16.03.2018 13:37 | Die Situation vor dem Auswärtsspiel bei der U23 von Hertha BSC

Für mich eine Top-Mannschaft

Vor dem Auswärtsspiel bei der U23 von Hertha BSC ist nicht ganz klar, ob am Sonntag im Berliner Jahn-Sportpark tatsächlich gespielt werden kann. Für die Gastgeber hat der Cheftrainer des FC Energie jedenfalls viel Respekt und Lob im Gepäck.

„Machen wir erst Mal das nicht so Angenehme. Ziegenbein brauchen wir nicht jede Woche wiederholen. Benni Förster hat weiterhin Probleme mit Bauchmuskel und Schambein, da gibt es heute Nachmittag noch ein MRT. Jedenfalls werden die Probleme bei ihm nicht weniger, eher das Gegenteil und er hat weiterhin Schmerzen. Über Fabian Graudenz haben wir eine Pressmitteilung herausgegeben, das ist sehr, sehr ärgerlich. Ich habe vorhin nochmal mit ihm telefoniert. Da ist nicht klar, ob es bis zum Mai wieder geht oder vielleicht doch erst zu neuen Saison. Andrej Startsev haben sie am Dienstag einen Weisheitszahn entfernt. Er hat die Woche noch gar nicht trainiert und auch Malte Karbstein war noch nicht wieder dabei. Da müssen wir sehen, ansonsten sind alle dabei“, umreißt der Trainer die personelle Lage zu Beginn.

Angesprochen auf den kürzlichen Besuch in der Kältekammer des Carl-Thiem-Klinikums plauderte der Trainer gern: „Unser Physiotherapeut Oliver Krautz hatte das schon längere Zeit mal angedacht. Es dient vor allem der Regeneration nach Spielen, aber hilft auch gegen Entzündungen und Krankheiten. Es war bitterkalt. Wir haben den kürzesten Durchgang gemacht und auch nur ein Mal. Alle Spieler, die am Sonntag gespielt haben waren dabei und das Feedback war positiv. Immerhin konnten danach alle einen ausgiebigen Mittagschlaf machen. Wir würden das jetzt gerne regelmäßig nach den Spielen machen, wenn es möglich ist jede Woche. Da sind wir dem Krankenhaus sehr dankbar. Man muss aber auch betrachten, dass es viele Menschen gibt, die leider wegen Krankheiten diese Therapie benötigen, die Patienten gehen natürlich vor.“

„Erst Mal ist Hertha II für mich eine Top-Mannschaft. Nach den anfänglichen ergebnistechnischen Problemen, als sie nicht so viele Punkte geholt haben, haben sie mehr Kontinuität bekommen. Mit ihrer Durchlässigkeit zur ersten Mannschaft sind sie richtig gut und das sind alles Top-Fußballer. Es ist eine Mannschaft, die ich sehr gerne sehe. Ich habe sie auf dem Kunstrasen gegen Neugersdorf beobachtet und das war stark. Sie lösen alles fußballerisch und das Ergebnis von 4:0 war sogar noch untertrieben. Wir müssen uns gegen diese Mannschaft steigern. Wir haben, was die Mentalität angeht am vergangenen Sonntag einen Schritt gemacht, aber das können wir fußballerisch noch besser. Die Schwierigkeit bei Hertha ist, dass man nie genau weiß, wie und mit wem sie spielen. Da sind viele Spieler dabei, die schon in der Bundesliga gespielt haben. Zum Beispiel der Sohn vom Ante - ein Super Fußballer. Auch Mittelstädt und Thuringia,“ schwärmt Wollitz von der talentierten Mannschaft der Berliner.

Einem möglichen Rotationsprinzip in den kommenden Wochen durch den engen Terminplan erteilt Wollitz eine klare Absage: „Ich beschäftige mich immer nur mit dem nächsten Spiel. Nicht mit Relegation oder Rotation. Ich werde immer auf die aktuelle Situation Einfluss nehmen, ich hinterfrage auch nicht – ich frage nach. Ich habe viele Gespräche geführt, da kam auch raus, dass einige so eine Konkurrenzsituation wie jetzt bisher nicht kannten. Aber auch andersrum, war es sicher schade, dass zum Beispiel ein Alex Siebeck nicht gespielt hat. Wir hatten aber gegen den BAK auch seit langem wieder die Mannschaft beisammen, die bis zum Winter 50 Punkte geholt hat. Das hat auch eine Wertigkeit und nur so kommen wir weiter.“

Abschließend thematisierten die Fragesteller erwartungsgemäß den Auslosungstermin zur Relegation, der für den 07. April in der Halbzeitpause des Drittligaspiels zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Karlsruher SC anberaumt wurde und ob es bereits Beobachtungen und Bestrebungen in Richtung der Konkurrenz gibt. „Wir wissen natürlich, was in den anderen Regionalligagruppen los ist. Wer wie spielt und welche Stärken und Schwächen es gibt. Das wissen andere aber auch. Wir können auch morgen eine Auslosung haben und nächste Woche spielen. Wir wären vorbereitet und nicht überrascht“, ließ Claus-Dieter Wollitz einiges erahnen und dennoch viel offen.