Drei Punkte in die Lausitz holen
Vor dem Auswärtsspiel in Potsdam kann der FC Energie personell nahezu aus dem Vollem schöpfen. Lediglich Tim Kruse „wackelt“ und die Langzeitverletzten Benjamin Förster und Björn Ziegenbein stehen nicht zur Verfügung.
„Ich hatte in der vergangenen Pressekonferenz Benjamin Förster vergessen, ich bitte das zu entschuldigen. Es gab dazu aber dann auch eine Pressemitteilung, dass er an der Leiste operiert werden musste und uns nicht zur Verfügung steht. Der Einzige, der aktuell Probleme hat ist Tim Kruse. Auch wenn er heute wieder trainiert, da werden wir sehen, ob und wie es geht. Alle anderen sind einsatzbereit. Jetzt beginnen ja auch die drei intensiven Wochen für uns, da ist es schön, dass uns 23 oder 24 Spieler zur Verfügung stehen“, erörtert Claus-Dieter Wollitz zunächst die personelle Lage wie gewohnt.
Außersportliche Themen und die Frage nach einer "Charme-Offensive" kamen wie erwartet ebenfalls zur Sprache: „Dass wir am Sonntag ohne unsere Fans spielen müssen ist schade - gerade in einem „Derby“. Aber das kommt aus dem Urteil vom 24. Juli letzten Jahres. Ob es Reaktionen seitens der Fans gab kann ich so nicht sagen. Spannung und Emotionen gehören zu einem Derby – aber sportlich! Das kann ja auch besonders motivieren. Und natürlich sind unsere Bestrebungen bezüglich des Pokalfinales aus persönlicher Sicht sehr wichtig, alles andere wäre auch gelogen. Falls sie darauf hinauswollten mit den Begriff Charme-Offensive?“ und ergänzt:
„Es geht doch aber grundsätzlich um diesen sogenannten „Finaltag der Amateure“ und die Unterschiede in den verschiedenen Landesverbänden. In Niedersachen qualifizieren sich beide Finalisten für den DFB-Pokal – sagen Sie mir mal, wo da der sportliche Reiz des Finales liegt? In Bayern ist der Erste der Regionalliga für den DFB-Pokal qualifiziert – wo ist das ein fairer Wettbewerb den anderen Regionalligameistern gegenüber? Im Westen wird in der ersten Pokalrunde Lotte gegen Erntebrück gelost und hat als Drittligist Heimrecht. Hier bei uns musst Du immer auswärts ran bei einem unterklassigen Gegner. Wo ist da die Gleichbehandlung aller? Das ist so, als wenn man mit seinem Hund Gassi geht. Wenn er sitzt macht, dann gibt es ein Leckerli und wenn nicht, dann nicht. Das wird einfach so alles hingeschmissen und hingenommen.“
„Klar ist es wenn Du von 1000 oder 1500 Fans begleitet wirst sicherlich kein Nachteil. Die Situation ist aber nun mal so. Das aber als Grund für dieses oder jenes Ergebnis am Sonntag zu nehmen? Das mache ich nicht! Wenn drei Spieler nicht zur Verfügung stehen, dann stehen sie ja auch nicht zur Verfügung. Die anderen können es ja auch sogar besser machen. das weiß man ja nicht. Deswegen ist nicht gleich gesagt, dass wir am Sonntag sportlich das Spiel nicht gewinnen können oder gewinnen wollen. Im Gegenteil. Sowohl können als auch wollen! Mit Fans schöner, auch mit Fans nach dem Spiel feiern im Derby - noch schöner. Aber trotzdem sind wir in der Lage von der Qualität her auch ohne Fans zu gewinnen. Das ist klares Ziel und Aufgabe der Mannschaft am Sonntag die drei Punkte in die Lausitz zu holen“, lautet die deutliche Ansage des Trainers.
Die sportliche Qualität des Gegners schätzt Wollitz: „Sie haben mit Beyazit und Shala überdurchschnittliche Stürmer. Mit Akdari, Eglseder, Saalbach, Gladrow. Sie wissen, dass ich ihn schätze – guter Typ, guter Torwart. Mit Wilton – ist das nicht das Schlechteste in der 4. Liga. Mit Schmidt und Hoffmann auf den Außenbahnen. Schmidt auch schon 7 oder 8 Tore geschossen. Reimann von Jena, der auch schon aufgestiegen ist .Abderrahmane kommt von Hertha BSC, hat die beste Ausbildung genossen. Über was reden wir hier eigentlich? Reden wir über eine Mannschaft, die nichts zu bieten hat? Die keine Qualität hat? Wir reden über eine richtig gute Regionalliga-Mannschaft. Wir können aber sagen, wenn wir unseren Schwung, unser Tempo, unsere Intensität, unseres Ordnung auf den Platz kriegen, dann haben wir alle Chancen das Spiel zu gewinnen.“

