräschen und Fürstenwalde startete die Mannschaft gut. Natürlich folgten darauf gleich zwei Niederlagen in Hennigsdorf und zu Hause gegen die BFC-Reserve. Und auch Angstgegner Eisenhüttenstadt ließ in beiden Spielen gegeneinander nur einen Punkt zu. Das letzte Heimspiel der Hinrunde gegen Motor Köpenick musste wegen Unbespielbarkeit des Platzes im Stadion der Freundschaft ausfallen und wurde nach den ersten beiden Rückrundenspielen nachgeholt.

Immer wieder gab es mit dem Platz, so dicht an der Spree, Probleme da besonders die Südwest-Seite oft unter Wasser stand. Oftmals half nur der Zufall, dass Spiele nicht ausfallen mussten. Erst mit dem Bau der Westtribüne Ende der 80er Jahre war nur noch der Schnee ein Gegner. Nach der Winterpause ging es gleich hoch her. Der Neuling Aufbau Großräschen wurde mit 6:0 abgefertigt, der 17-jährige Michael Noack aus dem eigenen Nachwuchs erzielte dabei sein erstes Ligator. In den verbleibenden acht Partien bis zum Saisonende gab es nur noch eine Niederlage in Hennigsdorf, dadurch konnte zwischenzeitlich sogar die Tabellenführung erkämpft werden. Die letzten drei Spiele der Serie wurden dann allesamt “zu Null” absolviert, bei fünf eigenen Toren reichte es allerdings trotzdem nur zu fünf Punkten, da die Mannschaft bei der Reserve von Vorwärts Frankfurt nicht über ein torloses Remis hinauskam. Am Ende der Saison stand die BSG auf dem zweiten Tabellenplatz hinter dem BFC-Ersatzkader und erhielt somit das Recht, an der Aufstiegsrunde teilzunehmen. Endlich hatte es gereicht und der Traum vom Oberhaus lebte in Mannschaft, Fans und Verein regelrecht auf, doch noch waren acht Spiele zu bestreiten. Mit 17 Toren wurde Peter Effenberger erfolgreichster Schütze der Liga Staffel B.

Zum zweiten Mal wurde in dieser Weise der Oberligaaufstieg ermittelt und Cottbus wollte unbedingt einer der beiden Aufsteiger sein. Der vorhandene Platz im Stadion der Freundschaft war alles nur nicht oberligatauglich, aber gegen die spielstarke Konkurrenz der Aufstiegsrunde vielleicht ein Vorteil. Im ersten Spiel gegen Vorwärts Leipzig kämpfte sich die Mannschaft an die geschliffeneren Leipziger heran. Chance um Chance wurde erspielt, schließlich brachte Peter Effenberger die Entscheidung zum 1:0 kurz vor Schluss. Nachdem in Zeitz nach einem 0:2-Rückstand durch die hervorragende kämpferische Einstellung doch noch ein 2:2 heraussprang, stiegen die Hoffnungen weiter. Riesa stellte sich in Cottbus vor und erneut reichte ein Tor von Böttcher zum knappen Sieg und der Tabellenführung. In Stralsund verloren die Lausitzer im Anschluss. Es standen noch einmal vier Spiele an. In Leipzig kamen nur 800 Zuschauer zur Vorwärtsmannschaft, über die Hälfte aber waren Cottbuser und erneut gelang ein Sieg. Chemie Zeitz wurde dann in einem schweren Kampf mit 3:2 besiegt und vor den 12.000 Zuschauern fand der Jubel kein Ende.

Nun sollte in Riesa alles perfekt gemacht werden. Energie aber wurde von der Stahl-Mannschaft regelrecht vorgeführt und lag schon zur Pause 3:0 zurück. Da auch in der zweiten Hälfte kein Aufbäumen zu erkennen war, verließ Trainer Kupferschmied die Trainerbank um ein Zeichen zu setzen. Umsonst, mit 7:0 fuhr Cottbus geschlagen nach Hause und musste nun auf ein erfolgreiches Abschlussspiel gegen Stralsund hoffen, die nur einen Punkt hinter Energie Dritter waren. Am 7. Juli war es dann soweit, Riesa war durch den Kantersieg bereits aufgestiegen. Nach Führung kassierte die BSG gegen Stralsund zwar noch das 1:1, konnte dieses Unentschieden jedoch bis zum Ende über Zeit bringen. Es war geschafft, das Wunder perfekt. Erstmals gelang der Aufstieg in das Fußballoberhaus der DDR und Energie schaffte es sogar auf die Titelseite der aktuellen Ausgabe der Fußballwoche. Unglaublich.“

Ab sofort sind die neuen Trikots bei uns im Onlineshop unter www.energiefanshop.de verfügbar und sind dem Aufstiegsjahr 1973 angepasst für 73,00 Euro (ohne Flock) erhältlich. Wir bieten Euch sowohl das Heimtrikot in Rot als auch die Auswärtsversion in Blau an und freuen uns sehr, dass uns unser neuer Ausrüster macron bei der Umsetzung dieser Idee tatkräftig unterstützt hat. Demnächst werden die Trikots auch im Fanshop beim WochenKurier am Altmarkt erhältlich sein.