Regionalliga Nordost
Sonntag, 11.03.2018, 13:30 Uhr
Stadion der Freundschaft
Energie Cottbus
2:1
Berliner AK
Schiedsrichter
Martin Bärmann (Leipzig)
Assistenten
Michael Wilske
Marko Wartmann
Zuschauer
5.091

Das Ding gedreht

Im Heimspiel gegen den Berliner AK setzte Claus-Dieter Wollitz auf die bewährte Anfangsformation aus der Hinrunde. Die Neuzugänge Alexander Siebeck, Kevin Scheidhauer und Fabian Graudenz nahmen zunächst auf der Bank Platz. Dort saß nach langer Verletzungspause erstmals auch wieder Felix Geisler. Willkommen zurück „Geisi“. Auch Kapitän Marc Stein konnte nach seiner Verletzung endlich wieder auflaufen und bildete mit dem zuletzt gesperrten José-Junior Matuwila die Innenverteidigung im FCE-Team.

Der FC Energie ging, ebenso wie die sehr früh pressenden Gäste, hochmotiviert in das Spiel, so dass sich beide Mannschaften zunächst weitestgehend neutralisierten. Zudem ermöglichten viele kleinere Fouls und Nicklichkeiten wenig Spielfluss. Der BAK trat sehr aggressiv auf und bekam nach etwas mehr als einer Viertelstunde einen Freistoß an der Strafraumgrenze zugesprochen. Diesen verwandelte Deniz Tunay direkt zum 0:1 und jubelte anschließend mit provozierenden Gesten vor der heimischen Auswechselbank und den Energiefans auf der Haupttribüne. Unsportlich. Für dieses Verhalten sah der Berliner von Schiedsrichter Martin Bärmann die gelbe Karte. Die Stimmung im Stadion war nun aufgeheizt und das nicht wegen der angenehmen 17 Grad an diesem Sonntagnachmittag.

Erstmals in dieser Saison musste die Wollitz-Elf also einem Rückstand im heimischen Stadion der Freundschaft hinterherlaufen. Der FC Energie mühte sich zwar, kam zunächst nicht zu wirklichen Torgelegenheiten. Streli Mamba vergab nach einer guten halben Stunde im Fünf-Meter-Raum, wurde jedoch vom durchrutschenden Ball ein wenig überrascht. Ein Kopfball von Marcelo de Freitas ging deutlich über das Tor (33.). Kurz vor der Halbzeit konnte der FC Energie eine Vierfach-Chance verzeichnen. Über Lasse Schlüter, Marcelo de Freitas und Fabio Viteritti entstand viel Gefahr, doch am Ende gab es nur Eckball. Maximilian Zimmer trat das Leder auf den langen Pfosten, wo Tim Kruse den Ball über den Kasten setzte. Vom BAK war in dieser Phase wenig zu sehen. Nach einem weiten Abschlag von Avdo Spahic lief Streli Mamba allein auf das Tor der Gäste zu und scheiterte am starken Jakubov, der nicht hinauseilte, sondern stehen blieb. Trotz fünf Minuten Nachspielzeit blieb es dennoch beim 0:1 aus Sicht der Hausherren.

Claus-Dieter Wollitz wechselte zur Pause nicht, hielt jedoch eine emotionale Ansprache an sein Team. Und die Jungs waren heiß, richtig heiß und wollten das Ding vor wieder über 5.000 Zuschauern noch drehen. Der FCE war im Vorwärtsgang und zwei Mal gefährlich durch Fabio Viteritti vor dem Tor. Ein wunderbarer Spielzug über die linke Seite war leider 20cm zu lang für Maximilian Zimmer. Weiterhin sollte ein Doppelwechsel von Kevin Scheidhauer und Fabian Graudenz, die für Tim Kruse und Andrej Startsev aufs Feld kamen, für weitere Belebung sorgen. Dieses Vorhaben fruchtete. Ein Freistoß von Maximilian Zimmer krachte an das Dreiangel des Gäste-Tores. Der Ausgleich lag nun förmlich in der Luft und wäre mittlerweile auch verdient gewesen (66.). Lange dauerte es dennoch nicht mehr, denn der FCE war präsent, hellwach und wollte sich das Schauspiel der Gäste im eigenen Stadion nicht bieten lassen. Nach einem zunächst abgewehrten Ball köpften Marcelo de Freitas das Leder zurück in den 16er, wo Streli Mamba zum Fallrückzieher ansetzte und Jakubov keine Chance zur Abwehr ließ. Der Ausgleich und Riesenjubel im Stadion, doch damit nicht genug. Drei Minuten später patzte Jakubov nach einem Zimmer-Freistoß und am Ende der „Kette“ stand Kapitän Marc Stein, der den Ball irgendwie mit links über Linie drückte und das 2:1 markierte. Das Spiel war gedreht. Und das mit Recht!  

Dann gab es weniger Erfreuliches für den FCE, als der eben erst eingewechselte Fabian Graudenz humpelnd das Feld verlassen musste. Gute Besserung Fabian. Ihn ersetzte Paul Gehrmann in der 79. Minute und die Mannschaft hielt den Vorsprung bis zum Ende. Nachdem zunächst Kevin Scheidhauer das entscheidende 3:1 praktisch auf dem Fuß hatte, kamen die Gäste in der letzten Spielminute zu einer Kontermöglichkeit. Avdo Spahic hielt den Ball glänzend. Der Berliner stand beim Schussversuch jedoch im Abseits und somit war der regelkonforme Abseitspfiff zugleich der Abpfiff. Sieg für den FC Energie und weitere drei Punkte für das große Ziel. Am kommenden Sonntag gastiert der FCE bei der U23 von Hertha BSC.

Startaufstellung
FC Energie Cottbus
TW 1 Avdo Spahic
AW 3 Andrej Startsev
AW 21 Marc Stein
AW 5 José-Junior Matuwila
AW 22 Lasse Schlüter
MI 7 Kevin Weidlich
MI 17 Maximilian Zimmer
MI 20 Tim Kruse
MI 14 Marcelo de Freitas Costa
MI 10 Fabio Viteritti
ST 11 Streli Mamba
Trainer: Claus-Dieter Wollitz
Berliner AK
TW 13 Jakub Jakubov
AW 18 Tijmen Hermanus Maria Linthorst
AW 15 Florijon Belegu
AW 31 Pierre Becken
AW 3 Can Coskun
MI 8 Deniz Tunay
MI 24 Lovro Sindik
MI 10 Enes Küc
MI 42 Seref Özcan
MI 27 Fatlum Elezi
ST 23 Felix Brügmann
Trainer: Markus Zschiesche
Auswechselbank
FC Energie Cottbus
TW 41 Matti Kamenz
AW 24 Max Grundmann
MI 8 Felix Geisler
MI 13 Paul Gehrmann
MI 19 Fabian Graudenz
MI 26 Alexander Siebeck
ST 9 Kevin Scheidhauer
Berliner AK
TW 21 Daniel Bittner
AW 4 Cedrik Stefan Synclair Mvonko
AW 48 Youssef Sakran
MI 14 Oliver Hofmann
MI 37 Ömer Akyörük
MI 20 David Danko
ST 11 Abu Bakarr Kargbo
19
Tunay Deniz (Rechtsschuss)
20
Gelbe Karte Tunay Deniz
36
Gelbe Karte Felix Brügmann
46
Abu Bakarr Kargbo
Fatlum Elezi
56
Ömer Akyörük
Seref Özcan
Kevin Scheidhauer
Tim Kruse
58
Fabian Graudenz
Andrej Startsev
59
Streli Mamba (Fallrückzieher, Marcelo de Freitas)
69
71
Gelbe Karte Lovro Sindik
Marc Stein (Linksschuss, Maximilian Zimmer)
72
73
Oliver Hofmann
Felix Brügmann
. Maximilian Zimmer
75
78
Gelbe Karte Tijmen Hermanus Maria Linthorst
Paul Gehrmann
Fabian Graudenz
80
. Lasse Schlüter
87
. Kevin Scheidhauer
88
TSG Neustrelitz 1
Hertha BSC II 1
Budissa Bautzen 1
BFC Dynamo 2
VfB Auerbach
Germania Halberstadt
Chemie Leipzig 2
ZFC Meuselwitz 0
Wacker Nordhausen 6
FSV Luckenwalde 1
Viktoria Berlin 1
Union Fürstenwalde 0
VSG Altglienicke 1
SV Babelsberg 03 1
FC Oberlausitz 2
1. FC Lok Leipzig 2