Nils Petersen war das personifizierte Sinnbild für den Sturmlauf des FCE in der Schlussphase
Nils Petersen war völlig erschöpft. Obwohl nur knapp 30 Minuten im Einsatz, ging der eingewechselte Energie-Stürmer läuferisch an die Schmerzgrenze. Mit Erfolg. Denn er war Initiator des Sturmlaufs und Torschütze des so wichtigen 1:1.
So wünscht sich jeder Fan und jeder Trainer einen Einwechselspieler. Zumindest einen offensiven. Kaum auf dem Spielfeld brannte es lichterloh im Koblenzer Strafraum, als Nils Petersen nach innen zog und schoss. Er wurde geblockt, ließ sich aber nicht entmutigen. Denn nur wenig später tauchte er am langen Pfosten auf und zielte knapp daneben, legte nach herrlichem Solo für Kollege Leo Kweuke auf, zog aus vollem Lauf mit links ab und zwang den TuS-Keeper zu einer Glanzparade. Es schien, als wolle der 21-jährige Blondschopf von der ungewohnten linken Seite kommend alles was er hat in diese halbe Stunde Spielzeit legen. Und es war beileibe kein Zufall, dass ausgerechnet Nils Petersen in der 83. Minute zur Stelle war und mit einem platzierten Kopfball die Flanke von Stiven Rivic zum 1:1-Ausgleich verwertete.
Für Trainer Pele Wollitz war die Torgefahr des Nils Petersen keine Überraschung. "Ich habe die ganze Woche über diese Variante nachgedacht, ihn auf die Außenposition zu stellen und von dort aus Druck auszuüben. Wenn Nils diese Leistung auch im Training anbietet und so weiter macht, gehört er immer zu den ersten Elf", lobt der Energie-Coach den Youngster.
In den stürmischen Schlussminuten des FCE stand Nils Petersen sogar noch zweimal kurz vor einem Erfolgserlebnis, beide Male fehlten nur wenige Zentimeter zum vollständigen Glück. Sein zweites Saisontor wird dem leichtfüßigen Stürmer Selbstvertrauen geben.