Marc-André Kruska hat eine zweite Initialzündung neben der Einwechslung von Nils Petersen ausgemacht
Vor der Viedoauswertung am Dienstag war ihm mulmig. Die komplette erste Halbzeit des Heimspiels gegen Koblenz noch einmal anzuschauen, war für Marc-André Kruska alles andere als "Wunschtraining".
Der "Sechser" mit der Nummer 18 weiß sehr wohl, dass die Leistung des Teams im jüngsten Heimspiel lange Zeit nicht den eigenen Ansprüchen und Möglichkeiten entsprach. "Wir sind vor allem in der ersten Halbzeit gar nicht in die Zweikämpfe gekommen, hatten zu viel Länge und auch Breite im Spiel, standen nicht eng genug beieinander", blickt Marc Kruska selbstkritisch zurück. Die Initialzündung für eine stürmische Schlussphase sah er natürlich auch in der Einwechslung des agilen Nils Petersen. Aber auch in einer Szene, als Stanislav Angelov am gegnerischen Strafraum gefoult wurde und es keinen Freistoß gab. "Anschließend lagen drei Koblenzer auf dem Rasen, weil wir uns endlich gewhert haben und den Ball mit allen Mitteln zurückholen wollten", erinnert sich Marc-André Kruska. Das sei das Signal gewesen.
Marc-André Kruska ist ein Pfundskerl. Höflich und umgänglich. Manchmal wünschte man sich, er würde entsprechend seiner zentralen Rolle und seiner Fähigkeiten fordernder und unbescheidener auftreten.
Der Mann im defensiven Mittelfeld des FC Energie Cottbus ist ein Stratege, ein feiner Fußballer mit toller Übersicht und herausragender Passqualität. Sofort nach Balleroberung sucht er den Weg in die Spitze, spielt wenige Bälle quer oder als „Alibipass“ nach hinten. So hat er es gelernt bei Borussia Dortmund. Marc Kruska kann das Spiel schnell machen und vor allem verlagern mit Diagonalpässen wie an der Schnur gezogen. Die Kollegen suchen ihn beim Spielaufbau von hinten, er soll dem Spiel der Rot-Weißen Struktur geben, den Rhythmus diktieren. Der 22-Jährige übernimmt dabei Verantwortung, versteckt sich nie, fordert die Bälle und ist zudem der Mann für Standardsituationen.
Kurzum: Marc-André Kruska ist ein sehr wichtiger Spieler beim FC Energie, er hat sich seinen Platz erkämpft und bestätigt ihn mit Leistung. Er muss und will nicht selbst glänzen, sondern seinen offensiven Mitstreitern den Rücken frei halten und sie in Szene setzen. Diese Aufgabe verrichtet er unauffällig, stopft Löcher mit großem läuferischen Aufwand und stellt Räume zu, die andere gar nicht erst erkennen. „Er ist enorm wichtig für uns“, sagt Trainer Pele Wollitz. Marc Kruska ist bei ihm gesetzt. 15 Zweitliga-Spiele bestritt der „Sechser“ seit seinem Wechsel zum FC Energie, alle von Beginn an. Nur einmal fehlte er wegen der fünften gelben Karte. Ein Treffer gelang dem defensiven Mittelfeldakteur bisher, beim 4:0 in Ahlen traf er am letzten Hinrundenspieltag mit einem Schuss der Marke „Tor des Monats“ in den Winkel.
Doch Marc Kruska kann mehr. Das weiß er selbst und natürlich auch der Trainer. Pele Wollitz will ihn noch mehr in die Verantwortung nehmen, ihm eine Führungsrolle übertragen. Das geht nicht von heute von morgen. „Marc ist 22 Jahre alt, erst ein halbes Jahr bei Energie. Er erarbeitet sich die Akzeptanz seiner Nebenleute, ist von Hause aus aber kein Lautsprecher“, begründet der FCE-Coach, dass der Kicker mit der Nummer 18 erst in die angedachte Rolle als Anführer auf dem Spielfeld hinein wächst. Dass er es kann und will, ist unverkennbar. Trainer und Mitspieler stützen den Mann mit dem Hang zum Zuckerpass bei seinen Ambitionen.
06.02.10
Glück auf, Ronny!
Stadionsprecher Ronny Gersch wurde feierlich verabschiedet
„Hier kommt das Licht!“ schallte es vor dem Spiel gegen Koblenz wie gewohnt beim Einmarsch der Energie-Kicker durch die Arena. Zum letzten Mal. Nach dem letzten Auftritt von Stadionsprecher Ronny Gersch geht das Licht natürlich nicht aus, strahlt aber ein kleines bisschen weniger hell.
Der Stadion- und Pressesprecher in Personalunion war beim Heimspiel des FCE gegen TuS Koblenz zum letzten Mal zu hören und auf dem Rasen zu sehen. Das Urgestein des FC Energie widmet sich einer neuen Herausforderung, wird künftig die Reihen des FC Schalke 04 verstärken und dort an der Seite von Meistertrainer Felix Magath Aufgaben bei der Leitung der Lizenzabteilung wahrnehmen. Ein Angebot, das Ronny Gersch nicht ablehnen konnte und wollte. Das Präsidium des FC Energie entsprach seinem Wunsch, entband den Leiter der Presseabteilung kurzfristig und unkompliziert von seinen Aufgaben und verabschiedete ihn vor dem Anpfiff würdig. Präsident Ulrich Lepsch und Vizepräsident Wolfgang Neubert überreichten der "Stimme des FCE" ein Mikrofon im Energie-Design und einen riesigen Strauß Blumen.
Der 35-Jährige hat den FC Energie Cottbus nachhaltig geprägt, gab dem Verein 16 Jahre lang Stimme und Gesicht. Ronny Gersch machte die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins salonfähig, wuchs mit dem Club und seinen Aufgaben, vertrat die Interessen des FCE auch im Arbeitskreis Medien der Deutschen Fußball-Liga. Der radioerfahrene und charismatische Sprecher moderierte publikumswirksam nahezu alle Verstaltungen mit Beteiligung des FC Energie, verhalf dem Internet-Fernsehen FCEnergie.tv auf die Beine und gab jeden Mittwoch der Energie-Show auf 94,5 Radio Cottbus eine unverwechselbare Note. Der Mann, der als Jugendlicher bereits im Fanblock anzutreffen war, trägt Energie im Herzen und ist unendlich dankbar dafür, die größten Erfolge des Vereins hautnah erlebt und mitgestaltet zu haben.
Die Arena auf Schalke ist mit ihrer Vielzahl an Lampen schon ziemlich hell erleuchtet. Künftig strahlt sie wohl noch ein wenig heller. Denn „hier kommt das Licht“. Aus Cottbus.
06.02.10
Die Frage des Tages
... an Gerhard Tremmel, Torhüter des FC Energie Cottbus
Gerhard Tremmel, stimmt Dich das Aufbegehren der Mannschaft in der Schlussphase und der erkennbar unbedingte Wille trotz des 1:1 gegen Koblenz optimistisch?
Gerhard Tremmel: Ganz ehrlich? Ich kann es nicht mehr hören, dass wir phasenweise recht gut gespielt haben, Chancen hatten oder gekämpft haben. Das ist Grundvoraussetzung. Es zählen Ergebnisse. Deshalb konnte sich auch kein Spieler wirklich freuen.
06.02.10
Initiator und Torschütze
Nils Petersen war das personifizierte Sinnbild für den Sturmlauf des FCE in der Schlussphase
Nils Petersen war völlig erschöpft. Obwohl nur knapp 30 Minuten im Einsatz, ging der eingewechselte Energie-Stürmer läuferisch an die Schmerzgrenze. Mit Erfolg. Denn er war Initiator des Sturmlaufs und Torschütze des so wichtigen 1:1.
So wünscht sich jeder Fan und jeder Trainer einen Einwechselspieler. Zumindest einen offensiven. Kaum auf dem Spielfeld brannte es lichterloh im Koblenzer Strafraum, als Nils Petersen nach innen zog und schoss. Er wurde geblockt, ließ sich aber nicht entmutigen. Denn nur wenig später tauchte er am langen Pfosten auf und zielte knapp daneben, legte nach herrlichem Solo für Kollege Leo Kweuke auf, zog aus vollem Lauf mit links ab und zwang den TuS-Keeper zu einer Glanzparade. Es schien, als wolle der 21-jährige Blondschopf von der ungewohnten linken Seite kommend alles was er hat in diese halbe Stunde Spielzeit legen. Und es war beileibe kein Zufall, dass ausgerechnet Nils Petersen in der 83. Minute zur Stelle war und mit einem platzierten Kopfball die Flanke von Stiven Rivic zum 1:1-Ausgleich verwertete.
Für Trainer Pele Wollitz war die Torgefahr des Nils Petersen keine Überraschung. "Ich habe die ganze Woche über diese Variante nachgedacht, ihn auf die Außenposition zu stellen und von dort aus Druck auszuüben. Wenn Nils diese Leistung auch im Training anbietet und so weiter macht, gehört er immer zu den ersten Elf", lobt der Energie-Coach den Youngster.
In den stürmischen Schlussminuten des FCE stand Nils Petersen sogar noch zweimal kurz vor einem Erfolgserlebnis, beide Male fehlten nur wenige Zentimeter zum vollständigen Glück. Sein zweites Saisontor wird dem leichtfüßigen Stürmer Selbstvertrauen geben.
05.02.10
Auch Dächer sind schneefrei
Nordwand und Südtribüne wurden vom Schnee befreit
Vom Eise befreit sind Dächer und Ränge ... Allerdings nicht durch des Frühlings holden, belebenden Blick. Sondern durch fleißige Helfer im Stadion der Freundschaft. Der FC Energie Cottbus sagt Dankeschön!
Peter Przesdzing, Leiter des Cottbuser Sportstättenbetriebes, verbrachte seinen Urlaub nahezu täglich in der Heimspielstätte des FC Energie vor der Partie gegen Koblenz, überwachte die Schneeräumarbeiten und legte selbst Hand an. "Jetzt sollten wir die Punkte aber auch hier behalten und nicht das Stadion für die Gäste frei schippen", schmunzelte Peter Przesdzing. Gemeinsam mit seinen Arbeitskräften von der Stadt, freiwilligen Helfern und "Spezialisten" für die Arbeiten auf den Dächern der Nordwand und der Südtribüne wurde die Austragung des Spiels am Sonnabend gesichert. Wegen der großen Last durch den nassen Schnee auf den Traversendächern wurden diese vorsorglich geräumt. "Es war mächtig Schnee auf den Dächern", berichtete Alexander Rosin von den Arbeiten seiner Mitarbeiter in schwindelerregender Höhe und verweist auf die Schneeberge vor der Nordwand. Aber auch denen ging es am Freitag noch an den Kragen.
Nun jedoch ist das Stadion geräumt, dem Heimspiel gegen Koblenz steht nichts mehr im Wege. Der FC Energie Cottbus kann sich für diesen unermüdlichen Einsatz nur bedanken.
05.02.10
Die Frage des Tages
... an Jiayi Shao, Mittelfeldspieler des FC Energie Cottbus
Jiayi Shao, seit Tagen bist Du wegen einer entzündeten Sehne im Sprunggelenk in Behandlung, das Abschlusstraining vor dem Koblenz-Spiel hast Du allerdings voll absolviert. Kannst Du am Sonnabend spielen?
Jiayi Shao: Ich gehe davon aus, ja. Zwar bin ich noch nicht völlig schmerzfrei und nehme Tabletten, aber es ist schon viel besser als noch vor einigen Tagen. Ich hoffe, dass ich der Mannschaft helfen kann und fühle mich gut. Die Partie gegen Koblenz ist sehr wichtig.
05.02.10
Variantenreich
Daniel Ziebig und Jiayi Shao melden sich einsatzbereit
Das Abschlusstraining vor dem Heimspiel des FC Energie Cottbus am Sonnabend um 13 Uhr gegen TuS Koblenz war aufschlussreich für Trainer Pele Wollitz. Daniel Ziebig und Jiayi Shao meldeten sich einsatzbereit.
Beide Akteure standen am Freitag in jener Formation, die sich berechtigte Hoffnung auf die Startelf für die Partie gegen TuS machen darf. Allerdings variierte FCE-Coach Pele Wollitz mehrfach, machte sich ein Bild von verschiedenen Konstellationen. So fungierten Stanislav Angelov und Adam Straith phasenweise als rechter Abwehrspieler, während Roger neben Marc-André Kruska ins defensive Mittelfeld rückte. Auch im Sturm tauschte der Trainer während der Spielform die Partner, stellte sowohl Emil Jula als auch Stiven Rivic und Nils Petersen neben Leonard Kweuke in den Angriff.
Während Pele Wollitz für das Heimspiel gegen Koblenz folglich mehrere Optionen zur Verfügung hat und nach der bestmöglichen Formation sucht, absolvierten einige Akteure nach beendetem Mannschaftstraining noch Sonderschichten. Jiayi Shao trat mehrere Freistöße, bevor er sich nochmals in ausgiebige Behandlung seiner lädierten Sehne im Sprunggelenk begab. Torhüter Gerhard Tremmel wurde dann auch nach Beendigung der Spielform voll gefordert, pflückte Flanken in Serie herunter und prüfte so die tags zuvor schmerzende Schulter. Dennis Sörensen hingegen wirkte im Teamtraining voll mit, um anschließend gemeinsam mit Thomas Franke und Valeriy Sokolenko eine Zusatzschicht über kleine Hürden zu absolvieren.
05.02.10
Sascha Thielert zum Zweiten
Referee aus Norddeutschland leitet die zweite Partie mit FCE-Beteiligung
Sascha Thielert
Zum zweiten Mal in der laufenden Saison leitet Schiedsrichter Sascha Thielert eine Partie mit Beteiligung des FC Energie Cottbus. Der Referee des Heimspiels gegen Koblenz pfiff auch das 1:1 des FCE in Aachen.
Malte Dittrich und Marcel Bartsch assistieren an den Linien, Tim Sönder fungiert als vierter Offizieller. Sascha Thielert aus Norddeutschland ist 30 Jahre alt und gehört zur jungen Garde der deutschen Schiedsrichter. Der Unparteiische wohnt in Buchholz und gehört dem Hamburger Fußball-Verband an, arbeitet als Kaufmann für Bürokommunikation und ist 1,78 Meter groß.
05.02.10
Besuch aus Dortmund
Dimitar Rangelov schaute beim FC Energie Cottbus vorbei
Seinen Aufenthalt in Cottbus nutzte Dimitar Rangelov für einen Besuch beim FC Energie Cottbus. Der ehemalige Stürmer des FCE und jetzige Dortmunder Borusse denkt gern an seine Zeit in Rot-Weiß zurück.
"Ich habe mich wohl gefühlt bei Energie. Und natürlich ist es schön, einstigen Weggefährten Guten Tag zu sagen", erklärte der bulgarische Nationalspieler während seines Besuchs in der Geschäftsstelle des FC Energie. Derzeit ist der Angreifer verletzt, will in zwei Wochen nach auskuriertem Mittelfußbruch aber wieder ins Mannschaftstraining des Bundesligisten Borussia Dortmund einsteigen. Es geht ihm gut im "Ruhrpott". Nur dass er vor seiner Verletzung zu selten zum Einsatz kam, störte sein Befinden. "Aber ich weiß, was ich kann. Und ich werde mich in Dortmund durchsetzen", sagt "Mitko" bei seiner Verabschiedung am Freitag in Cottbus. Der FC Energie drückt ihm die Daumen.
04.02.10
Anja Zach als Rückhalt
Die Frauen des FC Energie sind für die Endrunde der Hallenlandesmeisterschaften qualifiziert
Anja Zach
Die Fußball-Frauen des FC Energie Cottbus haben sich souverän für die Hallenlandesmeisterschafts-Endrunde qualifiziert und wollen am 14. Februar in Bad Liebenwerda ein Wort um den Titel mitreden.
In der Vorrunde in Kolkwitz blieb des FCE-Team ungeschlagen, dem 0:0 gegen Brieske-Senftenberg folgten deutliche Siege gegen TV Forst mit 7:0 und gegen Nonnendorf mit 3:1. Das Qualifikationsspiel gegen Miersdorf/Zeuthen gewann Energie ebenfalls klar mit 4:0. Großer Rückhalt dabei war Torhüterin Anja Zach, die von der Lausitzer Rundschau prompt als Sportlerin der Woche nominiert wurde und sich mit klarem Vorsprung gegen die Konkurrenz durchsetzte. Am Freitag wird Anja Zach in der "LR" offiziell gekürt.
04.02.10
Auf die Zähne beißen
Angeschlagene Kicker des FC Energie wollen gegen Koblenz auf die Zähne beißen
Im Heimspiel gegen Koblenz wollen sie unbedingt dabei sein. Deshalb machen nicht nur die Physiotherapeuten, sondern auch die angeschlagenen Spieler des FC Energie "Überstunden" bei der Behandlung.
Daniel Ziebig geht es muskulär zwar schon wesentlich besser als am Mittwoch bei seinem ersten Mannschaftstraining nach kurzer Zwangspause. Dennoch begab sich der Linksverteidiger in die Hände der medizinischen Abteilung. Am Freitag will er den Belastungstest machen und dann entscheiden, ob er am Sonnabend einsatzfähig ist. Gerhard Tremmel geht indes davon aus, dass er trotz schmerzhafter Schulterprellung aus dem Training spielen kann. Notfalls mit schmerzlindernder Spritze. Sein Torwartkollege Frank Lehmann plagt sich zwar mit einer Blessur am Sprunggelenk, steht nebst Tape aber zur Verfügung. Auch Jiayi Shao hat noch Hoffnung, trotz seiner entzündeten Sehne auflaufen zu können. Er hat am Donnerstag mittrainiert und deutliche Fortschritte gemacht. Unvermindert nehmen auch Nils Petersen ungeachtet einer muskulären Verhärtung und Nils Miatke mit leichten Problemen im Adduktorenbereich am Mannschaftstraining teil.
Dagegen fallen Alexander Bittroff (Anriss des Seitenbandes), Clemens Fandrich (Achillessehne), Thomas Franke (Hüfte) und Julian Börner (Dehnung) definitiv aus.
04.02.10
Die Frage des Tages
... an Michael Feichtenbeiner, Sportdirektor des FC Energie Cottbus
Michael Feichtenbeiner, der FC Energie Cottbus wechselt zur Saison 2010/2011 den Ausrüster und arbeitet dann mit umbro zusammen. Musste die Vereinsführung lange überlegen?
Michael Feichtenbeiner: Natürlich haben wir in Ruhe die Rahmenbedingungen geprüft und uns nicht nur vom Namen blenden lassen. Aber die Verhandlungen waren sehr gut und die Entscheidung in unserem Haus zur "Ehe" mit umbro schließlich einhellig. Der FC Energie wird die erste Profimannschaft in Deutschland sein, die von der traditionsreichen Marke umbro ausgerüstet wird, darauf sind wir durchaus ein wenig stolz. Eine neue, auf den FC Energie zugeschnittene Kollektion wird gerade entworfen und zu gegebener Zeit präsentiert.
04.02.10
"Torkrise" beheben
Der FC Energie Cottbus hat sich vor dem Heimspiel gegen TuS Koblenz in Zugzwang gebracht
Ordentliche Leistungen reichen dem FC Energie Cottbus nicht mehr. Im Heimspiel gegen TuS Koblenz am Sonnabend um 13 Uhr soll die "Torkrise" unbedingt behoben werden.
Dabei gilt es, kühlen Kopf zu bewahren und trotz der jüngsten Niederlagen keine Zweifel aufkommen zu lassen. "Wir erhielten auch nach dem Fürth-Spiel viel Zuspruch. Die engagierte Leistung des Teams zeigte, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Allerdings wissen wir natürlich auch, dass jetzt nur nackte Ergebnisse zählen", schaut Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz voraus. Nach gründlicher Analyse der zurückliegenden Partien war er mit der Art und Weise des Auftretens seiner Mannschaft durchaus zufrieden, eine Weiterentwicklung war unverkennbar und auch die Körpersprache in Form von Aggressivität stimmte. Aber Pele Wollitz sagt: "Das darf keine Eintagsfliege gewesen sein sondern muss Normalität werden." Gegen Fürth und Duisburg hatte der FCE jeweils klare Chancen nicht genutzt und somit Punkte liegen lassen. Die sollen nun unbedingt eingefahren werden.
Wer für die nötigen Tore sorgen soll, ließ der Energie-Coach noch offen. "Unsere Stürmer haben nach wie vor Qualität und genießen unser Vertrauen. Sie müssen es aber auch in Toren zurückzahlen", nimmt er vor allem die Angreifer in die Pflicht. Bei der Besetzung der Startformation bieten sich trotz des verletzunsgbedingten Ausfalls von Alexander Bittroff verschiedene Alternativen. Ob Roger nach starker Leistung in Fürth erneut aufläuft oder Ovidiu Burca nach abgesessener Sperre ins Team zurückkehrt ist ebenso offen wie die Nominierung für die Außenverteidiger-Positionen. "Sascha Dum hat in Fürth gut gespielt und im Tandem mit Stiven Rivic etliche Möglichkeiten nach vorn kreiert", sagt Pele Wollitz, der womöglich auch wieder auf Daniel Ziebig zurückgreifen könnte. Adam Straith mache seine Sache rechts in der Viererkette in der Defensive zwar sehr ordentlich, sei aber kein Außenverteidiger moderner Prägung mit Zug nach vorn.
Für die Partie gegen wieder erstarkte Koblenzer mit vier Zählern aus den jüngsten drei Spielen rechnet Pele Wollitz mit einem kompakten Gegner, der mit großem kämpferischen Einsatz zur Sache geht: "Aber das ist normal und das Mindeste, was wir auch von unserer Mannschaft erwarten. In jedem Spiel."
04.02.10
umbro wird Energie-Ausrüster
Englische Top-Marke in „englischem“ Stadion
Der FC Energie Cottbus wechselt zur kommenden Saison 2010/2011 seinen Ausrüster. Die englische Top-Marke umbro wird künftig die rot-weißen Energie-Profis einkleiden. Auf einen entsprechenden Vertrag mit einer Laufzeit bis 2013 einigten sich der FC Energie Cottbus und umbro.
„Das englischste Stadion der 2. Liga bekommt jetzt auch englische
Spielkleidung - das passt“, freut sich Energie-Geschäftsführer Frank
Duschka über den Ausrüsterwechsel. „Der Vertrag mit Energie ist der 1. Vertrag unserer neuen Firma und daher natürlich etwas Emotionales. Wir freuen uns insbesondere, da wir bei Energie einen Neuanfang und Aufbruch verspüren“, sagt Jürgen Kiefer, Inhaber der Firma Kiefer Sport GmbH & Co. KG, die umbro exklusiv in Deutschland vertritt.
umbro wird künftig alle Leistungsmannschaften inklusive aller Teams des
Nachwuchsleistungszentrums ausrüsten. Die bekanntesten von umbro ausgerüsteten Teams sind aktuell die englische Nationalmannschaft, das irische Nationalteam und die Nationalelf Schwedens. Auch in der Premier League ist umbro stark vertreten und rüstet Manchester City, die Blackburn Rovers, den AFC Sunderland, West Ham United und Hull City aus. In der französischen Ligue 1 ist umbro Partner von Olympique Lyon, in der spanischen Primera Division von Athletic Bilbao und in Österreich vom Linzer ASK.
umbro wurde 1924 in England gegründet und gehört seit Ende 2007 zum Nike-Konzern, operiert jedoch weiterhin als eigenständige Marke.
Der FC Energie Cottbus bedankt sich ausdrücklich bei seinem bisherigen
Ausrüster Sport SALLER für die vierjährige hervorragende Zusammenarbeit.
04.02.10
Scouting-Sitzung als Auftakt
Neun Spielbeobachter stimmten auf Einladung des FC Energie Sichtungskriterien ab
Die Neuheiten mussten sie erst einmal verarbeiten. Und diskutieren. Zwölf Fußball-Fachleute fachsimpelten nach dem Spiel gegen Duisburg noch weit nach Mitternacht und am darauffolgenden Morgen erneut über das neue Scouting-System des FC Energie Cottbus. Das Fazit war einhellig: Das online-basierte Programm vereinfacht die Arbeit, macht die getätigten Beobachtungen nachlesbar und katalogisiert. Der erste Schritt zur professionellen Sichtung ist getan.
Sportdirektor Michael Feichtenbeiner
Energie-Sportdirektor Michael Feichtenbeiner hatte am Montagabend vor dem Heimspiel gegen den MSV Duisburg neun „Scouts“ eingeladen, um die Kriterien künftiger Sichtungen zu vereinheitlichen. Anwesend waren somit neben dem hauptamtlichen Scout Gerhard Noll auch Honorar-Kräfte wie Vasile Miriuta, Nachwuchs-Trainer des FCE wie Andrzej Kobylanski und Franklin Bittencourt sowie ehrenamtlich für den Verein tätige Beobachter. Um allen das eigens entwickelte Scouting-Programm anhand von Beispielen nahe zu bringen, erhielten die geladenen Experten für die Begegnung des FC Energie gegen den MSV Duisburg Aufgaben. Es ging um Spiel- und Spielerbeobachtung. Zwei grundverschiedene Dinge mit unterschiedlichen Sichtungs-Schwerpunkten und Kriterien.
Während es bei der Spiel- oder auch Gegnerbeobachtung vor allem um taktische Grundordnungen, Stärken und Schwächen einzelner Akteure und Mannschaftsteile sowie Standard- und Spielaufbauvarianten geht, liegt das Hauptaugenmerk bei der Spielersichtung auf individuellen Fähigkeiten des jeweils zu scoutenden Akteurs. Die Erfüllung der Aufgaben auf der entsprechenden Position, Passqualität, Schnelligkeit, Willensstärke, Kopfballspiel sind nur einige der relevanten Kriterien, die es dabei einzutragen und zu benoten gilt. Hinzu kommt die zu beurteilende Perspektive des Spielers.
Die spielte ganz bewusst keine Rolle am Montagabend. Denn die Spielerbeobachtung fokussierte sich für die Energie-Scouts auf MSV-Akteur Ivica Grlic. Erfreulich war bei der kollektiven Auswertung am Tag danach, dass die Einschätzung der gezeigten Fähigkeiten des Routiniers bei den anwesenden FCE-Beobachtern nahezu identisch war. Denn wichtig ist größtmögliche Objektivität. „Es ging uns vor allem darum, die Bewertungskriterien abzustimmen. Ansonsten käme es zu Irritationen, wenn eine Note 3 beispielsweise bei der Schnelligkeit unterschiedlich interpretiert wird“, gibt Michael Feichtenbeiner zu bedenken. Der Sportdirektor konnte folglich zufrieden sein mit der von ihm einberufenen Scouting-Konferenz. Der bisher ersten und ganz sicher nicht letzten.
Software-Entwickler BDK Medien GmbH stellte in Person von Geschäftsführer Klaus Derfurt das neue Programm detailliert vor und nahm dankend Verbesserungsvorschläge entgegen. Sowohl für den Profi- als auch für den Nachwuchsbereich verfügt der FC Energie nun über eine exakte Spielerdatenbank, aus der alle relevanten Informationen wie Größe, starker Fuß, Position, Verein und Vertragslaufzeit hervorgehen. Die Kriterien im Nachwuchs- und Profibereich unterscheiden sich dabei sogar noch, denn Jugendliche besuchen zumeist noch die Schule. Auch diese Daten gibt das Scouting-Programm her, so dass sich die Verantwortlichen des FCE darauf vorbereiten und in etwaigen Gesprächen einstellen können.
Per Laptop können die zwölf Energie-Scouts nun bereits im Stadion alle Daten einpflegen und archivieren. Sie sind anschließend überall abrufbar für den Cheftrainer und natürlich den Sportdirektor als Leiter der Scouting-Abteilung. Als Duisburgs Sportdirektor Bruno Hübner zufällig einen Blick auf das Software-Programm warf, erkundigte er sich neidisch: „Wir haben so etwas nicht und bräuchten es dringend“ Diesen Wettbewerbsvorteil will der FC Energie perspektivisch nutzen. Beruhigen konnte Michael Feichtenbeiner seinen Kollegen von der Wedau dennoch vorerst. Denn der zu Testzwecken gesichtete und bewertete Ivica Grlic bekam den Vermerk „Beobachtung abgeschlossen“. Der 35-Jährige ist für den FC Energie ungeachtet der gezeigten Leistung nicht mehr interessant.
03.02.10
Energie-Show: Alex Bittroff im Interview
Ab 18 Uhr auf 94.5 Radio Cottbus und im LIVE-Stream
Der Pechvogel spricht: Alexander Bittroff stellt sich heute Abend ab 18 Uhr den Fragen der "Energie-Show" auf 94.5 Radio Cottbus und im Internet-Live-Stream.
Der ausgebremste Youngster spricht dabei über seine Verletzung, die verbleibenden Saisonziele und die Glaubwürdigkeit, die er gern mit seiner Mannschaft zurückerspielen würde. Im Gespräch mit Moderator Benjamin Hantschke und Energie-Sprecher Ronny Gersch, der zum letzten Mal im Studio der "Energie-Show" zu Gast ist, spricht Alexander Bittroff auch über Träume und Ziele.
Kann die Partie gegen Koblenz nach den Schneefällen der letzten Nacht stattfinden und wenn ja, was muss das Team nach drei Niederlagen in Folge besser machen? Stimmen und Stimmungen können ab 18 Uhr auch direkt von den Energie-Fans im LIVE-Chat auf fcenergie.de diskutiert werden.
Die „Energie-Show“ gibt es jeden Mittwoch von 18 - 20 Uhr live auf 94.5 Radio Cottbus und im Internet.
02.02.10
Schneehelfer dringend gesucht!
Nächste große Räumaktion nach Neuschnee am Mittwoch
Schneehelfer dringend gesucht!
Der FC Energie Cottbus sucht dringend Schneehelfer! Um das Heimspiel gegen die TuS Koblenz (Samstag, 06. Februar 10; 13.00 Uhr) abzusichern, muss das Stadion nach starken Schneefällen beräumt werden. Sowohl das Spielfeld als auch das Stadionumfeld und die nicht überdachten Stehränge sind mit mehreren Zentimetern Neuschnee bedeckt.
Der FC Energie Cottbus bittet deshalb seine Fans dringend um Hilfe. Ab Mittwoch beginnen tägliche Schneehelfer-Aktionen jeweils von 16 bis 19 Uhr. Der FCE ruft alle Fans auf, ins Stadion zu kommen, um die Ränge vom Schnee zu räumen. Schneeschieber sind in begrenzter Zahl vorhanden, Besen und Schaufeln sollten wenn verfügbar mitgebracht werden. Schneehelfer melden sich bitte am "Energie-Eck" am Haupteingang.
Alle Schneehelfer erhalten als Dankeschön warme Getränke und freien Eintritt zum Heimspiel gegen die TuS Koblenz.
02.02.10
Training in hohem Tempo
Alexander Bittroff weilte an Krücken zur Behandlung auf dem Gelände
Zweimaliges Training in hohem Tempo verlangte den Kickern des FC Energie am Dienstag alles ab. Den Sprintübungen am Vormittag folgten taktische Spielformen auf engem Raum bei der zweiten Einheit des Tages.
Ganztägig auf dem Trainingsgelände waren allerdings nicht nur die einsatzbereiten Akteure des FCE. Auch Alexander Bittroff verbrachte den Dienstag am Tag nach der Diagnose "Teilriss des Innenbandes" im Sanitärtrakt der Mannschaft. Lymphdrainage, Massage und Bewegungstherapie standen auf dem individuellen Maßnahmeplan des verletzten Youngsters, der sich an Krücken und mit einer Orthese am rechten Knie über das Gelände bewegte und in den nächsten Wochen nur zuschauen kann. Auch Jiayi Shao trainierte nicht mit der Mannschaft, versucht seine entzündete Sehne im Sprunggelenk auszukurieren. Und während Daniel Ziebig erst am Mittwoch wieder zum Team stoßen will, müssen Clemens Fandrich und Julian Börner erneut kürzer treten und befinden sich demzufolge derzeit nicht im Mannschaftstraining.
Voll im Training stehen dagegen wieder Stanislav Angelov, Dennis Sörensen und Nils Miatke. Sie absolvierten mit der Mannschaft nach dem Schnelligkeitstraining am Vormittag bei der zweiten Einheit die taktische Spielform auf engem Raum mit zahlreichen Abschlusshandlungen. Dabei ging es ordentlich zur Sache. Denn Trainingsqualität ist gleich Wettkampfqualität.
02.02.10
Die Frage des Tages
... an Ronny Thielemann, spielender Co-Trainer der U 23 beim FC Energie Cottbus
Ronny Thielemann, die U 23 des FC Energie hat ihre "Zelte" für fünf Tage in der Sportschule Lindow aufgeschlagen. Findet das Team trotz winterlicher Begleitumstände gute Bedingungen für das Trainingslager vor?
Ronny Thielemann: Grundsätzlich sind wir zufrieden und haben hier viele Möglichkeiten, abwechslungsreich zu trainieren und verschiedene Reizpunkte zu setzen. Wir waren in der Halle, im Kraftraum und im Schwimmbad. Nur der Kunstrasenplatz bereitet uns ein wenig Sorgen, da er teils vereist ist und nach dem Schneefall in der Nacht jene glatten Stellen nicht mehr zu erkennen sind. Auf Grund der Verletzungsgefahr mussten wir das geplante Testspiel gegen Altmark Stendal absagen. Zwischen den Strafräumen konnten wir am Montag aber noch Spielformen trainieren und sind inklusive des Essens zufrieden mit den Bedingungen.
01.02.10
Teilriss: Vier Wochen Pause
Alexander Bittroff fällt aus - Entwarnung für Daniel Ziebig
Der Senkrechtstarter der Saison ist ausgebremst: Alexander Bittroff wird mit einem Teilriss des Innenbandes im rechten Knie etwa vier Wochen ausfallen. Das ergab eine MRT-Untersuchung der Verletzung aus dem Spiel gegen Greuther Fürth am Montag. Bereits in der 14. Spielminute hatte Alexander Bitroff am vergangenen Freitag das Spielfeld verlassen müssen.
Entwarnung gibt es dagegen für Daniel Ziebig. Nach Schmerzen am wegen eines Kreuzbandrisses operierten Knie unterzog sich der Linksverteidiger am Montag ebenfalls einer MRT-Untersuchung. Dabei konnte eine erneute Knieverletzung ausgeschlossen werden. Daniel Ziebig wird somit das Mannschaftstraining Mitte der Woche wieder aufnehmen und könnte bereits für das Spiel gegen TuS Koblenz am Samstag wieder zur Verfügung stehen.
01.02.10
Gerhard Tremmel bleibt
Kurzfristiger Wechsel nicht realisierbar
Gerhard Tremmel bleibt trotz des kurzfristigen Angebots eines Bundesligisten dem FC Energie Cottbus treu. In einem persönlichen Gespräch sagte Gerhard Tremmel Energie-Coach Pele Wollitz weiterhin sein volles Engagement für den FC Energie bis zum Saisonende zu.
"Ein so kurzfristiger Wechsel lässt sich nicht realisieren. Es war allen Beteiligten klar, dass ich das Angebot nur hätte annehmen können, wenn der FC Energie kurzfristig adäquaten Ersatz hätte verpflichten können. Das war nicht möglich", so Gerhard Tremmel, der sich weiterhin voll auf den FC Energie Cottbus konzentrieren wird. Vorsorglich hatte ihn der FC Energie am Vormittag auf die nunmehr seit 12 Uhr geschlossene Transferliste setzen lassen. Am Nachmittag wurde Gerhard Tremmel davon wieder gestrichen.
"Wir haben am Samstag ein enorm wichtiges Spiel gegen Koblenz. Darauf gilt es sich voll und ganz zu konzentrieren. Für mich ist die Anfrage abgehakt", blickt die Nummer 1 des FC Energie schon voraus. Der Vertrag des "Energie-Fußballers des Jahres" 2008 und 2009 endet am Saisonschluss.
01.02.10
Chancen blieben ungenutzt
Stiven Rivic - ein trauriger Vorlagengeber
Natürlich war die gesamte Mannschaft ob der ausgelassenen Torchancen in Fürth frustriert. Einer ärgerte sich aber besonders. Denn Stiven Rivic hätte mit seinen Vorlagen zum Mann des Tages werden können.
Der Mann mit der Nummer 10 auf dem Rücken gab beim Auswärtsspiel in Fürth nicht nur drei Torschüsse und damit die meisten des FC Energie Cottbus ab. Er überzeugte vor allem mit seinen "Assists", die allesamt nicht veredelt wurden. Entsprang die erste hundertprozentige Torchance durch Leonard Kweuke noch einem weiten Flugball von Roger und somit eher einem Zufallsprodukt, war Stiven Rivic fortan an nahezu allen gefährlichen Aktionen des FCE beteiligt. Zunächst schickte er mit mustergültigem Direktpass mit Links Leo Kweuke auf die Reise, doch dessen Schuss von der Strafraumgrenze verfehlte knapp das Fürther Gehäuse. Dann lupfte "Riva" einen Ball von links in den Strafraum, wo der aufgerückte Marco Kurth nur noch die Fußspitze an den Ball bekam. Und schließlich spielte der Techniker Stiven Rivic auch noch einen klugen Pass auf Jiayi Shao, als er nach innen zog und dann die geöffnete linke Seite im Augenwinkel entdeckte. Anstatt es selbst zu versuchen, fand der chinesische Nationalspieler nicht den gedachten Abnehmer Emil Jula in der Mitte. Dies alles trug sich noch vor der Pause zu.
Auch nach dem Wechsel war Stiven Rivic ein Aktivposten und bereitete die größte Gelegenheit des zweiten Abschnitts vor. Von links drang er mit Tempo in den Strafraum ein und legte den Ball zehn Meter vor dem Tor auf den heranstürmenden Emil Jula zurück. Der lange Rumäne traf mit dem starken linken Fuß den Ball nicht richtig, so dass auch diese Chance verpuffte. Der Frust über die vergebenen Chancen saß tief beim FC Energie. Es bleibt die wenig tröstliche, aber positive Erkenntnis: Chancen erspielt sich die Mannschaft regelmäßig. Nun gilt es, sie endlich zu nutzen.
31.01.10
Happy Birthday, FCE!
44 Überraschungs-Pakete sind unterwegs zu ausgelosten Mitgliedern
Der Feier- ist ein Sonntag. Wie es sich gehört. zum 44. Geburtstag des FC Energie Cottbus am 31. Januar 2010 packte der Verein 44 Überraschungspakete und versendete sie an ausgeloste Mitglieder.
Da die Sympathie zum FC Energie Cottbus nicht an der Stadtgrenze Halt macht, hat die Geburtstagspost teils weite Strecken mit den Paketen zurück zu legen. Die Sendungen gehen nämlich nach Hamburg und Berlin, nach Teltow und Braunlage, nach Saarbrücken und München. Vor allem aber natürlich nach Cottbus und Umgebung. Die per Los ermittelten FCE-Mitglieder dürfen sich freuen, denn die liebevoll gepackten Pakete beinhalten ein reichhaltiges Sortiment an Geschenken aus dem Hause Energie. Ihnen und allen anderen Vereinsmitgliedern sagt der FC Energie auf diesem Weg Danke für die Treue und Unterstützung. Happy Birthday!
31.01.10
Die Frage des Tages
... an Alexander Bittroff, Abwehrspieler des FC Energie Cottbus
Alexander Bittroff, beim Auswärtsspiel in Fürth musstest Du bereits nach 14 Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Wie gehts Deinem Knie?
Alexander Bittroff: Schmerzen habe ich derzeit nicht und auch die kleine Schwellung ist weitgehend abgeklungen. Aber es ist ein instabiles Gefühl an der Innenseite. Ob etwas kaputt ist, wird erst die MRT-Untersuchung Anfang der Woche ergeben. Vielleicht hat das Innenband etwas abbekommen. An Training ist leider im Moment nicht zu denken.
29.01.10
Kufen-Cracks aus Kanada
Die U 23 des FC Energie absolvierte eine intensive Trainingseinheit auf dem Eis in Weißwasser
Die Kanadier in den Reihen der U 23 zeigten eindrucksvoll, dass sie aus dem Mutterland des Eishockeys kommen. Ihre Mannschaftskameraden der U 23 bewegten sich dagegen eher hüftsteif auf dem Eis.
Wie schon im Vorjahr hatte Trainer Detlef Ullrich das Angebot angenommen, in der Arena der Füchse Weißwasser zu trainieren. Die willkommene Abwechslung während der Vorbereitung auf die Rückrunde der NOFV-Oberliga Nord nahmen die Youngster des FCE am Freitag dankend an und kamen nach einer Stunde auf Kufen nass geschwitzt vom Eis. Coach Detlef Ullrich brillierte dabei mit großer Erfahrung und durchaus sehenswerter Koordination, während viele seiner Schützlinge eher wackelig auf den schmalen Fortbewegungshilfen standen.
Ganz anders die Kanadier Kyle Porter und Gagen Dosanjh. Ihnen auf Schlittschuhen zuzuschauen war eine Augenweide. Zum ersten Mal standen diese beiden Fußballer ganz sicher nicht auf dem Eis, wie ihr gekonntes Rückwärtsfahren und abrupte Richtungsänderungen bewiesen. Staunend hatten die U 23-Kicker zumeist das Nachsehen. Gespielt wurde übrigens mit einem Puck, obwohl bei ungeübten Eishockey-Anfängern zumeist der Ball wegen zu großer Verletzungsgefahr zum Einsatz kommt.
Nach der Rückkehr aus Weißwasser stand noch eine Laufeinheit auf dem Programm, ehe die Youngster in Rot-Weiß am Wochenende noch einmal verschnaufen können. Am Montag reist das Team dann in das fünftägige Trainingslager nach Lindow, wo vor allem Mannschaftstaktik im Mittelpunkt steht. Wettkampfnah getestet wird das Zusammenspiel am Dienstag vor Ort gegen Altmark Stendal. Am Wutzsee will sich die U 23 des FC Energie den Feinschliff für die Rückrunde der Oberliga holen.