13. April 2014 - 14:03

Teilausschluss

FC Energie muss gegen Pauli drei Blöcke schließen

Der FC Energie Cottbus muss beim Heimspiel gegen den FC St. Pauli drei Blöcke der „Nordwand“ des Stadions der Freundschaft schließen, zudem 10.000 Euro Strafe zahlen und die Auflage infrastruktureller Maßnahmen zum Schutz der Protagonisten beim Gang in die Kabinen erfüllen. Das geht aus dem Urteil des DFB-Sportgerichts nach der jüngsten Wurfattacke auf Schiedsrichterassistent Thomas Stein hervor.

Dieser Teilausschluss von Zuschauern ist das „Ergebnis“ mehrerer Vergehen in der laufenden Saison 2013/2014, der FC Energie Cottbus war wegen des Werfens von Gegenständen in den Innenraum von der Nordwand bei den Heimspielen gegen Aue, Karlsruhe und 1860 München bereits verwarnt worden. Als Bestandteil der Strafe verlieren am 17. April alle Dauerkarten für die Blöcke G, H und I der Nordwand ihre Gültigkeit. „Wir haben uns mit dem Verband auseinandergesetzt und ein weitaus drastischeres Strafmaß verhindert, auch ein Geisterspiel stand angesichts der Schwere des Vergehens in Form von Körperverletzung im Raum. Für uns als Verein, vor allem aber für unsere treuen und vorbildlichen Fans auf der Nordwand ist es dennoch eine Katastrophe, dass sie ihren angestammten Platz gegen den FC St. Pauli wegen einiger Unverbesserlicher nicht einnehmen können“, erklärt Geschäftsführer Normen Kothe zur Urteilsverkündung.

Um am Gründonnerstag trotzdem bestmögliche Heimspiel-Atmosphäre in dieser wichtigen Begegnung im Stadion der Freundschaft zu gewährleisten, bietet der FC Energie Cottbus als Einstimmung auf das Osterwochenende Stehplätze in den Blöcken P, Q, F1 und F2 zum einheitlichen Preis von fünf Euro an. „Auf die gewohnte Anfeuerung durch die stimmungsvolle Nordwand müssen wir in diesem einen Spiel wohl oder übel verzichten. Wir hoffen trotzdem, dass die Unterstützung eines Heimspiels würdig ist und wir gemeinsam mit unseren Fans diesen wohl letzten Denkzettel als Chance begreifen und nutzen“, so Normen Kothe weiter.