Deutliche Niederlagen im Nachwuchs
Für die Leistungsmannschaften aus unserem Nachwuchsleistungszentrum war am vergangenen Wochenende nichts zu holen. So gab es sowohl für die A-Junioren in Hamburg als auch für die B-Jugend zu Hause gegen Hannover 96 deutliche Niederlagen.
Das U19-Team startete beim Hamburger SV denkbar ungünstig in die Begegnung, denn bereits nach zwei gespielten Minuten hieß es 1:0 für die Gastgeber. Nach einem Eckball fiel dem Hanseaten-Stürmer der Ball direkt vor die Füße, so dass er mühelos abstauben konnte. Nur sieben Minuten später stand es auch schon 2:0, als ein schnell ausgeführter Freistoß in den Sechszehnmeterraum geflankt wurde und die Hamburger Angreifer schlichtweg schneller reagierten. Bis zum Pausenpfiff waren unsere Nachwuchskicker praktisch in allen Belangen unterlegen. Zu Beginn des zweiten Durchgangs bäumten sich die Jungs von Damir Agovic noch einmal auf und zeigten eine Steigerung. Sie kamen zu ein paar Standardsituationen und erspielten sich die große Chance zum Anschlusstreffer. Freistehend vor dem Keeper wurde diese "hunderprozentige" Möglichkeit jedoch vergeben. Nahezu im direkten Gegenzug, fiel nach einem Fehler im Aufbauspiel mit dem 3:0 die Entscheidung. Die Cottbuser machten es den HSV-Spielern letztlich zu einfach und produzierten zu viele einfache Fehler, die am Ende zu drei weiteren Gegentreffern führen sollten. Trainer Damir Agovic sagte nach dem Spiel: ,,Wir müssen aus dem Spiel lernen. Es ist ein kleiner Rückschlag nach den letzten zwei positiven Ergebnissen. Aber wenn wir aus dem Spiel die richtigen Lehren ziehen, dann werden wir wieder in die Erfolgsspur gelangen.“ So gilt es die herbe Niederlage möglichst schnell wegzustecken und es am kommenden Wochenende beim nächsten Favoriten in Wolfsburg besser zu machen.
Für die B-Junioren wird die Luft in der Bundeliga allmählich dünner, denn im fünften Spiel musste die fünfte Niederlage hingenommen werden. Gegen den Tabellenzweiten Hannover 96 hieß es zum Ende des Spiels am heimischen Priorgraben 0:4. Allerdings legte das Eisenrauch-Team im ersten Durchgang hohe Einsatzbereitschaft und mutiges Pressing auf den Rasen. Doch die erzwungenen Ballgewinne führten nicht zum gewünschten Erfolg, da die Pässe im letzten Drittel zu ungenau gespielt wurden, um wirklich gefährliche Situationen kreieren zu können. So drückte Hannover den FC Energie in der Folge immer weiter in die eigene Hälfte zurück, was aufgrund der bis dato guten Abwehrleistung zunächst nicht bestraft wurde. Die Cottbuser hielten das Zentrum kompakt und ließen grundsätzlich wenige Chancen zu. Als sich Kapitän Can-Deniz Tanriver schwer verletzte und wegen eines Schlüsselbeinbruchs ausgewechselt werden musste, gab das dem Cottbuser Spiel ein Bruch. Gute Besserung an dieser Stelle, Can-Deniz Tanriver! Die Defensive wurde zusehends instabiler und so fiel folgerichtig das 0:1 (35.) und in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auch noch das 0:2. Nach dem Seitenwechsel mühte sich das Cottbuser Team sichtlich, konnte jedoch wenig Druck aufbauen und war den 96ern letztlich klar unterlegen. Nach einer Stunde stand es 0:4 und so blieb es bis zum Schluss. Coach Clemens Eisenrauch schätzte die Partie realistisch ein: ,,Klar hat die Verletzung von Can unserem Spiel einen Bruch versetzt, doch trotzdem waren wir gegen den Tabellenzweiten nahezu chancenlos und schaffen es nur selten für Entlastung zu sorgen.“ In der kommenden Woche geht es zum 1. FC Union Berlin in die Hauptstadt. Die "Eisernen" rangieren derzeit auf dem 12. Tabellenplatz.

