Das Buch zumachen
Der FC Energie kann am Mittwoch ab 19:00 Uhr beim Tabellenletzten die Meisterschaft rechnerisch klarmachen und hat genau das vor. Dennoch wird die Partie beim FSV Luckenwalde mitnichten ein Selbstläufer werden. Das weiß auch Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz.
„Kruse ist einsatzbereit und hat gestern das komplette Mannschaftstraining mitgemacht. Ich gehe davon aus, dass er auch nachher mittrainiert. Fabian Graudenz und Benni Förster sind aktuell schon weiter als gedacht. Das ist sehr erfreulich. Bei Marcelo habe ich jetzt keinen neuen Stand und es fehlt noch die Rückmeldung. Er hatte heute Mittag einen Termin beim Neurologen, aber wir gehen davon aus, dass es zumindest nicht schlimmer geworden ist. Ansonsten sind alle einsatzbereit“, wird die personelle Lage kurz formuliert.
Zum Thema Meisterschaft nimmt der Trainer seine Mannschaft in die Pflicht: „Die Spieler haben mir gestern gesagt, dass wir bei einem Sieg vorzeitig Meister sein können. Das wusste ich so gar nicht. Wenn die Mannschaft für sich in Anspruch nimmt morgen sagen zu wollen – „Wir sind Meister“, dann sollte sie dieses Spiel also auch gewinnen. Wenn man das Buch zu machen kann, dann sollte man die Chance auch nutzen.“
Wollitz ergänzt: „Der letztjährige Meister hatte nach 34 Spieltagen 75 Punkte auf dem Konto. Und das können wir bereits morgen überbieten. Wenn Du das dann schaffst, darfst Du dich nicht mal richtig freuen, weil Du am Ende noch diese zwei Spiele bestreiten musst. Das sagt auch nochmal alles über dieses System.“
„Es ist auch unser Ziel jetzt die Fans in jedem Spiel richtig mitzunehmen. Wenn man sieht was 5.100 Energiefans am Sonntag hier veranstaltet haben. Dann weiß man, was hier los ist, wenn 20.000 im Mai dabei sein werden. Ich sage vielen, vielen Dank dafür, wie ich am Sonntag im Stadion empfangen wurde. Das hat mir sehr gut getan, alles andere wäre gelogen“, lobt der Trainer abermals die Unterstützung durch die treuen Fans.
„Und schon allein deshalb ist es wichtig im Hier und Jetzt zu sein. Und das Hier und Jetzt - ist morgen! Dennoch studieren wir auch die drei möglichen Gegner und ich werde sie wenn möglich auch persönlich beobachten. Rückblickend auf Sonntag in der ersten Halbzeit, das nenne ich sorglos. Wenn man einen Gegner unterschätzt, dann respektiert man ihn nicht. Das kann man nicht tun. Auch Luckenwalde hat Stärken. Natürlich auch Schwächen, sicher mehr als wir. Aber sie werden diese Chancen nutzen nochmal richtig auf sich aufmerksam zu machen. Ich geben den Spielern viele Freiheiten, das glaubt ihr gar nicht. Aber mit diesen Freiheiten darf man es nicht übertreiben“, warnt Claus-Dieter Wollitz seine Jungs vor dem morgigen Spiel.

