28.02.2019 13:36 | Auswärtsspiel bei der SG Sonnenhof Großaspach

Es gibt Nichts zu beschönigen, aber...

„Beginnen wir wie immer und arbeiten die Verletztenliste ab. Scheidhauer ist nach wie vor in der Reha und bekommt zusätzlich eine Spritzenkur. Bei Zickert mit der Fußsohle gibt es eine leichte Besserung, er macht auch zusätzlich eine Stoßwellentherapie und bei Knechtel ist es ein normaler Heilungsverlauf. Bender, Geisler, Stanese und auch Kruse sind im Aufbautraining und die Belastung kann gesteigert werden. Des Weiteren ist keiner dazu gekommen, was eine gute Nachricht ist. Trotzdem sind es sieben Spieler, die nicht zur Verfügung stehen“, so die Einführung des Trainers.

Wollitz fuhr fort: „Zudem möchte ich sagen, dass ich ja letzte Woche vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt wurde. Ich habe gelesen wegen Meckerns? Ich habe überhaupt gar kein Wortgefecht mit ihm gehabt. Ich habe nicht gemeckert - ich habe meine Arme ausgestreckt. Wie jeder auch im Fernsehen oder im Spiel gesehen hat. Es war es ein klares Foulspiel, was dem 0:1 vorausgegangen ist. Klarer kann man einen Spieler nicht foulen und klarer kann man das nicht übersehen. Und wenn man dann die Arme ausstreckt und aufgrund dessen, weil ich in der ersten Halbzeit vielleicht um 1,30 m die Coaching-Zone verlassen habe, um taktische Anweisungen vor dem Freistoß zu geben, auf die Tribüne muss!? Fabio Viteritti war in der Kabine zum Nähen und beim Freistoß für Aaron Berzel eingeteilt und da wollte ich eine andere Zuteilung - das war der Auslöser. Ich finde es schade, dass man auf diese Art und Weise von seinen Fehlern ablenkt und dann auf andere zeigt.“

„Ich weiß, dass die Sorgen größer geworden sind und, dass darüber diskutiert wird. Das müssen wir jetzt aushalten. Wichtig ist die Leistung auf dem Platz. Ich lebe diesen Club und bin mit hundertprozentiger Einstellung und Motivation dabei. Es tut auch gut, dass uns die Leute Mut zusprechen und darüber bin ich sehr glücklich. Innerlich bin ich permanent am Weinen, richtig am Weinen. Weil ich das sehr schade finde, wie sich das im Moment darstellt. Aber Sorge sehe ich als etwas Positives. In der Sorge liegt auch die Kraft mit dem Wissen, dass das Interesse und die Unterstützung da sind. Den Aufmunterungen müssen wir jetzt Taten folgen lassen und die Einstellung, die Bereitschaft, der Wille und diese absolute Mentalität auf den Platz bringen. Wir wissen auch, dass wir nicht jedes Spiel 15 Torchancen bekommen werden. Die Chancen, die wir bekommen müssen verwertet werden“, sagt der Trainer.

„Das ist auch keine gespielte Ruhe. Aber Ruhe ist die einzige Möglichkeit, um mit Souveränität die Situation anzunehmen. Und eins ist auch klar: Bevor ich kritisiere, fange ich zuerst bei mir selber an. Da können Sie sich sicher sein - ich habe da eine hohe Selbstreflexion. Wir sollten jetzt alle die Mannschaft unterstützen. Bald ist der März rum und dann bin ich das zweite Mal drei Jahre hier, insgesamt dann 6. Dass man in sechs Jahren nicht immer gewinnen kann und es dann auch besondere Situationen gibt, das ist auch normal. Es gibt Vereine, die handeln dann auch aus der Emotion heraus, aber das Gefühl habe ich nicht. Und ich bin der festen Überzeugung, dass wir die Qualität haben die Klasse zu halten. Ein Sieg kann viel verändern“, zeigt sich Claus-Dieter Wollitz kämpferisch.

„Ich will nichts rechtfertigen, aber erklären. Wir haben mit vier neuen Spielern plus Marcelo, Viteritti und Weidlich, also drei Spielern, die lange verletzt waren gespielt. Das sind sieben Spieler, die nicht dort sein können, wo wir sie gerne hätten. Ich habe aber auch gesagt, wenn wir Ende Februar/Anfang März soweit sind… Es sind nicht noch 14 Spiele, es sind 14 Spiele! Und natürlich erwarte ich jetzt auch, dass wir punkten. Das Publikum hat die Mannschaft unterstützt, auch gerade nach dem Spiel. Das müssen wir verinnerlichen und uns nur auf das nächste Spiel konzentrieren. Das erwarten auch die Fans. Es gibt nichts zu beschönigen, aber dramatisieren macht es sicher schlimmer“, ist die klare Botschaft.