Ein Tag, an dem fast alles stimmte
Dass der FC Energie seit jeher auf die eigene ausgezeichnete Nachwuchsarbeit setzt, das zeigen nicht nur die Einsätze des seit Wochen in der Innenverteidigung beeindruckend aufspielenden Jonas Böhmert, die immer wiederkehrenden Einsätze von Paul Levi Wagner und Theo Harz in der ersten Mannschaft sowie die Nominierung der Stammkräfte Tobias Eisenhuth, Toni Stahl und Arnel Kujovic oder zuletzt auch immer wieder Niklas Geisler.
Für einen weiteren talentierten Spieler aus dem Nachwuchsleistungszentrum des Vereins gab es am vergangenen Sonntag einen Tag, an dem fast alles stimmte. Einzig das enttäuschende Ergebnis von 0:1 am 30. Spieltag der Regionalliga Nordost trübte letzten Endes die Freude über diese prägenden Eindrücke. Knapp zwei Stunden vor dem Anstoß unterschrieb der erst 17-jährige Janis Juckel seinen Vertrag beim FC Energie, wurde im Anschluss auf dem Rasen im Stadion der Freundschaft fotografiert und durfte sich dann direkt in die Kabine begeben, da Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz den agilen U19-Offensivspieler in den 18er-Kader für das Heimspiel gegen den Chemnitzer FC berufen hatte.
Bei diesem reinen Kaderplatz blieb es jedoch nicht, denn zwölf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit debütierte Janis Juckel vor über 4.000 Zuschauern im Regionalligateam und ersetzte den abgekämpften Janik Mäder. Anschließend ließ er in einer Viertelstunde Spielzeit mehrfach sein Potenzial aufblitzen, spielte unbekümmert und frech und hatte in einer spannenden Schlussphase seinen Anteil an dem größer werdenden Offensivdruck des FCE. Am Ende konnte auch er nicht die Niederlage verhindern, aber nutzte die Chance, sich zu zeigen.
Janis Juckel erregte Aufmerksamkeit und so ging es nach dem Spiel auch zügig vor die erste Kamera und ans Mikrofon. Auch diese „Feuertaufe“ bestand er mit Bravour und so wurde ein Tag, an dem, wie bereits erwähnt, leider nur fast alles stimmte, für den jungen Kicker, der vom FSV Bernau nach Cottbus kam, abgerundet. Herzlichen Glückwunsch und weiter so, Janis.

