07.02.2019 14:44 | Die Würzburger Kickers gastieren in Cottbus

Attribute gefordert

Vor dem Heimspiel gegen die Würzburger Kickers kam dem Zuschauer die Pressekonferenz fast kürzer vor, als  das Verlesen der Ausfallliste. Und dennoch hatte Claus-Dieter Wollitz passende Worte und vor allem Attribute in petto.   

„Fangen wir mit dem leidigen Thema an. Jonas Zickert hat weiterhin mit der Sohle Probleme und seit Wehen kein Training mitgemacht. Zimmer ist klar, Stanese ist in der Reha und bei Tim Kruse haben wir bzw. sie das kommuniziert. Er wird jetzt die Belastung steigern und dann werden wir sehen, ob es dann vier, fünf oder sechs Wochen sind – ich glaube, das spielt keine Rolle. Lars Bender hat es am Dienstag versucht, das ging nicht, da wird es keinen Sinn machen und Niklas Geisler ist im Aufbautraining. Kevin Scheidhauer hat gegen Wehen gespielt und war auch im Kader für Unterhaching, aber da wurde jetzt wohl eine Schambeinentzündung diagnostiziert – ein MRT wird jetzt gemacht. Das würde bedeuten, dass er am Samstag ausfällt. Weidlich, Viteritti, Gehrmann, Beyazit sind im Aufbautraining und haben die ganze Woche mittrainiert, ob jemand für den Kader nominiert wird, wird sich noch entscheiden. Manchmal ist eine Woche mehr im Aufbau auch besser. Lasse Schlüter hatte Adduktorenprobleme – ihn nehmen wir heute raus, gehen aber davon aus, dass er am Wochenende spielt. Leon Schneider hatte mit Übelkeit zu kämpfen und hat sich übergeben, daher nehmen wir ihn heute auch aus dem Training. Alle anderen und die neuen Spieler sind einsatzbereit“, trug der Cheftrainer die lange Ausfallliste vor.

Mit Blick auf den kommenden Gegner sagte Claus-Dieter Wollitz: „Das ist eine Mannschaft, die irgendwie das Außergewöhnliche interpretiert und verkörpert. Wenn man gesehen hat, wie sie das zuletzt in Uerdingen gemacht haben. Dann aber auch Schwankungen in den Leistungen unterliegen und Spiele gemacht haben, in denen sie keine Punkte holten. Mit 30 Punkten, da kann man mit einer Serie vielleicht auch nochmal oben angreifen. So wird das ein Spiel, in dem wir alles geben und alles rauspusten müssen. Mit der größten Hingabe, denn jeder Punkt zählt. Drei wären top! Wir müssen eine Reaktion zeigen. Es ist lange her, dass wir zu Hause einen Dreier geholt haben. und die Basis, um den Klassenerhalt zu schaffen muss dann auch über die Heimspiele gehen. Dass da gute Spieler auf der anderen Seite sind, ich glaube das brauchen wir nicht jede Woche erwähnen und das gilt dann natürlich auch für Würzburg.“

„Zeit ist immer gut. Aber ich fordere jetzt auch keine Zeit ein und nehme nichts als Alibi. Ich lege nur die Fakten auf den Tisch. Ich habe im Sommer gesagt, dass wir gegen den Abstieg spielen werden, wir aber den Abstieg verhindern können. Mit hoher Disziplin, hoher Laufbereitschaft, hoher Identifikation und hohem Verantwortungsbewusstsein. Und das gilt jetzt auch für die neuen Spieler. Wir können jetzt nicht sagen, dass wir zehn Spiele brauchen, um uns einzuspielen. Wir müssen diese Balance finden, um diese Spieler auf die Platte zu bringen. Ich glaube aber auch, dass man das kompensieren kann. Eine Gemeinschaft kann vieles auffangen und eine positive Grundstimmung und Einstellung haben. Wir haben jetzt 17 Spiele und brauchen Punkte und wollen auch diese Punkte holen. Deshalb erwarte ich auch ganz klar, dass wir auf den Platz gehen, um das Spiel zu gewinnen“, wird Wollitz deutlich.

Zur Aufstellung und den Neuzugängen äußerte sich der Coach wie folgt: „Ich kann nichts ausschließen. Es können alle beginnen, oder nur einer, oder zwei. Vielleicht drei. Wenn, dann ist es keine Entscheidung für oder gegen den einen oder anderen Spieler. Selbst wenn die gleichen Spieler, wie vor Unterhaching jetzt zur Verfügung stünden, dann würden wir trotzdem mit einer anderen Mannschaft beginnen – weil Würzburg nicht Unterhaching ist! Wir versuchen immer die bestmögliche Mischung für den jeweiligen Spieltag auf den Platz zu bringen und dann auch noch die Möglichkeiten zu haben, um mit Auswechslungen etwas verändern zu können.“

Abschließend hielt der Übungsleiter fest: „Es gab zu oft Spiele, in denen wir nicht konstant waren, um als Sieger vom Platz zu gehen. Ich kann jetzt den ganzen Kader aufzählen. Wir sind alle gefordert konzentrierter, disziplinierter, aufmerksamer, leidenschaftlicher, verantwortungsvoller und mutiger die Spiele zu bestreiten, damit wir über 90 Minuten die Möglichkeit haben, zu gewinnen.“