Ich sehe uns gut, aber...
Vor dem Auswärtspiel beim VfB Germania Halbestadt ist die personelle Situation durchwachsen. José-Junior Matuwila und Benjamin Förster sind bzw. waren wieder im Training in dieser Woche. Benjamin Förster musste gestern nach einem Schlag mit Krücken nach Hause. Auch Jonas Zickert fällt aus. Paul Gehrmann kehrt zurück.
"Die ärztliche Untersuchung ergab bei Benjamin Förster zwar das nichts sei und es ging am Freitag auch schon deutlich besser. Wir gehen allerdings davon aus, dass er am Sonntag nicht zur Verfügung steht. Jonas Zickert hat am Dienstag den Laktattest mitgemacht, hatte einen leichten Infekt und kam am Mittwoch mit muskulären Problemen. Wir hoffen nicht, dass es ein Muskelfaseriss ist. Das wäre äußerst bitter.", leitete der Trainer ein.
Angesprochen auf den sogenannten Alltag reagierte der Trainer wie folgt: "Der Alltag hat ja in Neustrelitz begonnen, dann gab es das Highlight gegen Stuttgart. Die Landespokalspiele waren auch Alltag für uns, um wieder so etwas wie gegen Stuttgart erleben zu dürfen. Ich denke, dass die vergangene Woche uns gut getan hat ohne die taktische Vorbereitung auf ein Ligaspiel. Wir haben in der Woche einfach Fußball gespielt, um mal etwas abzuschalten. Denn gegen einen Sechstligisten sollte diese Mannschaft einfach auch gewinnen. Wir sind dann am Samstag ausgeradelt und haben zwei Tage frei gegeben. Wenn man auf den Plan schaut, dann ist das bis zum Winter ja kaum noch möglich."
"Der Gegner hat ja angekündigt uns ein Bein stellen zu wollen. Halberstadt ist eine erfahrene Regionalligamannschaft, erfahrener als wir. Das sollte man auch mal bedenken. Unser Ziel ist allerdings klar, auch am Sonntag. Wir müssen mit viel Klugheit agieren, das Tempo hochhalten, zustechen und gewissenhaft arbeiten. Wir dürfen uns nicht auf Schnick-Schnack einlassen und müssen uns auf uns besinnen. Es wurde bisher noch keines der fünf Spiele mit 22 Feldspielern beendet, das ist auch merkwürdig. Matuwila fliegt gegen Bautzen zu Unrecht vom Platz und letzten Spieltag bekommt Tim Kruse den Ball an den Oberschenkel und sieht Gelb-Rot", blickt Claus-Dieter Wollitz auf den Gegner und die Situation.
Wer Tim Kruse ersetzen wird ist bisweilen unklar: "Es gibt Gedankenspiele. Da gibt es mehrere Anwärter. Paul Gehrmann war zwei Wochen lang verletzt und ist erst seit Dienstag wieder dabei. Bei zwei Wochen geht das noch ganz gut mit der Integration. Und er kann das spielen. Jonas Zickert fällt nun leider aus, er hat im Landespokal auf der Sechs gespielt. Bisher haben wir immer mit einem Sechser gespielt, vielleicht spielen wir ja auch anders. Womöglich spielen wir mit zwei Sechsern und interpretieren das anders. Aber so weit sind wir noch nicht."
"Grundsätzlich will jeder Spieler doch die weiße Weste behalten. Jeder Spieler brauch nur auf seinen Lohnzettel schauen. Das gab es letzte Saison nicht. Nach fünf Siegen sind dort Prämien drauf. Wir haben die Möglichkeiten, dass sich der Gegner nach uns richten muss. Dafür brauchst Du Gier und dann kann man auch weiterhin auf so einen Lohnzettel schauen. Ich sage es aber auch ganz ehrlich. Ich sehe uns gut, aber ich weiß, dass wir in jedem Spiel hart arbeiten müssen, um erfolgreich zu sein. Warum? Weil wir unerfahren sind! Warum noch? Weil sich jeder hinter Energie Cottbus versteckt! Warum verstecken sie sich hinter Energie Cottbus? Weil sie uns am Boden sehen wollen. Die sehen immer nur das Stadion hier, wenn sie die Kosten hätten würden sie anders reden", holt Pele Wollitz zum Abschluss aus.
