Auf dem "Betzenberg" etwas holen
Der FC Energie wird sich bereits am Donnerstag in aller Frühe auf den Weg in Richtung Pfalz begeben, um im Freitagabend-Topspiel beim 1. FC Kaiserslautern ausgeruht um wichtige Drittligapunkte kämpfen zu können. Am Reformationstag bat Claus-Dieter Wollitz die hiesigen Journalisten zum üblichen Pressegespräch.
„Startsev ist gesperrt. Zickert und Stanese sind nach den OP's in der Reha und Lars Bender ist im erweiterten Training. Seit gestern hat Marcelo de Freitas Probleme und konnte heute nicht trainieren, wird stattdessen behandelt. Wir werden ihn aber mit nach Kaiserslautern nehmen“, in der Aufzählung vergaß Claus-Dieter Wollitz unabsichtlich Maximilian Zimmer, obwohl die Information ebenso neu wie ärgerlich ist. „Sorry und vielen Dank für den Hinweis. Maxi Zimmer hat sich das Innenband angerissen. Er hatte letzte Woche über Beschwerden geklagt und vom Gefühl her war es besser, dann aber doch nicht und so wurde ein MRT gemacht, das diese Diagnose ergab. Er ist auch in der Reha und wird noch zwei bis drei Wochen fehlen“, so die personelle Situation.
„Ich denke, dass das ein interessantes Freitagabendspiel wird. Es ist ja auch das Bwin- TopSpiel bei Telekom Sport. Manche sagen, dass Lautern in den letzten Spielen Boden gut gemacht hat. Ich sage, dass sich die Mannschaft gefunden hat. Wir müssen unsere Leistung mit den Mitteln, die wir zur Verfügung haben bringen. Uns gegen das Stadion, gegen diese Mannschaft und gegen diese Spieler wehren. Sonst könnten wir ja auch gleich sagen, dass wir uns auf ein 2:0 einigen. Aber das machen wir nicht! Wer in Wiesbaden 2:0 gewinnen kann, der kann auch auf dem Betzenberg etwas holen. Ausschlaggebend wird sein, dass wir dagegenhalten und selber attackieren“, gibt sich der Trainer optimistisch.
Angesprochen auf das Fritz-Walter-Stadion entgegnete Wollitz: „Ich denke, dass die Atmosphäre eine besondere Motivation für uns ist. Wir dürfen in einem Stadion spielen mit dieser Geschichte. Wenn man allein sieht, wie viele Menschen dort in der Fankurve stehen. Das ist beeindruckend. Aber wir haben auch bei 1860 München vor 15.000 emotionalen Fans ein richtig gutes Spiel gemacht und es wird darauf ankommen, ob wir unser Spiel durchbekommen. Kaiserslautern hat richtig viel Qualität im Kader, aber mit Organisation und den richtigen Entscheidungen bei Ballbesitz kann man auch dieses Stadion beruhigen. Ansonsten ist das natürlich ein Pfund für die Heimmannschaft.“
„Es ist nicht so, dass es in dieser 3. Liga nicht möglich ist in Kaiserslautern zu gewinnen. Sie haben auch schon zu Hause verloren und auch schon zwei Mal Unentschieden gespielt. Am Montag hat Aalen geführt, das war keineswegs so klar. Sie haben aber leidenschaftlich gekämpft und am Ende das Spiel gedreht. Personell sind sie sehr, sehr gut besetzt. Wir haben aber auch Stein, Scheidhauer, Viteritti, de Freitas, wenn er denn spielt, Rangelov und den Rest unseres Teams. Ich wüsste also nicht, was dagegen spricht, dass wir am Freitag auch punkten können.“
„Wir können auch mit drei Stürmern spielen. Das ist in der Konstellation Mamba - Scheidhauer - Rangelov absolut möglich. Rückblickend hat der eine gegen Jena getroffen und der andere ist sehr, sehr viel gelaufen, hat viele Bälle festgemacht und gearbeitet. Es wäre sicher keine Überraschung, wenn beide erneut beginnen würden“, gibt der Übungsleiter einen möglichen Ausblick auf die Angriffsreihe und wurde nochmals direkt auf Dimitar Rangelov angesprochen: „Mitko hat eine gute Körpersprache, die hatte er aber auch schon vorher. Dazu benötigte es keine zusätzliche mediale Aufmerksamkeit. Es ist nicht gut, wenn man jetzt daraus eine „One-Man-Show“ macht – das möchte auch Mitko nicht. Er wurde beispielsweise auch missverstanden, als er sagte „Wir laufen zu viel“. Denn insgesamt sind wir gegen Jena wieder an die 120 Kilometer rangekommen, was sehr gut und wichtig ist. Er meinte damit, dass wir etwas im Anlaufverhalten ändern sollen. Gefreut hat er sich sehr, wie ihn das Publikum hier empfangen hat. Das hat man gespürt. Und wir brauchen auch unser Publikum, das war gegen Jena fantastisch. Auch gegen Lotte brauchen wir die 7.000 bis 8.000, weil dann die Stimmung anders ist und das hilft uns.“

