22.02.2019 09:30 | A-Junioren starten mit schwerem Programm

Das werden Standortbestimmungen

Am Samstag startet die U19 mit dem Gastspiel bei Erzgebirge Aue in das 2. Halbjahr der Junioren-Regionalliga. Nach 14 von 26 Spielen belegt die A-Jugend den 2. Tabellenplatz und ist auf direkter Tuchfühlung zum Spitzenreiter Chemnitzer FC. Trainer Sebastian Abt beantwortet die wichtigsten Fragen vor dem Start in die Restrunde.

Herr Abt, mit der Generalprobe gegen FK Usti Nad Labem endete die 6-wöchige Vorbereitungsphase. Wie schätzen Sie den Leistungsstand derMannschaft ein?

Wir hatten in Cottbus gute Bedingungen und die Jungs haben sehr gut mitgezogen. In den Testspielen gegen die Bundesligisten aus Magdeburg und Dresden, sowie die Herren-Teams aus Seelow und Sachsenhausen haben wir gesehen, dass wir grundsätzlich mit den Kontrahenten mithalten können.

Mit Tim Stawecki, Leon Schneider, Moritz Broschinski, Colin Raak und Niklas Geisler fehlten in der Vorbereitung meist fünf Stammspieler, da sie bei der ersten Mannschaft trainieren bzw. spielen. Was hat das für Auswirkungen auf Ihr Team?

Als Nachwuchs- und somit Ausbildungstrainer des FC Energie bin ich natürlich stolz, dass die Jungs die Chance haben sich zu zeigen und dass mit Leon, Moritz und Colin drei Spieler in den Punktspielen der ersten Mannschaft zum Einsatz kamen. Unsere Aufgabe besteht darin diese Spieler im Übergangsbereich gezielt zu begleiten. Wir wollen diese Jungs als Verein durch die Trainingsteilnahme bzw. Wettkämpfe in der 1. Mannschaft auf das nächste Level heben. Für uns in der U19 haben wir jetzt die Möglichkeit die nächsten Talente heranzuführen. Auch diese Jungs werden jetzt Zeit benötigen, jedoch sind wir davon überzeugt, dass auch sie auf lange Sicht davon profitieren.

In den ersten vier Spielen müsst ihr in Aue, Erfurt und Rostock dreimal auswärts antreten. Klingt nach einem Mammutprogramm, oder?

In der Tat. Zusammen mit dem schwierigen Heimspiel gegen Viktoria Berlin werden das Standortbestimmungen für unsere Mannschaft. Wir wollen hier optimal in das Halbjahr starten, wissen aber auch um die Schwere der Aufgaben. Wir werden in jedem Spiel zu 100 Prozent gefordert und wollen alles raushauen, was geht. Ich glaube, wenn wir an das Maximum unserer Leistungsstärke kommen, werden wir gute Chancen haben, um erfolgreich zu sein. Nach diesen vier Spielen werden wir wissen wohin die Reise gehen kann.

Sie sprichen es an. Ihr habt aktuell vier Punkte Rückstand auf Tabellenführer Chemnitz und seid mit einem Spiel in Rückstand. Ist der Aufstieg erklärtes Ziel?

Wie schon erwähnt, wollen wir als Leistungssportler natürlich maximalen Erfolg haben und gegen einen Aufstieg werden wir uns selbstverständlich nicht wehren. Ein Aufstieg ist in unserer Ausbildungsphilosophie jedoch nicht Pflicht. Wir befinden uns in den sportlichen Gremien immer wieder in Diskussion, welche Liga für unsere Ausbildung die Beste ist. In der Bundesliga misst man sich mit den Besten, allerdings ist unser Spiel dann meist auch eher defensiv geprägt. In der Regionalliga sind wir oftmals Favorit, müssen das Spiel gestalten und mit anderen Drucksituationen umgehen. Das kann auch positiv für die Entwicklung sein. Und wir haben auch viele Spieler in der ersten Mannschaft oder im Profifußball, die nicht in der Junioren-Bundesliga gespielt haben. Philipp Knechtel und Tim Kleindienst haben keine A-Junioren-Bundesliga gespielt, Colin Raak und Moritz Broschinski haben weder in der B-Jugend, noch in der A-Jugend Bundesliga gespielt. Das zeigt, dass man nicht zwingend höchstmöglich spielen muss, um am Ende den Weg vom Talent zum Profi zu gehen.