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Die Mannschaft des FC Energie Cottbus hat nach der Rückkehr aus dem Trainingslager am Donnerstag trainingsfrei. Es ist der erste freie Tag nach zehn Tagen intensiver Arbeit. Sozusagen "auf Montage". Nur das Funktionsteam wird im Einsatz sein.
Denn die Mannschaft rund um die Mannschaft ist immer gefragt. In Herzlake absolvieren Physiotherapeuten, Mannschaftsleiter, Co- und Torwarttrainer extrem lange Tage. Während der Cheftrainer mit der Erarbeitung von Trainingsinhalten, der Suche nach Verstärkungen und als Ansprechpartner für die Medien voll ausgebucht ist, wird ihm der Rücken von seinen Assistenten frei gehalten.

Markus Feldhoff ist stets der erste auf dem Platz, weit bevor die Mannschaft zum püntklichen Anpfiff erscheint. Er bereitet die Einheiten vor, steckt Felder ab, stellt Fahnenstangen auf und Hütchen, legt Bälle zurecht und überprüft die Funktionalität der Herzfrequenzuhren. Diese Pulsuhren verwaltet der Co-Trainer, er führt Buch, beobachtet die Kurven nach jeder Trainingseinheit und zieht Rückschlüsse auf den körperlichen Zustand der Spieler. Entsprechend wird die Intensität dosiert. "Felle" erarbeitet nach Rücksprache mit Pele Wollitz auch den Tagesablauf, der täglich auf der Tafel im Essenstraum ablesbar ist. Müßig zu erwähnen, dass Markus Feldhoff auch in den Trainingsprozess eingebunden ist und die Erwärmung des Teams stets selbständig durchführt.
Unterstützt wird er von Vasile Miriuta, aber auch Mannschaftsleiter Andre Rohbock ist von morgens bis abends auf den Beinen. Er kümmert sich um die Wäsche, die Getränke, die Bälle, die Essensbestellungen, die Abfahrtszeiten und sonstige organisatorische Dinge. So richtig wirbelt er, wenn die Spieler zwischen den Einheiten die Beine hoch legen. Das ist seine Zeit. Torwarttrrainer Ronny Zeiß indes kümmert sich um sein Team im Team, die drei Torhüter des FCE. Vom spezifischen Training über Läufe bis zur Videoschulung hält er sie auf Trab.
Körperlich am meisten gefordert sind jedoch die drei mitgereisten Physiotherapeuten Philip Gerzymisch, Matthias Grahé und Oliver Krautz. Nicht selten drehen sie morgens im Wald eine Runde zum Wachwerden, denn später am Tag sind sie ausgebucht. Reha-Training mit den angeschlagenen Kickern, Dehnung, Behandlung, Aqua-Jogging, individuelles Training, Stabilisierung und Krafttraining - all das fällt in ihren Zuständigkeitsbereich. Oft müssen sie die Übungen vormachen und haben am Ende des Tages das gleiche Pensum in den Beinen wie ihre Schützlinge. Nur dass diese sich dann auf die Massagebänke legen und von eben jenen Physiotherapeuten behandelt werden. Oft noch nach dem Abendessen bis 23 Uhr. Nur wenn es ein freier Nachmittag wie am Montag zulässt, gönnen sich die Sportverrückten eine Runde Fußball-Tennis. Erholung ist nämlich nichts für die Fitnesscoaches. Vermutlich auch nicht am Donnerstag, wenn am freien Tag sicherlich der eine oder andere Spieler behandelt werden möchte.