09.03.2018 13:31 | Vor dem Heimspiel gegen den BAK

45 Minuten reichen nicht

Vor dem Heimspiel gegen den Berliner AK appelliert Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz an seine Mannschaft den eigenen Weg wiederzufinden, denn 45 Minuten Fußball reichen nicht. Dabei ging es weniger um den kommenden Gegner als vielmehr um das große Ganze. Personell gibt es einen Ausfall und ein Fragezeichen.

„Dass Björn Ziegenbein fehlt ist klar. Benjamin Förster hat Probleme mit der Bauchmuskulatur und dem Schambein er wird nicht dabei sein und Malte Karbstein konnte diese Woche nicht trainieren - wegen Hexenschuss. Wir arbeiten daran, aber da können wir nichts garantieren. Alle anderen sind soweit dabei und können spielen. Wir haben in dieser Woche mit 24 Spielern trainiert, das bedeutet aber auch, dass einige nicht im Kader sein werden“, beginnt Wollitz die Unterredung.

Nachfragen zu Avdo Spahic und Maximilian Zimmer entgegnete der Trainer: „Da ich ihn nicht genannt habe kann er spielen und wird am Sonntag auch im Tor stehen. Maxi Zimmer haben ich auch nicht genannt und somit wird er auf jeden Fall im Kader dabei sein. Ich bin mit dem generellen Auftreten in der Rückrunde nicht zufrieden und 45 Minuten Fußball reichen nicht. Für mich ist immer das aktuelle Spiel und die aktuelle Trainingswoche entscheidend. Die Leistungsdichte ist im Vergleich zur Hinrunde, mit Neuzugängen und rückgekehrten Verletzten, nun auch deutlich höher ,so dass wir auch in jedem Training einen Wettkampf haben. Und demnach kann ich es nicht abschließend sagen, ob beispielsweise Maxi Zimmer in der Startelf stehen wird.“

Fünf Minuten vor der Pressekonferenz wurden die verbleibenden Ansetzungen inklusive aller Nachholspiele der Regionalliga Nordost bekannt: „Sehen Sie, das ist so eine Sache. Wir spielen immer am Sonntag und Mittwoch, wieso? Man kann durchaus auch mal am Samstag spielen, wenn Mittwoch Spiel ist. Jedes Spiel ist wichtig, um hoffentlich unser großes Ziel zu erreichen. Dann können wir uns auch mit anderen Dingen beschäftigen, da fallen ja schließlich deutlich weniger Spiele aus. Jetzt muss man doch auch unter der Woche in „englischen Wochen“ spielen. Warum macht man das nicht im Sommer und Herbst gleich planmäßig?“

Und konversierende Fokus schwenkte anschließend in Richtung Mai: „Das Szenario ist ja möglich. Mit so einer Belastung drei Spiele in sechs Tagen zu absolvieren, puh. Wie ist das, wenn man das erste Spiel verliert? Wie geht man dann in die anderen zwei Partien? Da hoffe ich letztlich auf die sportliche Fairness, sollte Energie Cottbus im Finale stehen. Da hoffe ich auf eine Entscheidung im Sinne der Regionalliga Nordost, damit auch die besten Voraussetzungen für diese Spiele geschaffen werden. In diesen Spielen zählt am Ende sicher nicht nur die Fitness, da zählen Einstellung, Mentalität und Wille. Will ich das unbedingt schaffen? Und da setzte ich natürlich auf meine Mannschaft.“

„Und dann noch dieses Publikum, das kann den Unterschied machen. Das hat es oft genug gezeigt, was hier möglich ist. Nicht nur gegen Stuttgart das Spiel, nehmen sie auch Jena oder schauen sie mal in der Vergangenheit ab '97 aufwärts, in welchen entscheidenden Spielen das Publikum den Unterschied gemacht hat? Nicht nur Emotionalität, sondern einfach dieser Glaube innerhalb der Vorbereitung eines Spiels in der Stadt, der ist ja auch extrem. Und das kann diese Stadt. Wenn sie es wollen! Wollen sie das? Dann bin ich zuversichtlich unter der Voraussetzung wir finden unseren Weg wieder am Sonntag. Nicht 45 Minuten, sondern 90 Minuten – das ist für mich das A und O im Fußball.“