07.12.2018 13:31 | Vor dem Auswärtsspiel beim VfR Aalen

„Eins gegen Eins“- Situationen bestreiten

„Sie haben die Fragen gestellt und selber beantwortet. Vielen Dank und schönen zweiten Advent...“, mit diesem Scherz begann Claus-Dieter Wollitz die Pressekonferenz vor dem wichtigen Auswärtsspiel beim VfR Aalen und ging sofort zur personellen Lage über.

„Zu den Verletzten gibt es nichts neues, das Lazarett ist so, wie es war. Stanese, Kruse, Zickert, Marcelo. Rauhut kommt wahrscheinlich noch dazu. Er hat eine starke Prellung und einen Bluterguss und wird wahrscheinlich nicht mit nach Aalen fahren können. Der Rest hat die ganze Woche komplett trainiert.“

„Über die Bedeutung des Spiels braucht man gar nicht viel zu sagen. Das ist jedem klar. Wenn man aber so herangeht, dann kann man auch sagen, in den zurückliegenden Spielen haben wir gegen die Tabellenersten und -zweiten verloren. Nein, wir hätten vier Punkte holen können - gegen Uerdingen sage ich, dass es ein verschenkter Sieg war. Ich bin überzeugt, dass wir in Aalen eine andere Leistung abliefern werden“, leitet Claus-Dieter Wollitz zum Sportlichen über.

Und resümiert: “Ich möchte nicht die personelle Lage als Entschuldigung gelten lassen. Der Spieler, der dann spielt, hat die große Chance, etwas zu bewegen. Natürlich sind die vielen Verletzten und die lange Zeit ärgerlich, aber als Ausrede geht das nicht. Zuletzt waren wir einfach naiv und unkonzentriert – wir müssen gieriger sein, um erfolgreich zu sein.“

Der Gegner wurde intensiv studiert: „Der VfR Aalen ist spielerisch eines der besten Teams der Liga, sie haben aber trotzdem nicht die Punkte. Sie waren gegen Kaiserslautern und Osnabrück klar besser, aber gewinnen nicht. Wenn du in dieser Partie die „Eins gegen Eins“- Situationen bestreitest, dann bist du auch in der Gruppe sicherer.“

„Wir wissen, dass das brandgefährlich ist, zu sagen: die Saison ist noch lang. Ich sage sogar immer, sie ist nicht mehr lang. Ich warne davor, davon auszugehen: es sind ja noch so oder so viele Spiele. Nein, jedes Spiel muss die vollste Konzentration bekommen. Natürlich mit dem Wissen, dass wir in dieser Liga nicht jedes Spiel gewinnen werden. Wir müssen auf uns schauen und was hier möglich ist. Es ist egal, ob es woanders wieder Geld gab oder im Winter Spieler geholt werden können. Wir sollten nicht den Fehler machen und schauen, was dort oder dort möglich ist. Wir sollten schauen, was hier bei uns möglich ist.“

Und legt zum Nachdenken nach: „Ich möchte hier nicht jahrelang Abstiegskampf verkaufen. Aber das ist so und das haben viele hier noch nicht begriffen. Gerne möchte ich diesen Verein wieder auf den Weg in Liga 2 begleiten, aber das bedingt Voraussetzungen. Da brauchen wir die starken strategischen Partner, um den Standort entwickeln und festigen zu können. Sonst ist es hier vielleicht bald ganz aus mit Profifußball.“