3. Liga
Samstag, 18.05.2019, 13:30 Uhr
Eintracht-Stadion
Eintracht Braunschweig
1:1
Energie Cottbus
Schiedsrichter
Daniel Schlager (Rastatt)
Assistenten
Zuschauer
22.745

Tränen über Tränen

Der FC Energie reiste am Tag der Entscheidung zu Eintracht Braunschweig und wollte mit einem Sieg aus eigener Kraft die Klasse halten. Auf Schützenhilfe der anderen wollte und sollte man sich ohnehin nicht verlassen.

Es war ein nervöser Beginn von beiden Mannschaften mit vielen Ballverlusten im Mittelfeld, aber mit mehr Druck der Gastgeber. Der FC Energie war erstmals nach knapp 10 Minuten gefährlich im 16er der Hausherren. Zunächst wurde ein Eckball von Marcelo de Freitas geklärt, doch im Nachsetzen verpassten Kevin Weidlich und Robert Müller den Ball nur knapp. Am Ende hatte Fejzic den Ball. Im Gegenzug war es dann die Eintracht, die das Leder knapp neben den Pfosten von Avdo Spahic setzte (11.). In der 28. Minute sank Bär im Strafraum zu Boden und spielte den Ball mit der Hand - Schiedsrichter Daniel Schlager entschied auf Strafstoß. Hitzige Diskussionen, Rudelbildung und Unverständnis auf Seiten des FC Energie, doch die Entscheidung stand fest. Gut zwei Minuten später führte Marc Pfitzner aus und traf zur 1:0-Führung für den BTSV.

Es blieb weiterhin hitzig auf dem Rasen, da für beiden Mannschaft zu viel auf dem Spiel stand. Der FCE bemühte sich, schaffte es in dieser Phase jedoch nicht, sich entscheidend zu befreien und selbst offensive Akzente zu setzen. Der Druck der Gastgeber war immens groß, doch die FCE-Kicker warfen sich tapfer in jeden Ball. Mit dem knappen Rückstand ging es in die Kabine, aus welcher der FC Energie deutlich früher als die Braunschweiger kam und doppelt wechselte. Fabio Viterriti und Luke Hemmerich kamen für Tim Kruse und Daniel Bohl in die Partie, um im zweiten Durchgang mehr Offensivdruck auf den Rasen zu bekommen.

Nach einem geblockten Schuss von Marcelo de Freitas war Luke Hemmerich nach wenigen Sekunden das erste Mal in Schussposition, doch der Ball wurde geblockt. Zudem gab es Freistoß für den BTSV. Die Cottbuser hatte nun mehr vom Spiel und waren vermehrt am 16er der Braunschweiger zu finden. Ein Kopfball von Robert Müller hatte etwas zu wenig Druck und war somit kein Problem für Fejzic (53.). Als Lasse Schlüter in den Strafraum flankte, war eine Hand im Spiel und es gab den zweiten Strafstoß im Spiel. Dieses Mal für den FC Energie. Fabio Viteritti verwandelte sicher zum 1:1 (57.) und nun waren die Rot-Weißen wieder voll im Spiel, agierten mit Mut und der Gewissheit, siegen zu müssen. Die Spielstände aus Jena und Köln waren natürlich auch bis auf das Spielfeld vorgedrungen. Als Dimitar Rangelov zum Freistoß von der Strafraumgrenze antrat, war die Hoffnung groß, doch der Ball ging einen Meter über das Tor (65.).

Bis zum Ende ging es hin und her, denn der FC Energie versuchte es zum einen mit der Brechstange und für das Cottbuser Spiel eher untypischen langen Bällen, zum anderen aber auch mit zielgerichtetem Fußball in Richtung Tor. Die Offensivbemühungen gaben den Braunschwieger zwangsläufig Räume zum Kontern, doch immer wieder war ein Cottbuser zur Stelle. José-Junior Matuwila, der kurz zuvor die gelbe Karte wegen eines rüden Einsteigens gesehen hatte, wollte fünf Minuten vor dem Ende, getreu dem Motto „Einer für den anderen“ einen Fehler des Teamkameraden ausbügeln und kam eine Sekunde zu spät. Zu Recht gab es die gelb-rote Karte. Dennoch machte der FC Energie weiter und hatte nach einer Flanke von Fabian Holthaus auf Streli Mamba, der den Ball am langen Pfosten eindrucksvoll noch erlief und querlegte, eine große Chance. Leider erreichte keiner den Ball in der Mitte und so war die große Möglichkeit zum "Lucky Punch" in der Nachspielzeit dahin.

Dann war Schluss und die Tränen flossen bei Mannschaft, Trainerteam und Fans in Strömen. Somit beendete der FC Energie das Spiel bei Eintracht Braunschweig zwar mit einem 1:1 Unentschieden, verlor dennoch alles. Mit 45 Punkten und lediglich einem Tor zu wenig steigt die Mannschaft nach einem Jahr erneut in die Regionalliga Nordost ab.

Startaufstellung
Eintracht Braunschweig
TW 13 Jasmin Fejzic
AW 23 Christoph Menz
AW 16 Robin Becker
AW 6 Steffen Nkansah
AW 27 Niko Kijewski
MI 31 Marc Pfitzner
MI 8 Stephan Fürstner
MI 11 Leandro Putaro
MI 34 Mike Feigenspann
ST 15 Marcel Bär
ST 9 Philipp Hofmann
FC Energie Cottbus
TW 1 Avdo Spahic
AW 29 Leon Schneider
AW 16 Robert Müller
AW 5 José-Junior Matuwila
MI 7 Kevin Weidlich
MI 20 Tim Kruse
MI 14 Marcelo de Freitas Costa
MI 21 Daniel Bohl
AW 22 Lasse Schlüter
ST 11 Streli Mamba
ST 8 Dimitar Rangelov
Trainer: Claus-Dieter Wollitz
Auswechselbank
Eintracht Braunschweig
TW 1 Marcel Engelhardt
AW 4 Nils Rütten
MI 17 Yari Otto
MI 19 Felix Burmeister
MI 25 Onur Bulut
ST 26 Julius Düker
ST 22 Manuel Janzer
FC Energie Cottbus
TW 31 Kevin Rauhut
AW 2 Luke Hemmerich
AW 12 Fabian Holthaus
AW 23 Lars Bender
MI 8 Feix Geisler
MI 10 Fabio Viteritti
ST 33 Moritz Broschinski
6
Gelbe Karte Daniel Bohl
Yari Otto
Stephan Fürstner
27
29
Gelbe Karte Dimitar Rangelov
Marc Pfitzner (Handelfmeter)
30
42
Gelbe Karte Kevin Weidlich
. Marc Pfitzner
42
46
Fabio Viteritti
Tim Kruse
46
Luke Hemmerich
Daniel Bohl
Felix Burmeister
Marc Pfitzner
54
57
Fabio Viteritti (Handelfmeter)
80
Gelbe Karte José-Junior Matuwila
81
Fabian Holthaus
Lasse Schlüter
86
Gelbe Karte José-Junior Matuwila
Julius Düker
Philipp Hofmann
88
92
Gelbe Karte Tim Kruse
. Julius Düker
92
. Christoph Menz
92
Ergebnisse - 38. Spieltag
Karlsruher SC 2
Hallescher FC 3
FSV Zwickau 2
Preußen Münster 0
Fortuna Köln 0
Sonnenhof Großaspach 2
Carl Zeiss Jena 4
1860 München 0
1. FC Kaiserslautern 4
SV Meppen 2
Sportfreunde Lotte 1
Würzburger Kickers 2
VfL Osnabrück 1
SpVgg Unterhaching 4
KFC Uerdingen 2
Wehen Wiesbaden 3
VfR Aalen 1
F.C. Hansa Rostock 1